Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1904)
- Date
- 1904-01-08
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 15. r No. 2. JÜDISCHE RUNDSCHAU. zu formulieren, die als Grundlage für die Erörterung in der nächsten Sitztia״ am I. November dienen sollen. Es wäre gut. wenn Sic bis dabin, sielt über diesen Gegenstand mit der 1 Direktion der J.-C.-A. itt Verbindung setzet! wollten. 1• Die J.-C.-A. bäh es für Ihre Pflicht, an der Unter- י Buchung eines von der englische״ Regierung gemachten grossj Wütigen Anerbietens teilzuiiehmen; aber sie macht schm! jetzt , ihre ausdrücklichsten Vorbehalte gegen die Möglichkeit, dass; man ein Kolnnisationswcrk in der angegebenen Gegend zum * Gelingen bringen kennte; 2. \\ ir werden unsere y.itlüife zur Untersuchung von I Uganda nur dann gewähren können, wenn das Projekt, dessen; Vor läutern! diese U»te*suchu1t£ sein soll, nichts als ein Kolonisationswerk im eigentlichen Sinne vorsteilt und keine politische Unternehmung. Cs ist für uns unerlässlich, in dieser Be- Ziehung klipp und klar unterrichtet zu sci/1; 3. Wir verlangen, dass die Untersuchungs-Kommission gebildet werde aus sechs Mitgliedern, wovon drei durch die ziotvstische Gesellschaft und drei durch die J.-C.-A. ernannt werden. Sowohl die zionistische (iesdlscltaft wie die J.-C.-A. sind berechtigt, die von der anderen Seite vorgcschlngcnen Mitgliedcr abzulehuen; ■4. Die J.-C.-A. wird an ueu Kosten der Untersucnungs- Kommission nur zur Hä.ite der . ::ir notwendig erachteten Summe beitragen könne;;. Genehmigen Sie. mehr Herr, den Ausdruck meiner vorzüglichsteu Hochachtung י X. Leven. Herrn Dr. Theodor Hctz!, IX. I'ürkenstr. 9, Wien!!!. (Rückantwort an Herrn Leveit.) f ׳f ® 5®®ft® I ®®$®®®*®*®®®®®»»$** | Aus, der Bewegung. 8 ®®1®®®® I ®«**‘Tr.: vp» $ $ ® Die Ortsgruppen werden unter Hinweis auf unsere Puhlikatlon Im Dezember noch einmal ersucht, mit dem Etosammelu der Schekel unverzüglich zu beginnen und die Beträge am 15• Januar und Februar an die Dfstriktsbureaus abzuführen. I Dr. Bcdenhcim**r, Köln. Dr. Moses. M a n n h c i m. ן Dr. Klee, Berlin. I Aus den bisher eingcgangcncr. Betragen hat-das j Distriktsbureau Berlin die erste Rate von 500 Mk.'an das 1 Ccntrafkomitc abgcfiihri. | Der Board of Dlrectcrs der Jüdischen Kolonialbank gez.; D. Woüfsohn, ItaJ.dcr ״Berliner Morgen post**, deren unerhörten ( Aufsatz von C. a. anlässlich des Attentats auf Nordau wir in; unserer vorige,! Nummer niedriger gehängt haben, sowie i einigen Blättern, die den Aufsatz nachgedruckt haben, folgende ■ Berichtigung zugehen lassen: In Ihrem Blatte bringen Sic einen Artikel.; der neben vielen gehässiger, und unwahren ן B e 11 a 11 p t u!2 ו c n über Nordau und die zioj n i s t i s c h e Bewegung auch den Satz enthält: | ..A 1 s es mit Neu-Jerusalcm 1;ssig war und j der rasch g e g r ii n d c t e n Jüdischen Kolonial-; bank eine gesunde Pleite drohte, wandten 1 sich Nordau und Herz! nach E n g!ב n d.“ Sehr geclirter Herr! Ihre Antwort vom 25. September auf mein Rundschreiben an die Herren vom Verwaltungsrate der J.-C.-A. kamt ich zu meinem Bedauern nur als eine Ablehnung meines Vorschlages auffassen. In Punkt 2 machen Sie Ihre Mitwirkung davon abhängig, dass die Sache keinen politischen Charakter habe. Es ist seit Jahren bekamt, dass unsere Bewegung einen politischen Charakter hat. Sie stellen also eine unmögliche Bedingung. Es ist in der Unternehmung, wenn wir sie schliesslich ausführen -- darüber wird unser nächster Kongress entscheide!! - - allerdings auch eine grosse Xotstaudshiife enthalten, eine vielmgl grössere als alle bisherigen vereinigt. Ich erüffnetc Ihnen die Gelegenheit, sich daran zu beteiligen, ohne Ihnen eine Bedingung aufzuerlegea, die