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Jüdische Rundschau · 1904-01-08 · Heft 2 (8.1.1904) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 2 (8.1.1904)
Date
1904-01-08
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 16. JÜDISCHE RUNDSCHAU No. 2. 3) Mittwoch, d. 13. d. M. Pistriktsversammlung, Oranienburger Pestsäle, Chausseestr. 9: D r. Jacobssohn. - ־ 4) Donnerstag, d. 14. d. M. Distriktsversatmnlung, Walhalla-Festsaal, Alt-Moabit 101-105־: E. Auerbach. 5) Montag, d. 18. d. M. Distriktsvcrsammlung. Königshof, Biilowstr. D r. C i t ro n. 6) D i e h s t a g. cf. 19. d. M. Distriktsvcrsammlung. Charlottenburg. Türkisches Zelt, Berliuerstr. 7) Mittwoch, d. 20. d. M. Distriktsvcrsammlung. Dobbersteins Fcstsaal. Wassertorstr. 68: D r. .1 a I o - wicz.' Thema in den Distriktsversammlimgcn: ..Die Lösung der Judenfrage“. Beginn 9•״ Uhr. Unsere Mitglieder werden um recht zahlreiches, piinktliches Erscheinen gebeten. Zur Unkostendeckung werden 10 Pf. Entree erhoben. Berlin. Die Makkabäerie'*er der ..Berliner Zionistischen Vereinigung“ im Zoologischen narre:’, die von weit!'!her tausend Personen besucht war. nahm einer. glanzenden Verlauf. Prolog, verfasst von Ein;! C o h n. gespr. vo:1 Erich R o s e t! k ז a n z. Festrede Dr. Alfred Klee; kiinsderNche Vorträge von Er!. Bettv Lnc w e n t h :t 1. Er!. Bessie 8 t 1 b e r s ז e i n. Erl. \:::י־י Weinberg sowie besonders jüdisch-deutsche und hebräische l.iedcr von Walter Lcwy und Jacob L y!י o w i t z. Später Tanz ji»k! Kaffeepause. Sammlung fiir den Nattn-ydion 1. Tombola fFrl. Majerowitsch) und vieles andere. Viele reue Vor .׳!;:der. Kurz ein glänzender Erfolg. Grcss-Strelitz. An! 20. Dezember :1. er. h:elt •d:־.׳ b:es;ge ziofnstische Ortszmnne •':!! g'ossen Sp'de ־׳> *•••'׳h»">*1w־>l 1«•*’•en Hotels eine M3kknbacrfo»er י־ס־׳ס^ס־!״ StvU.?1«.?!! der E>••- lodii’.’ge״ an sämtliche Pen’t :nder:'׳t ׳Ecd׳ r;־ er׳: •׳«:״׳e!1 w־»r *•». Pie Festrede Feit Dr. L i 11 m .! n r-Pr-si•*;;. y V.׳•י:־•:;;״ ״׳•!•'- sehen, humoristischen u. u־c?;«ng!:.־hc״\'<’rtr:!׳/e” ׳ ••1<־־!׳ ״!;rEi:!- j akter ..Amtsgerichtsrat David Markus" vn״ Dr. Em'1 Cohn : mit gutem Erfolge :jiifgeföhrt. Vcre'nnahwt wurden etwa 1rM Mk.. von denen aber n״»eh Abzug der Spesen mir ca. 2יי Mk. fiir den Nationalfond verbuchen. L. lefczltr. Hier fand eure öffentliche \\־״s־o1”״!!!;!g s*־»tt זד welcher Herr Rnbb. Dr. Königshe r c c r-Ple<chcn. de. Redekteur vom ..Jeschurun“ über ..Aus dort bfeenbreis ,!•s tu* d.entums“ sprach. Die ״hi! ethn״lr*gi«;!»,» \H י •/׳ ■11! ׳!:■•ro’’ו:י.י!!•.׳ Ausführungen des Refcre־uen fanden vAb'-vhe:• Beif dl ץי:יזי auch Widerspruch: was natürlich ist b«׳ d»’•־ Ei'ent'ii־־•! chv eines solchen Vortrages. D!e n;1il1׳s׳>n,nce'1״•׳ fVd־״•''׳ .!׳־■־■’••!־ der Referent entwickelte, solltn *־ew:*st*r״״s«e:: r•!«־. Ht!