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Jüdische Rundschau · 1903-12-25 · Heft 52 (25.12.1903) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 52 (25.12.1903)
Date
1903-12-25
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 564 No. 52 JÜDISCHE RUNDSCHAU. Oeneral Meeting 0f the 17 th August, 1899, and ordered 10 be ־ communicated as an instruction to the Board of Dircctors: j Icstcad nf: ״To promotc, develop, work and carry j on Industries, undertakings and colonization schemes in j Palestinc, Syria, and in any other part of the world.“ j It shall reard: .,TO PROMOTE, DEVELOP, WORK.! AND CARRY ON COLONIZATION SCHEMES IN THE י EAST, BY PREFERENCE IN PALESTINE AND SYRIA; FURTHER TO PROMOTE DEVELOP, WORK AND CARRY ON INDUSTRIES AND UNDERTAKINGS IN PALESTINE, SYRIA OR IN ANY OTHER PART OF THE WORLD, etc.“ Kommentare sind wohl überflüssig. L i b a u. Dr. N. K a t z e 11 e 1 s o h n Direktor der Jüdischen Kolonialbank. (The Jcwish Colonial-Trust.) 2c—-0ף Aus der Bewegung. I Die Mitglieder der Berliner Zionistischen Vereinigung werden darauf aufmerksam gemacht, dass die Einziehung der Mitglicdcrbeiträge für das I. Quartal! 190*1 in der zweiten Hälfte des Dezember stattfindet, und! hiermit höfiiclist ersucht, den Betrag für die ein- ’ kassierenden Boten bereit zu legen, damit unnötige j Incassospcscn vermieden werden. Der Vorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Die Inhaber von Schekelblocs in Berlin werden höilichst ersucht, die Einziehung der Schekel zu beschleunigen und die eingegangenen Beträge nebst Berieht spätestens bis zum 30. Dezember an Herrn J. H. Wagner, Berlin N. 37. Prenzlauer Allee 9, einzusenden. Der Vorstand der Berliner Zionistischen Vereinigung. Die Mitglieder der Berliner Zionistischen Ver- ) einigung haben ebenfalls den ,Schekel zu entrichten, da derselbe im Betrag nicht enthalten ist. Die Schriftführer der Ortsgruppen werden höfiiclist gebeten, die Berichte über die Makkabäerfeiern so kurz als möglich abfassen zu wollen.; Es wird gebeten, alles, was nicht unbedingt gedruckt j werden muss, freundlichst daraus fortzulassen. Muster; Bericht ״Frankfurtam Main“ in voriger Nummer. Mit Zionsgruss Die Redaktion. Berlin. Seitens der Zionistischen Partei wird jetzt ein neues offizielles Blatt geschaffen. Es ist als ein neuer ganz bedeutender Fortschritt zu betrachten, dass von Januar 1904 an eine besondere Palästinazeitschrift der Partei erscheinen wird. Die neue Monatsschrift führt den Titel ״Altneuland“, Zeitschrift für die wirtschaftliche Er• Schließung Palästinas, Organ der zionistischen Kommission zur Erforschung Palästinas. Herausgegeben von F. Oppen* heimer, S. Soskin und O. War bürg, und bezweckt, wie der Untertitel besagt, die wirtschaftliche Erschließung Palästinas, vornehmlich als Gebiet für jüdische Kolonisation. Die einschlägigen Fragen sollen in sachlicher, wissenschaftlicher Weise, aber möglichst verständlicher Form be* handelt werden. Nach einem mit dem Herausgeber der Zeitschrift ״Palästina“ getroffenen Abkommen wird jene Zeitschrift mit Schluss dieses Jahres aufhören, indem ihre Abo/7/7enten alsdann die Zeitschrift ״Altneuland“ erhalten Um das Interesse weiter zionistischer Kreise befriedigen zu können, wurde ein massiger Preis für die neue Zeitschrift angesetzt. Jedenfalls ist es bedeutsam, dass die Parteileitung seit dem sechsten Zionistenkongress weit mehr als früher sich mit positiver Arbeit für Palästina befaßt. Es bedarf keines Hinweises, dass auch das Erscheinen von ״Altneuland“ hierhin gehört. Ein besonderer Vorzug der neuen Zeitschrift ist, dass unsere hervorragendsten Fachmänner die Redaktion leiten. Königsberg I. Pr. Die Makkabäerfeier der Königsberger Zionistischen Vereinigung am Abend des 13. Dezember, hatte eine ausserordentlich grosse Menge von Festteilnehmern — es mögen wohl an 700 Personen gewesen sein — in der Bürgerresource vereinigt. Der grosse Saal, in