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Jüdische Rundschau · 1904-01-01 · Heft 1 (1.1.1904) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
IX (1904)
Issue
Heft 1 (1.1.1904)
Date
1904-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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JÜDISCHE RUNDSCHAU Suite 7 No. I Wir aber denken an die Befreiung, freilich eine andere Befre.ung, eine Selbstbefreiung. Wir sehen und zeigen einen Rettungsweg, für sie, für uns, für unser ganzes Volk. ״Denn nicht unsere Brüder allein erretten wir aus dem Hause der Knechtschaff, sondern auch uns retten wir mit ihnen.“ ״Und wer sich selbst ans der Gesamtheit aitsschlicsst, leugnet die Orundwahrheit des Judentums.“ ©***<58* 5 ***** *****־ *** i©* »8**8*888 * 81 * > I Aus der Bewegung.? ©****88© 58*8** 8*8־* f **8*188*8 * © *88 *88*88 * Die Mitglieder der Berliner Zionistischen Vereinlgung werden darauf aufmerksam gemacht, dass die Einziehung der Mitgliederbciträge für das I. Quartal 1904 jetzt stattfindet, und hiermit höfliehst ersucht, den Betrag für die ekikassierenden Boten bereit zu legen, damit t!.,nötige Incassospesen vermieden werden. Der Vorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Die Inhaber von ScheRelhlocs in Berlin werden dringend ersucht, die Einziehung der Schekel zti beschleunigen und die eingegangenen Betrage nebs: Bericht umgehend an Herrn J. H. Wagner. Berlin N. 37, Prenzlauer Allee 9. einzusenden. Der Vorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Die Mitglieder der Berliner Zionistischen Vereinigung haben ebenfalls den Schekel zu entrichten, da er im Mitgliederbeitrag nicht enthalten ist. Berlin. Unsere Makkabäerieier findet am Sonnabend, dem 2. Januar 190-1, abends S- Uhr, in den Festräumen des Zoologischen Gartens. statt. Eintrittskarten zum Preise von 1,50 Mk. pro Person (für Mitgiieder der Berliner Zionistischen Vereinigung 1 MkO sind durch die Expedition der ״Jüdischen Rundschau“ zu beziehen, sowie abends an der Kasse zu haben. Die Festansprache hat Herr Dr. Klee übernommen; für den musikalisch-deklamatorischen Teil haben hervorragende bewährte Kräfte ihre Mitwirkung freundlichst zugesagt!Mitteilungen des Zionistischen Distriktsbureaus Mannheim. Am Sonntag, dem 3. Januar 1904, nachmittags 2 U־hr, findet in Mannheim, in der August Lamey-Loge C. 4. 12, eine Sitzung der Vorstände sämtlicher badischer Ortsgruppen statt. Tagesordnung: Die Gebetbuchreiorm in Baden. Wir ersuchen die Vorstandsmitglieder der badischen Gruppen, möglichst zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Am Sonntag, dem 3. Januar 1904, nachmittags **4 Uhr, findet in M a n n h e i m in der August Lamey-Loge C. 4. 12 die Plenar-Sitzung des Distriktsbureau statt. Jede Gruppe des Bezirks ist berechtigt, einen Delegierten zu dieser Sitzung zu entsenden. Schriftliehe Anträge sind bis längstens Donnerstag, dem 31. Dezember 1903, an den Vorsitzenden des Distriktsbureau, Herrn Dr. Moses, Mannheim, Jungbuschstrasse 4, einzusenden. Tagesordnung: 1. Festsetzung der Beitragsleistungen der Gruppen an fias Bureau; 2. Propaganda; 3. Innenarbelt. Distriktsbureau Berlin: Herr Dr. Adolf Friedmann spricht am 6. Januar in Hannover, am 7. In Hamburg und am 9. Januar in Lübeck. Berlin. Es war am Sonntag, dc!r. 2n. Dezember, als Kinde! in hellen Scharen nach dem Hotel ״König von Portugal“, Burg- Strasse, zo^en. Dem Uneingeweihten wurde auf sei na Frage der Bescheid: ״Die Jüdisch-nationale Frauen Vereinigung feiert ihr K'.ndcr-Makkabäcrfest.“ Welch ein Leben und Treiben entwickelte sich gegen 3 Uhr nachmittags in dem crossen Saale des Hotels! Das kribbelte und krabbelte. Jauchzte und barmte! Galt cs doch, nicht weniger als 265 Kindern eine Chanukahfreude zu bereiten. Gegen 3'-i Uhr begann die Feier, die durch Frau Lina Y" gner-Tauber mit einer kurzen Ansprache cingekitet ז *de. in welcher sie die Kinder auffordertc.. c־.n kräftiges Iicdäd aut das Judentum auszubringen. Nach der An- Sprache wurde ״Do׳•: wo die Zeder‘* gesungen. Nach dem die Chanukahlichte augezfmdet waren und schmetternd בעוז צ־ר *J ich erlauf 1e woh 1. dass jeder äg IKi J1 h r.ge in der!:rinne- 11 ח: ■2r7.tr: irische: -de Smnien IKCit, und - -- \vc: 1:1 Ich reckt ossen sich niip.dei »teils so ge- י•(.. ie i GISC1' 1-;1a:i<>!