ük i־׳s Judentums betrachtet werden. Es is! sfM"־tve׳siänd1־׳ch. •' •vs daraufhin eme selir feblmite 1 •e''׳־u<־ •*:m1•״׳״ o! d os ■־:־•׳.m sich, dass derartige hovllersehe Vnrtfä*׳*•;»!t ״ o׳־.e liehe Versammlung!!ini innass«1׳• ייזי■ .•׳־! •r1־׳ ״< י•׳ ,- ״■•. solche. d;e Agitatinnsreden hören wS<»1 י 5־• \nrt״d׳'e reli- ' giösen und philosophischen Inhalts gehören vor ein anderes Publikum und vertragen eben durchaus keilte Debatte. — Jedenfalls muss man es anerkennen und die Zeichen der Zeit mehren sich, dass die Rabbiner als dm geistigen, nicht geistlichen Führer der Gemeinden, nicht mehr den lächerlichen und närrischen Bann der Protestrahbincr fürchten, sondern offen und ungeschält fiir den Zionismus, jeder nach seiner Art. cintretcn. wie es stell fiir ehrliche, selbständige Männer von Charakter geziemt. 11 e. Duisburg. Am 2. Januar 190-1 sprach in der hiesigen zionistische Vereinigung vor einer infolge des ungünstigen Abends leider nicht sehr zahlreichen Zuiiü!erschuft Rechtsanwalt Pr. Löwenstein aus Aachen über Zionismus und Staatsbiirgerpiücht: Die Zionisten bilden keinen Staat im Staate. Der historische Sinn ist der Kern der staatsbürgerlichen Tugenden. Die Zionisten besitzen •ihm in besonders ausgeprägter Weise. Wer ein Zionist ist. ist ein guter Jude; wer ein guter Jude ist. ist ein guter Bürger seines Staates. Falsch ist cs, mit Hinweis auf die Unmöglichkeit eines christlichen Nati«•nalgcfühls das;üdisehe N’ationalgeniit! zu leugnen: Es gibt eine ׳tid sehe Geschiehte. und auch der *glaubenslose Jude ist Jude. — Den! mit lebhaften! Benal! au?genommene!» Vortrag folgte eine anregende saehliehe Discmsio!:. d:e sieh durchweg :דד der Höhe hielt und in einem erquickenden Gegensatz zu letzthin in hiesiger Gegend ste.tb'־chaMen anderp jüdischen Versammlungen stand. 2וי Mark wurden für den Nationalfor.d gesammelt. Distriktsbnreyu Berlin: Die folg.: len Broschüren: I. d* Avigdor: Die Entwrckh;״g der nationalen Idee bei den Juden 1 2. Mer/I: Eröffnungsrede zum 5. Kongress. Mit Buchschmuck 3. Heinrich L o e w e: Liberalismus und Sonntagsgottesdienst 4. Rabbiner Nobel: 8 ud die Gebete für Zion eine Gottes* lästerung werden sämtlich, um eine bill'ge M assenagitation zu ermöglichen für 2 Pf. pro Stuck excl. Porto abgegeben. Der Verse ״dt erfolgt durch Nachnahme. Bestellungen sb־d an das D i s t r i k t s b u r e a u oder an die E x p e d i tl o n erbeten. Warnung. Berlin. Neulich kam ein Herr Epstein aus Czernowitz. zu mir mit einer Empfehlung von der akademischen Verbindung Hfsuoi'ä:«■' zu ir r. auf Grund deren, sowie eiiws weiteren E::־pfekl1m־gsbr'efes ich den p. Herrn an den Vorsitzenden der Brest:«!!, r Zionistisch .