Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 45 (6.11.1903)
- Date
- 1903-11-06
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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*׳* *''׳יז«<״מי,י4^1'>.־י .־siy>wV״ ־ ״ >Ä׳*־v'״«' No. 45. JÜDISCHE RUNDSCHAU. Seite 479. komrtee eo ipso teilnahme- und stimmberechtigt ist, ebenso ist der Wunsch ausgesprochen worden, dass die Vorsitzenden der Distriksburcaus dem Zentralkomitee angehören sollen. Die Einteilung der Distrikte ist eine der Obliegenheiten des Zentralkomitees. Es ist heute hier ein Wunsch auf Ein- Setzung eines neuen Distriktsbureaus geäussert und lebhait diskutiert worden. Es lässt sich nicht leugnen, dass die allzugrosse Ausdehnung eines Distrikts die Leitung der Zionistischen Propaganda erschwert. Wir in Mannheim habe:! aus diesen Gründen schon vor Jahresfrist die Abtrennung des von uns entfernt liegenden Königsreichs Bayerns r. d. Rii. von unserem Bureau beantragt. Das Zentralkomitee hat diesen Antrag abgelehnt, f.1 der richtigen Erwägung, dass zuerst das Einlcben der neuen Organisation abgewartet werden solle. Man wollte zuerst praktische Erfahrungen sammeln — und diese haben nun in der Tat gelehrt, dass die Errichtung neuer Bureaus mit grosser Vorsicht betrieben werden muss; cs gehören zu einer Distriktszentrale Kräfte, die nicht ohne weiteres überall vorbanden sind. Das Zentralkomitee wird sich bemühen, nach Prüfung aller lokalen Verhältnisse jeweiligen Wünschen nach Ncucinteilungcn gerecht zu werden. Ich halie noch eine kleine formelle Acnderung zu § 16- 19 des Statuts zu beantragen, die etwas ungenau sind. Nachdem cs möglich ist, dass mehrere Vereine zu einer Ortsgruppe gehören kühnen und einer dieser Vereine dc;1 Namen Ortsgruppe tragen kann, so wird cs zweckmässig sein, gegenüber der letzteren engeren Ortsgruppe, die weitere Ortsgruppe, d. i. die Zusammenfassung aller zionistischen Vereine am Orte als eine Wahlgruppe zu bezeichnen, die unter Leitung des Vorstandes der bestehenden Ortsgruppe oder des ältesten Vereins stellt. Wir kommen mm noch zu einen: wichtigen Teile der Organisation. welcher nicht in Statuk.-.paragraphen gefasst ist. zur Organisation der Propaganda. Diese Organisation bat sieh zu erstrecken auf 1. diejenigen, welche gewillt sind. Propv ganda-Vorträge zu halten und 2. auf die Gruppen, welche solche Vorträge arrangieren. Für die letzteren, die Vereine und Gruppe-1 ist die natürlichste Organisation in den Distriktsburcaus gegeben, welche imstande sind. Vortragstournöen einzurichten, mit Nachbardistrikten zusammenzutreten etc. Es ist unbedingt geboten, dass jeder Redner bei oder noch besser vor Zusage eines Vortrages einer Ortsgruppe gegenüber das zuständige Distriktsburcau benachrichtigt, da ev. noch andere Vorträge im Distrikte angeschlossen werden können. Die Organisation 1 der Vortragenden scheint nach der heutigen Tagesordnung, welche als eigenen Punkt die Aufstellung von Rednerlisten enthält, beabsichtigt zu sein. Die Einsicht in die Notwendigkeit einer derartigen Organisation lag meinem Aus dem in voriger Nummer besprochenen Jiidisehen Volkskalender geben wir heute beliebig herausgerissene Stücke aus einem eigenartigen Stück poetischen Philosopliiorcns, von den! wir wünschen und wissen, dass diese Stücke zum Lesen des Ganzen veranlassen werden. Schaddai. Worte Elizurs, des Juden, als zu seinen Eiissen die Erde sank und seinem Haupte die Himmel sich neigten, ihn ergriff Schaddai mit mächtiger Hand und riss ihn aus der Menschen Getümmel. 