Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- IX (1904)
- Issue
- Heft 2 (8.1.1904)
- Date
- 1904-01-08
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 2, Seite 13. JÜDISCHE RUNDSCHAU unentwegten Palästinismus aufgepflanzt hat, die eben noch im Triumpf angekündigt hat, dass Gaster und Johnstotje in London das Ostafrikaprojekt begraben werden, und die schon infolge der übrigens falschen Meldung einer Zurückziehung des Anerbietens durch die englische Regierung empfiehlt, dass diese dem nunmehr ״iegliehen politischen Charakters entkleideteil Hilfs werke ihr Placet und ihre Unterstützt! ngzuteil werden lassen wir d.“ Jetzt verlangt dieses Palästina blatt die sachkundige Prüiung und Inangriffnahme desselben Ostatrika- Projekts, das verpönt ist, wenn es von Zionisten geplant wird, durch die Jewish Colonization Association.- Unsere russischen Gesinnungsgenossen, die mit uns auf dem Standpunkte intensiver Gegenwartsarbeit in Palästina auf dem Grunde unserer Parteiorganisation stellen, mögen bedenken, ob ihre Freunde dort sind, wo man ihren Zionismus zur Zuchtstätte von Verbrechen stempelt, wie das geschehen ist. oder dort, wo man jede ungebetene Unterstützung zu rück weist, und dem altjiidisclien Grundsatze huldig' .אה,* י דגים רהנ;,*ר. Inzwischen warten die Erben. die Totengräber wanen, — und der Zionismus lässt sie warten, weil er gar kein Bedürfnis fühlt, zu sterben und sich beerben zu lassen. Es warten aber auch die Erben unseres Führers, die es gar nicht erwar'en können, dass ein neues Haupt gesetzt werde in Israel. Denn der ,Mann, der eines Hauptes höher ist, denn alles Volk, ist verworfen worden vor dem Herrn-- Rosenbaum. Aber man teilt nicht das Fell des Bären, bevor man ihn erlegt hat. Und noch weniger teilt mail das Fell des Löwen. Liehe Erben Herzls und ihr werten Erben des Zionismus, ihr müsst Euch noch ein wenig gedulden. Wir haben noch keine Zeit zu sterben. Inzwischen müssen sich schon andere begraben lassen. Heinrich Loewc. Korach. ' D a s 16. K a p i t e I. 1 1. Und es vermass sich Korach, Sohn Jizhar. und Hat 11»; 1»nd Abirain, Söhne Eiiah und 011, Sohn Pelet. > 2. Dass s:e sich erhoben gegen Moscheh und z\veihunde־t- 1 undtünizig Männer von den Kindern IsraG, bürsten von ו der Gemeinde, Berufene zur Versammlung.! Männer von Na n» cn. 3. Und sie versammelten s i c 11 wider Moscheh und j Aharon und sprachen zu ,hnen: Zuviel für euch! Denn die 1 ganze Gemeinde sind lauter Heilige, denn unter ihnen ist der Ewig,:, und warum erhebt ihr euch über die Versammlung des Ewigen? 4. Und Moscheh sprach zu Korach: Höret doch, ihr Söhne Lewi. 5. Ist cs euch zu wenig, dass der Gott JisraGs eucl. ahgesondert hat von der Gemeinde, euch ihm nahe zu bringen? 6. Und Moscheh schickte hin, Datan und Abiram, die Söhne Eliabs zu rufen: aber sie sprachen: wir konmien nicht hinauf. 7. Nicht in ein Land, das •ou Milch und Honig fliesst. hast du uns gebracht, dass du uns gegeben hättest ein Erbe an Feld und Weinberg! Willst du diesen Leuten die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf! 8. Da redete Moscheh zum Volke also: Hebet euch weg aus der Umgebung Korachs und seines Anhangs, denn der Ewige wird neues schaffen, dass die Erde aufuit ihren Mund und sie verschlinge, dass sie lebend in die <1 ruft sinken, 9. Als aber etliche Männer, die um Moscheh w aren, solches horten, da erschraken sie gar sehr ID. Und redeten also zu Moscheh: Wäre es nicht besser, du gäbest ihnen nach, dass du nach ihren! Willen handeltest? 