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Jüdische Rundschau · 1903-08-21 · Heft 34 (21.8.1903) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 34 (21.8.1903)
Date
1903-08-21
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 358. Jüdische Rundschau No. 34 Berlin. Während des Kongresses befindet sich die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“ in Basel. Alle für die Redaktion bestimmte Zu- Schriften, Postsendungen u. dgi. sind bis zum 31. August an die Redaktion der ״Jüdischen Rundschau“, Basel Filiale Stadtkasino zu richten Berlin. Unsern dringenden Appell an unsere deutsehen Gesinnungsgenossen, die ״ZionistischeVereinigung für Deutschland“ ins Goldne Buch des Nationalfonds eintragen zu lassen, wiederholen wir. Jeder deutsche Zionist sollte sich für verpflichtet halten, durch seinen Beitrag die Summe möglichst hoch erscheinen zu lassen, und kein einziger sollte sich davon ausschliessen, auf diese Art den Beitrag abzulösen, den er eigentlich für die Fahrt des von ihm gewählten Delegierten zu zahlen hätte. Nach dein Organisationsstatut des Kongresses wären nämlich die Schckelzaliler verpflichtet, ihren Delegierten die Reisekosten zum Kongress zu bezahlen. In Deutschland geschieht das nicht. Ob das richtig ist, bleibe hier unerörtert. Jedenfalls sparen die Schekelzahler hierdurch, wenn man im Durchschnitt auch nur 100 M. fiir die Kosten jedes Delegierten ansetzen wollte, in Deutschland allein rund 5000 Mark. Wir haben nun den Vorschlag gemacht, dass anstelle dessen zu Ehren des Krogresses jeder Schekel- Zahler mindestens eine Mark und jede Ortsgruppe eine entsprechende Summe für den Natiouaifond spende und dass wir daiür die ״Zionistische Vereinigung für Deutschland“ in das ״Goldene Buch des Nationalfonds“ eiutragen lassen. Man mag sonst gegen den piutokratischcn Charakter des Goldenen Buches seine Einwendungen machen, aber gegen die Eintragung der Vereine und Gruppen kann wohl niemand etwas Vorbringen. Wenn jeder der 5700 Schckelzaliler dies tut und die Ortsgruppen mit gutem Beispiel vorangehen, so werden wir in den Kongresstagen in der Rundschau mindestens 6000 M. auszuweisen haben. Die erste kleine Rate ist bereits in dieser Nummer quittiert. — Und noch eins. Während des Kongresses laufen tausende von B e g r ü s s tt n g s t c 1 e g r a ni m e n aus allen Ländern der bewohnten Erde ein und können kaum j auch nur ganz roh gesichtet werdeti. Zur Kenntnis I des Kongresses kommen sie nicht. Wir I der Erschliessung der niesopotamlschen Gebiete durch die ßagdfidbahn einige Striche Nordsyricus, speziell aber das Land rings um Aleppo, fiir einen intensiven Baumwollbau in Angriff genommen werden können. Die namhaftesten Kenner des La׳!* des bezeugen die Eignung dieser Gebiete für den Baumwollbau: als Hauptstapelplatz käme Aleppo, ats Ausfuhrhäfen Ab.xaudrettc. Antäkija und LAdikija in Betracht. Das erste, was geschellen müsste, wäre auch hier die Anlegung einer Versuchs* Station. Sosklns Ausführungen sind in doppelter Hinsicht für uns wichtig. Zunächst dürfen wir nie vergessen, dass alles, was In Syrien vorgeht, wegen seines direkten und Indirekten Ein* flusscs auf Palästina aufmerksam zu verfolgen ist. Dann aber ist vor allem zu bedctikeu, dass gerade die Frage des Baumwotlbaues auch für Palästina selbst aktuell ist. Fache der palästinensischen Kolonisation muss es sein, dafür zu sorgen, dass die Erfahrungen der angrenzenden, Länder, wie für den Seidenbau und Tabakbau, so auch für den Baumwollenbau ausgenutzt werden. Zweifellos hat die Kultur der Baumwolle in Palästina, speziell Im Ghör, eine Zukunft. Wenn wir Soskin richtig verstehen, so wäre es eine der Aufgaben der landwirlschädlichen Versuchsstation ln Palästina, auch dem Studium dieser Frage näherzutreten. Der Vorschlag Sosklns dürfte auf dem bevorstehenden Kongress zur Sprache kommen. Seine Wichtigkeit verlangt eine ernstliche Erwägung. ca. richten an unsere Freunde die dringende Bitte, diese Telegramme gleichfalls durch entsprechende Spenden für den Nationalfond abzulöscu, und wir werden auch diese zweckentsprechend in der Rundschau ausweisen. Alle Gaben für den Nationalfond bitten wir wiederholt nur an die Expedition der Jüdischen Rundschau, Berlin N, 54, Auguststr. 