dem die Aufführungen stattfanden, war so dicht besetzt, dass buchstäblich kein Apfel zur Erde fallen konnte. Nach einer kurzen Bcgrüssung durch den Vorsitzenden begann das reichhaltige Programm, dessen Abwickelung riit 2 Pausen von ie 20 Minuten, mehr als 4 Stuuden in Anspruch nahm, mit dem Anziinden der Clianukkah* lichter und der stimmungsvolle!. Deklamation ״Die Ciianukahlichter“ von Morris Rosenfeld. Die Festrede hielt Rechtsanwalt Dr. Jacob i, welche einen kurzen Überblick über die ge- Schichthöhen Ereignisse der Makknbüerzeit in längeren Ausiiihrimgen gab, unsere Zeit mit jener Zeit, Herzl mit Juda Makkabi, verglich, und mit einem warmen Appell an die Juden schloss, mitzuwirken an der Befreiung des jüdischen Volkes. Der mit grossem Beifall aufgenonime.ien Rede folgten im bunten Wechsel Lieder und Vorträge. Ein Tanz beschloss das wohlgelungene Fest. Auch der materielle Erfolg war ein hachbcfriedigender. Das Buffet, weiches von Damen des Vereins zum Besten des Nationalfonds gestellt und bedient wurde, ergab einen Reinertrag von ca. 350 Mark für den N'atioimltonc't während aus besonderen Veranstaltungen (Verkaufsbuden. Lotterie etc.) ein ungefähr gleicher Reingewinn für den Verein geblieben ist. Ausserdem traten dem Verein 12 neue Mitglieder bei. Lübeck. Am letzten Sonntag veranstaltete die hiesige Ortsgruppe eine Makkabäerfeier, die vo!. mehr als IGO Pe: soneu besucht war. Eingcleitct wurde die Feier durch eine Rede des Lehrers J. Stiebei. Im Laufe des Abends brachte Dr. med. E. Adler ein von allen Anwesenden begeistert angenommenes Hoch auf Herzl aus. Die Ortsgruppe kann aut den Verlaui des Festes mit grosser Genugtuung zurückblicken. Mit Beginn des Winters hat die hiesige Ortsgruppe einen hebräischen Sprachkursus, an dem imgeiähr 20 Personen. Damen und Herren, teilnahmen, eingerichtet. Die ־Leitune liegt :.1 den bewährten Händen unseres Dr. med. E. Adler. Der Unterricht wird in Anlehnung an die Berlitz-Mcchode erteilt und hat so in kurzer Zeit schon sehr erfreuliche Resultate gezeitigt. Leipzig. Am 12. d. M., beging die Leipziger Zionistische Ortsgruppe ihre diesjährige Makkabäerfeier iin grossen Festsaalc des Zentraltheaters, die trotz der vielen jetzt hier stattfindenden Festlichkeiten der Jüdischen Vereine sehr gut besucht war. ’ Die Festrede hielt Rabb. Dr. N 0 b c 1. Nach verschiedenen musikalischen und gesanglichen Darbietungen namhafter Künstler und Künstlerinnen, vereinigte ein lebhaiter Tan? die junge Welt bis in die frühen Morgenstunden. Lebhafter Verkauf von jüdischen Ansichtspostkarten, die von der Zionistischen Saalpost nur frankiert mit Nationalfoudmarken befördert wurden. Würzburg. Die Würzburger Zionistische Vereinigung hatte am 7. ds. einen Agitationsabend abgehalten und zu diesem Behüte Dr. Rud. Schauer aus Mainz eingeladen. Vor einem zahlreichen und intelligenten Publikum zog nun Dr. Schauer ״Die Bilanz des Zionismus". In cinstündiger Rede bot er ein fesselndes Bild der ganzen Entwickelung des Zionismus bis zum letzten Kongresse in Basel; er übergoss mit beizender Lauge das Verhalten der Gegner und der pp. Presse und fesselte das Publikum durch seine feinen Apercus so, dass es bis zum Schlüsse mit grösster Spannung den Ausführungen des Redners folgte und ihm reichen Beifall spendete. An der darauf folgenden Debatte beteiligten sich Dr. B r a u!1 s ch \y c i g e r, Präceptor Oppenheimer und cand. jur. Uhler. Von den Gegnern, die sonst den Mund voll zu nehmen pflegten, waren nur wenige erschienen. Unter diesen wenigen ergriff Dr. T a c!1 a u c r das Wort und erklärte, dass er kein Gegner des Zionismus mehr wäre (Dr. T. war sonst einer der heiligsten), allein er könne, er und seine Anhänger, nur dann dem Zionismus beitreten, wenn die Führung den Orthodoxen übergeben werden würde. Er erhielt zur Antwort, dass die Führer je- 0״ ~ß■ ■ 1t■ •\t »*•»«%, UHUMBMgMi

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