11. Denn sie sind Eiirsten von der Gem e i 11 d c, Berufe 1! e z u r Vers a m m I u 11 g. M ü 11 - 11er von Ka m e n. Und ihr Anhang ist gross in der Getneinde JIsraels. 12. Und es möchte geschieben, wenn die Erde uifnete ihren Mund und sie verschlänge, 13. Dass Zwietracht entstände, und das Volk sich spaltete in zwei Lager. 14. Und wie sollten wir dann das Land erobern, das von Milch und Honig fliesst? Darum wäre es besser, du handeltest nach ihrem Willen.!5. Aber Moscheh redete also zum ganzen Volke: Hebet euch hinweg aus der Umgebung dieser. Und das Volk tat als:». 16. Da spaltete sich der Boden, der unter ihnen war. und es öffnete die Erde ihren Mund 17. Lind verschlang sie und ihre Häuser und aPo Leut.•, die dem Korach gehörten. Das 17. Kapitel. I. Und die!(!!:der Jisrael. die ganze Gemeinde, zogen weiter auf ihrem Wege und kamen nach der Waste Zin. und das Volk Mich zu Kadesch einen Monat. E. Simonson. * ... /־־׳vrg^. , Litteraturbericht ' (Bücher der einschlägigen Luteretur, welche d«r Redaktion zugesandt werden, linden eingehende Besprechung. John Urquhart, Rev.: Die Neueren Entdeckungen und Die Bibel. Vom Verb autorisierte Ucbersetzung von E. S p t i c d t. Bd. 1—5. 1. Von der Schöpfung bis zu Abraham. 3. Aufl. 2. Von Abraham bis zum Auszug aus Aegvpten. 3. Aufl. 3. Vom Auszug aus Acgyp**»״ bis zur Philister zeit. 2. AuO. 4 Von der Philisterzeit bis zur babylonischen (ietangemscmift. 2. Aufl. 5. Von den Büchern der Clironikn bis zum Evangelium Johannes. 2. Auil. Stuttgart: Max Kielmann 1903—04. Zwei englische Werke des auf theologischem Gebiete wohlbekannten Schottischen Geistlichen hat Spliedt in seiner Ueber- Setzung geschickt vereinigt. Er hat damit dem Bibliographen die Arbeit schwer gemacht, dafür aber das Wesentliche von Urquharts Arbeiten so vereinigt, dass diese deutsche liebertragung nicht geringeren Wert als die englische Originalausgäbe hat. Dazu hat er bei aller Amihiiurig an den englischen Wortlaut nirgends der deutschen Sprache Gewalt angetan unu bereitet seinen Lesern den Genuss eines deutschen Original- Werkes. Aber wenn irgend wann und irgendwo, so müssen wir hier Form und Inhalt sorgfältig von e'nander scheiden. An de« Form und an der Ausstattung, die einfach und angemessen ist. haben wir nichts auszuset/.*'׳!. IG- •!׳:ttiröhliche Polemik, de sich durch das ganze Buch hindurchzieht, und die allem Unglauben den Verntchtungskri•׳ ״־־»•*droht, hat auch für uns ״Ungläubige•‘, die wir unser? alte mosaische Lehre unverbriiehlieh testhalten, den Reiz des Frischen, der sonst den Werke« der orthodoxen Theologen rumst allzusehr abgeht. Der Zweck und der Charakter des Werkes ist nach der , Meinung des Autors und des Uebersetzers ein Wissenschaftlicher. Wenn aber Wissenschaft ein methodisches Wissen ist. das sielt dadurch vor anderem Wissen und Meinen unterscheidet, dass es sieh bemüht, alle nicht durch die Logik gegebenen Postulate als Voraussetzungen abzulehnen, so ist das hei U rq u 11 a r t ebenso wenig der Fall, wie bei sei״»*« so grimmig scharf bekämpften Gegnern, den modernen Bibelkritikern Graff- Wellliausenscheii Dogmas. Denn das was Urquhart zu erweisen