• ule Frauengesungen wurde, ergriii Frl. Margarethe Sachs das Wort zur Festrede. In kurzen Zügen schilderte sie die Geschichte von Chanttah und ihren sieben Söhnen und von den herrlichen Siegen der Makkabäer. Mit einem Appell an C.t Kinder, solche Makkabäer zu werden, uni — wenn cs sein ntussv seihst das Leben für das Judentum freudig hinzugehen, schloss sie ihre Rede. Aufmerksam iolgten die Kleinen dem Vortrage, obgleich Ch׳.»ko!ade und Kuchen, reichlich gespendet, kc're geringe Anziehungskraft ausiibtem --- Nun ging ec an eia Deklamieren und Vortragen. Ein unbeschreiblicher Jubel brach aber aus. als den Kindern verkündet \u!rde, dass getanzt werden sollte. Mit eitler Polonaise wurde negornen. Gleich einer- Riesenschlange zogen die ..Pärchen" durch den SapL una giück'ich leuchteten die Augen der K;einem als jedem Kinde ״in hübsches Geschenk überreicht wurde. Nach der Polonaise wurden Rundtänze ge tanzt, <reisspt eie veranstaltet und Süssigke.ten. wie Pfefferkuchen und Bonbons herumgcre cht. Gegen 7 Uhr ebbte der ..Rummel“ ab. in der Anwesenden den!ttirsc:!cn 1 ning bewahren wird. Es waren harmloser, unbegrenzter Frchl unterrichtet bin — haben die freut, wie die Kleinen! Möge di _ Vereinigung“ noch oft solche herrlichen Feste feiern! Königsberg L Pr. Die hiesige Ortsgruppe hielt am 23. d. Mts. ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Nachdem der Vorsitzende des auf Norden verübten Anschlags gedacht und als Ablösung für das geplante Gliickwunschtelegram:n eine Sammlung zu 0״.׳,c*en des Nationalfonds ar.geregt hatte, wurde der Jahresbericht erstattet, welcher ergab, was wir längst schon wussten, dass die Bewegung hier nicht nur an Freunden, sondern auch an Anhängern gewonnen hat. Die Zahl der organisierten Zionisten beträgt 135, die der Schekelzahler 203 (gegenüber 76 öezw. 100 im Vorjahre). An den Nationaifond wurden 1339,70 Mk., an die Nationalb.'biiothek 57 Mk. abgeführt. Agitationsvorträge hielten Zlocisti (Kulturarbeit und Kulturhoffr.ung im Zionismus), Rosenberg (Kischinew) Hoppe (Kongressbericht) und Klee (Unsere Bewegung. Rückblick und Ausblick). Im Vereinskreise sprachen Hoppe (Ueber Körperpflege) und Siew (Altneuland, die Bedeutung des Schekels. Der Ghettodichter ZangwiH). Dazu kommen die Festrede von Woliisohn-Köin und Jacobi bei der vorjährigen und der letzten Makkabäerieier und endlich ein Rezitationsabend. Der neugewählte Vorstand besteht aus een Herren Dr. Hoppe. Dr. Jacobi, Samburski. Towbin und W o 11 f s 0 h n. A• Ortsgruppe Beuthen: Makkabäer,'•?$1 (erstes) ^״ntag. 20. 12. Ausverkatu'tes Haus ca. 7G) Personen anwesend. Glänzender Verlauf. Chorgesang aus Judas Makkabüus, dem Orttorium von Haendel. sowie aus Mewuis ״Joseph in Egypten“, wechselnd mit musikalischen Solovorträgen. Rezitationen, hervorragender Kräfte. Gehaltvolle Festrede Dr. W e r n e r, Chefredakteur der ״Welt“ aus Wien. — Beitritt von 21 neuen Mitgliedern zur Ortsgruppe. — Nationalfond grössere Ueberweisung. — Wird demnächst bekannt gegeben. Kassel. Sonntag, den 20. Dezember, fand in den Riebelingsehen Sälen eine von 250 Personen besuchte Chanukahfeier der Zionistischen Vereinigung statt. Dr. med. Edelstein aus Bonn hielt u’ie Festrede, die ebenso wie die nachfolgenden musikalischen und deklamatorischen Aufführungen mit grossem. Beifall autgeuotrtmeu wurde. Mit einem Tanzkränzchen wurde das Fest beschlossen. Die Sammlung für den Nationaifond ergab 125 Mk.; 30 neue Schekelzahler wurden gewonnen. Mainz. Am 20. Dezember veranstaltete unsere Ortsgruppe eine Makkabäerieier, die sich zahlreichen Besuches erfreute. Die Festleitung lag in den Händen des Herrn Sigmund Lazarus, der für ein abwechslungsreiches Programm Sorge getragen hatte. Dr. Schauer hielt die Festrede und Ingenieur Max Pohl eint Ansprache. 5 neue Mitglieder traten unserer Ortsgruppe bei. Arn 22. November hatten wir in dem benach-

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