*ה Vereinigung empfahl. Wie mir jetzt bckaiwt wird, waren beide an mich gerichteten Empfehhmgs* schreiben g e! ä l s c 111. und Cie dazu benutzten Briefbogen der ..Hasnmräa“ gestohlen. Bei dieser Gelegenheit sei nochmals dringend darauf hin* gewiesen, dass das sehr wohl unterrichtete Gewerbe der heriiismüssigen Schwindler erkannt haben, in wie hohem Auf* wenig wird eine historische Forschung wie U. di Apostelge* j schichte heran/ieheu. mn J:e Zeh .,um \1׳s/!1go •h!s Vegypten | bis zum Salomonischen Tempelbau zu berechnen. D e Volks-; Zählung unter David befreit er von ihren Widersprüchen. d׳e j in den verschiedenen Bprchten vorliegcn. dtreh ein Exempel, י das seine Eignung zum Mathematiker rächt ■gerade beweist | Die ״Winke“, die U. ln den Berichten ״zwischen dem helle:• und dunklen Teil der Geschichte Sauls“ zu Erde•! glaubt. ■ machen beide Teile nur dunkler, nicht heller. Nicht k ndiiche Gläubigkeit, sondern tch'olngiscbe T״*>!ei ist. w enn er dir/.׳!- ton sucht, zu welchem Zweck das Griechische anstelle de* 1 Hebräischen als Bll*!spräche treten musste. Z־*.׳!.׳-!n ist k . völlig unhistorisch. Dagegen geht cs wohl mir auf Schreib* fehler des Übersetzers zurück, wenn solche Irrtümer vrr. kommen, wie ״im Westen haben wir den Meerbusen von Akaba! im Osten den von Suez“. Auch ist es dessen, rieht des Autors Schuld, wenn englische Trausskripnonen hebräischei Wörter im Deutschen beibehalten sind, wie Scliatueer für שדיר Doch wir würden dem gross, angelegten Werke Unrecht tun, wollten wir auf Einzelheiten eiugehcu. Und im Einzelnen! hätten wir unendlich'viel zu bemerken. Aber wir!falten es 1 fiir angebrachter, das wohlverdiente Lob der fleissigen und geistvollen Arbeit im allgemeinen auszuspreclien, als unsere Ausstci'u1’g׳:n im E.rzdi en zu gehen. S«e w:rd nmnehen! \vbse׳ycb;«!:lic!!•.u Arbeiter zu denke!! geben, wenn sie auch nur für das •gebildete Laienptiblikuni geschrieben ist. Sie ist .!'י ein 8\mptom zu hegrils-en. dass die Abkehr von einer w.!!i11,׳,r:<v'.1ca li»'perk״it U zu konservativerem Festhalten und /u!:ist«■rische::: Sinn auch auf diesem Gebiete bereits begonnen hat. Daneben hat sie noch den Wert, dass sie trotz :!res einseitigen Standpunkts einem grösseren Publikum in ansprechen* der Form einen Überblick über die Ergebnisse der orientalischen Ausgrabungen vermittelt, soweit s:c zur Geschichte der Hebräer in Beziehung stehen. Dabei wird der gebildete Leser die Phantasie Urouhans zu würdigen wissen, der sich *gern cmredcit möchte, dass das Skelett der Esther gefunden sei. und bei allen seinen weithergehoUen Vergleichen doch über* selten hat. dass der gebildete Leser liier die Frage au ihn richtet, wie es denn komme, dass die Namen Mardekai und Ester s«» sehr au die Götternamen Marduk und Istar erinnern. Er gibt eben Vieles, aber keineswegs Alles. H e i 11 r i c 11 L o e w e. Schlemfel. Illustriertes jüdisches Witzblatt. Unter Mitwirkung namhafter Künstler und

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