1. Was geschieht, geschieht notwendig, und im Uranfang schon lag es im Schosse der Zeit. Urgrund ist Schaddai und eherne Bestimmung. In allem ist Schaddai und über allem ist Schaddai, und das Universum ist nur seiner Kraft ein Teil. 2. . Auf Leichenschädeln und Toteugebein der Milliarden Gewesener schreitet der Genius der Zukunft den steilen Bergweg, zu begriissen das heilige Feuer, das den Gipfel umloht. s. Zt. veröffentlichten Plane der zionistischen Akademikerve-r- . emigtmg zu gründe, den ich leider wegen einer Reihe von Schwierigkeiten nicht ausführen konnte. Eine Zusammenfassung derjenigen Zionisten in Deutschland, welche propagandistisch, littcrarisch und wissenschaftlich für die Bewegung arbeiten wollen, wird, wreil notwendig, früher oder später kommen. Für heute erscheint jedenfalls die Aufstellung einer Rednerliste als dringendes Postulat der Organisation, einer Liste, die wir. dann auch an andere Vereinigungen, welche oft zionistische Vorträge wünschen, an B. B. Logen, Littcraturvcremc u. s. f.; w׳eiter geben wollen. Zur Propaganda wird cs weiter nützlich sein, w׳enn wir eine Zusammenstellung unserer Organisationen und Vereine in Deutschland anfertigen und sie dem D. J. G. B. für sein Statistisches Jahrbuch zur Verfügung stellen. Bei dieser Gelegenheit empfehle ich den Ortsgruppen. Bureaus etc. dringend, ihre Vereine in die lokalen Adressbücher und Vereinskalender aufnehmen zu lassen. Dann möge jede Gruppe einen lokalen Pressausschuss cinsetzen. der Fiihhmg mit der Tagcsprcssc sucht u-1d unterhält. Hiermit sind wir zum Kapitel ,.Presse“ gelangt, das später in eigener Debatte behandelt werden wird. Zur Propaganda für die nächste Zeit sind foigende Anträge heute gestellt worden, die ich litrer eifrigen Beratung empfehle: Allgemeine Anträge und Resolutionen zur Agitation. J. Die Lokalvcreino. Ortsgruppen und Distriktsburcaus werden autgeiorderi. die Heranziehung der Schekelzahler, die nicht Mitglieder der Landesorganisatiou sind, zu letzterer mit Jiöer i!err.;'zuziehen. 2. Das Zentralkomitee wird beauiiragt, eine Rednerliste aufzustellen und dieselbe den Distriktsburcaus. sowie anderen jüdischen Verbänden und Vereinen, wie I.itteraturvereinen und Bne-Brith-Logen zuzustellen. 3. Das Zentralkomitee, die Distriktsburcaus, Gruppen mul Vereine sollen ihre Eintragung in die lokalen Adressbücher. Vereinsverzeichnisse ctc. bewirken. ‘ Jede: Ortsgruppe scjM einen lokalen Pressausschuss cinsetzen, der mit der lokale;! Presse behufs Versorgung mit jüdischen und ziomstisehen Mitteilungen in Verbindung treten soll. 4. Jeder zionistische Redner soll gell31 teil sein, wenn er in einer auswärtigen Gruppe einen Vortrag zu halten beabsichtigt, rechtzeitig das zuständige Distriktsbureau davon zu verständigen. 5. Es soll eine Kommission eingesetzt werden, welche ״ein Arbeitsprogramm für die Gruppen, insbesondere für die kleineren, ausarbeitet.. Herr Julius Simon-Mannhein» wird mit der Leitung dieser Kommission betraut, der noch angehören 3. Werdet nicht irre ob ihrer Wahrheit, Feiertag zu gebieten dem Körper, Tatenlosigkeit der Seele. Freut euch, freut euch, dass über euch hinw־egschreite11 wird, hinwegschreiten muss der Genius. 7. ’ ■ Wie seid ihr kalt geworden, meine Brüder, und wie seid ihr krank und schwach! Trinket Leben an der Wurzel der Ceder, tretet das Erdreich mit festem Tritte und fühlt Natur durcli eure Adern rinnen. 8. Wie seid ihr tot! Siehe, ich giesse aus Wasser des Lebens über einen Leichenacker. Eure Gebeine umhülle warmes Fleisch, aus den erloschenen Augensterilen flamme das Feuer der Vorzeit. Gellt hin und prüfet die Stärke eurer Muskeln! 14. Habet den Willen zum Sein, dann seid ihr ewig. Existiert, der Welt zum Trotz, die' mit Entsetzen sieht die Fruchtbarkeit eurer Rasse. Söhne zeuget und Töchter! *י#י׳»r•*jייי*־, >»,■«*>*