mit Ihren bisherigen Grundsätzen im Widerspruch gewesen wäre. Sie wollen uns eine solche Bedingung auferlege:!. Das heisst: Sie leimen ab. Hochachtungsvoll Ihr ergebener Th. Herz!. Wien, den 27. Oktober 1903. Namens des Direktoriums der Jüdischen Kolonialbank ersuche ich Sic. diese Behaut»- tu!! g e n «Ja Hi 1! richtig zu s t e 11 c n. darr גב eine Unwahrheit ist. dass der Jüdischen Kolonialbank zu irgend einer Zeit ״ein : Ple;te“ droht e. Wahr ist vielmehr, dass die Jüdische Kolonialbank seit Ihrer Gründung stets nach den solidesten Grundsätzen arbeitete und das cingezaliltc Kapital von ca. 6 000 090 M k. i n d c 1t s i c 11 e r s t e 1! W e r t e n a tt g e l e g t t s t. d a s s auch die Jüdische Kolonialbank schon im 1. Jahre ihrer geschäftlichen Tätigkeit (1902} eine Div i d e n d e von 2 Proz. gezahlt hat. Berlin. Voranzeige. OMontag.den 11. d. M.. Distriktsversanunhmg. Königssäle. Neue Königstr. 26: Dr Jung mann. 2) Dienstag, d. 12. d. Mts. .Witgliederversamm- Imig. Brauerei Königstadt. Schönhauser Allee 10-1 i: D r. Zlocisti; ..Die Assimilation im Haushalt des nationalen Lebens4‘. Glauben weder zu erschüttern noch zu befestigen vermag, und er doch die Beziehungen der Bibel und der neueren EntJeckungen im Orient weitschichiig behandelt, so tut er dies nicht in einer wissenschaftlichen, sondern in apologetischer Absicht. Apologetik war aber nie Wissenschaft, mag sie nun jüdisch oder christlich oder meinetwegen muslimisch sein. Er will nicht Wahrheit suchen und finden: — denn die ist itt der Bibel gegeben; — sondern er will den Schwachen int Glauben das Rückgrat stützen. Er will die Wahrheit der Wunder dartur., der alttestanientlichcn und die des ״Netten Bundes־‘, und er tut das in einer Weise, die auf unkritische Leser unbedingt Eindruck machen muss. Freilich würde ein katholischer Apologet, der gleich geistreich und spitzfindig ist wie Ur«tuhact. nicht mehi Mühe haben, die Wunder der Heiligenleiber und von Lourdes als historisch nach zu weisen. Aber Wissenschaft ist das keineswegs. Es ist eine interessante Polemik ehe;! eine Apologetik.!1־,d doch können wir dem grossangeiegten Werke, dessen Unwissenschaftlichkeit wir soeben hervorhoben, nicht den Wert für die Wis$e״«chaft abstreiten. Denn schon der Umstand allein, dass gegen die dogmatisch gewordene Bibelkritik ein entschiedener Protcs( eingelegt wird, ist von Bedeutung,; Die modernen bbclkritischen Schulen, die eine Methode be- 1 folgen, die keineswegs philologisch, sondern theologisch ist.; die von Voraussetzungen ausgehen, die unbewiesen bleibe!:, haben sich überlebt. Es ist die ins Hebräische übersetzte Klein: iiedertheorie, die seit Jahrzehnten niemand mehr für Home! und Nibelungenlied aufrecht erhält und die unter der Wucht der Tatsachen von einer historisch geschulten Generation junger Forscher in die Rumpelkammer geworfen wird, wo sie 11eb׳m dem Ptolemäischen Weitsj־stem als Rarität aufbewahrt bleiben soll. Und in dieser Richtung hat Urquhart, der es in diesem Sinne keineswegs beabsichtigt, einer künftigen kritischere!, ן Schule tap;'״r vorgearbeitet. Denn diese neue Forschung wird nicht mehr darum etwas verwerten, weil sie es nicht aut 1 ' Anhieb versteht. Sie wird sich mit mehr Erstaunen noch | als Unwillen von jener kritiklosen Kritik abwenden, die überall j da, wo die eigenen hebräischen Kenntnisse und das Wissen j von historischen Zusammenhängen nicht ausreichcn. den subj jektiven Wissettsmaugel duicti eine ״objektive“ Textveri besserung auszugleichen bemüht ist. liier bat U. mächtig vor- 1 gearbeitet, wenn auch seine fleissigeit Sammlungen naturwissenschattiicher Berichte dem nichtwundergläubige!! Forscher die ■ Jonagesghichte nicht wahrscheinlicher machen werden, Ebenso