49a, senden zu wollen. Köln. Es wird bekanntgegeben, dass Herr Dr. Bernhard Kohn in München sein Amt als Vertrauensmann im Einverständnis mit dem Zentralkomitee niedergelegt hat. Königsberg 1. Pr. Unsere Gruppe wurde 189S begründet, zählte 19ÖJ: 66, 1902 : 98 und z. Zt. 150 Schckclzahlcr, von denen 90 Mitglieder der Königsberger Zionistischen Vcreinigütig sind. Die ״Jüdische Rundschau“ wird in ca. 30 Exemplaren die ״Welt“ in ca. 20 Exemplaren gehalten. Im April 1903 wurde ein Sharcklub gegründet. Aktien wurden 48 verkauit. Für den Natiouaifond wurden 1036 Mk. gesnmmclt. Wir haben einen jüdischen Gesangverein begründet und einen Verein .,S a i a h b e r 1111 r a h“, in dem hebräischer Unterricht an Erwachsene erteilt wird. Vorträge hielten: cand. Sicw, a) I)r. Ri'ilf als Nationaljude, b) Altuculand, Dr. W ic r n i k o \v s k i: Jchuda Leib Gordon. Dr. Hurwit/- Groduo: Die Bedeutung des Zionismus für die osteuropäischen! .luden; Dr. Groncniann: Der Zionismus und die deutschen Juden; Dr. Zlocisti: Kulturarbeit und KuHurhoffuung im Zionismus; Dr. Hoppe: Die körperliche Pflege der Juden“; Egon Rosen borg : Kischinew, ein Mahnruf; ferner wurden Chanukah und Purim festlich begangen. Eine Kommission zur Begründung eines jüdischen Turnvereins wurde cing.- setzt. S. Dqnzig. Dio Ortsgruppe ist in diesem Jahre auf 80 M:tglieder (gegen 20 in! Vorjahre) gestiegen. Für den Natioiialfond haben wir ca. 100 M. aufgebracht. In einer öffentlichen Ver- Sammlung sprach Dr. Gronemann-Hammver. Ausserdem haben wir 10 Diskusslonsabcndc und 1 SchekelaRnd abgchaltcn. W. Grandcuz. In die hiesige Gemeinde hat der Zionismus auch Eingang gefunden, cs wäre wünschenswert, dass im Winter hier ein Agitationsabend stattfindet, der über unsere Beweguug aufklärt. M. Breslau. Mitglieder 1901 197, 1902 61. 19113 200. Dem j Nationalfomi wurden!läufig Summen überwiesen, der Share- | klul) bedarf der Reorganisation, cs fanden 7 grössere und II I kleinere Versammlungen statt. Jung-Jndn. Zeitschrift für unsere Jugend. Prag. Stefansgasse 630, II. Stock. Fiir Deutschland jährlich 4 Mark. Die vortreffliche .luecud/.eitui'g. die in engem Rahmen auch in geeigneter Weise für die Neubelehnng der hebräischen Soraclie im Mund*• unserer Jugend arbc'tct, vollendet zum kommenden ׳whT? ihren dritten Jahrgang. W׳ir wünschen ihr zu diesem Jahreswechsel viel neue Freunde und Abonneuteil. Der Inhalt der soeben uns zugegangenen No. 24 ist folgender: Die heilige Sprache von Heinrich G r ii u a u. S c 111 o m c. Nach dem Rusischen. Von S. S. T. * Am Grenzbalmhofe. ■ Der Herr Jemand. Eine Kindergeschichte von H. Klauber. Rüsehi. Von R. R v c 1111 o w s k v - Podersam. ־ Krönprinz uml Rabbi. Von William Tuch. - : Biblischer Zitatenschätz. - Verschiedenes. — Rätsel. — Zum Übersetzen. — Briefkasten. ־ Jung-Judas Planderccke. Neuerschienene Bücher. Einleitung in das Alte Testament. Zum Studium u. Unterricht in d. Bibelkunde. Für Seminaristen. Lehrer u. Lehrcriimen. Nach d. neuen LehroUiuen bearb. von 0׳. Harnisch, Sem. Dir. Breslau: C. Diilier 1903. (VIII. 239 S.) 8״ (F.) Harnisch: Bibel knndri. T. 1. Notes 011 the Hehrew Text of thn Books of Kiues, with an introd. and appendix. Bv the Rev. C(hartes־) F(ox) Burn ey. Iccturer. Oxford. Oxford: Clarendon Pr. 1903. (XLViil. 384 S.) 8״ L. S.: Religiöse Ethik des Alten und des Neuen Testaments. Eine Gegenüberstellung. Berlin: Concordia, Deutsche Verlagsanstalt 1903. (16 S.) 8°

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