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Jüdische Rundschau · 1903-08-01 · Heft 31 (1.8.1903) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 31 (1.8.1903)
Date
1903-08-01
Page
– (sequence 11)
Language
German
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.0 No. 31. —־—״־׳״ז.* f •׳׳ Jüdische Rundschau Seite 321. lung ״die Führer der zionistischen Bewegung und die dem- י , pclieit Zionisten in gehässiger Weise augriff“. 3. Es ist nicht wahr, dass ich vi!1 die Versammlung mit der Absicht gegangen hin. gehässige Anwürte gegen die Zionisten zu machen.“ 4. Es ist nicht wahr, dass ich ״das Lied meiner Brotherren getreu singe" und das Organ irgend einer Person oder Korporation bin. Wahr ist. dass ich niemals etwas schrieb oder sagte. ' was sich nicht mit meiner inneren Ueberzeugung deckte. ׳ 5► Es ist nicht wahr, dass ich jemals das Vereinsblatt der ״VereinigurV badischer Israeliten" ״schnöde missbraucht“ habe, j 6, Es ist endlich nicht wahr, dass ich die Acusserung getan! habe, ich würde, ..mit persönlichen Angriffen“ gegen Herrn Dr. j Friedemann auitrctcii. 1 Cc-i ... Rundschau. Ct-; ן<י.,ן WiYrt'TTTTYYTTTYYTYYTTTTYTYYYTYTTYTYTTTKtt Unter dem Namen ״Arbeitende Jüdische Jugend“ erscheint j in Wien ein neues Blatt für die Interessen der jüdischen jugondj liehen Arbeiter, iiir dessen zionistische Richtung und Richtung! i m Zionismus es bezeichnend ist. dass Dr. Nathan B i r n - j bäum (Mathias Ache r) unter den ersten Spendern hir I den Prcssiond sich befindet. Das Blatt iiihrt sich mit folgender Auslassung ein: ..immer zahlreicher werden die Organisationen jüdischer jugendlicher Arbeiter und das Bedürfnis nach einem sie enger! vereinigenden Organe ist schon hingst 0.1 unabweisbares ge- \ worden. Aber nicht ohne Bangen treten wir au diese Aufgabe heran. Denn wahrlich! Keine geringe Verantwortung laden wir damit auf uns. Einem grossen und recht wertvollen Teile der Juöcnlicit gilt uJiser Rui» einem Teile, dessen Schicksal heciniiusscn zu dürfen, nur die grösste Gewissenhaftigkeit und einwandfreieste Aufrichtigkeit, das Recht geben. Unser Ru! ׳ gilt einem '!,eile der Judenhcit, der selbst noch kein ausgej bildetes Urteil und einen zuwenig geschärften Blick hat, um j gleich zu erkennen, wer ein wahrer Freund seiner Interessen . ist und wer durch selbstsüchtige Strebereien oder trügerische j Illusionen seine Kräfte missbrauchen will. An die arbeitende. Jugend wenden wir uns, die nicht Zeit und Gelegenheit hat, unter dem fördernden Schutze geldgesegneter Eltern im Leben zu erwerben. Wir nehmen also ן die Kraft und Hilfe derer in Anspruch, die selbst schwach und I hilfsbedürftig sind. Dass wir viel und Qrtßses verlangen, dessen sind wir uns wohl bewusst, und das Bewusstein dieser schweren Vcranwortlichkeit wird u*1s immer und bei allen Bestrebungen gegenwärtig sein. Vielleicht und wohl nur für manche bedarf cs noch einer besonderen Rechtfertigung, dass wir uns speziell an *die arheitende jüdische Jugend wenden. Zusehr hat man schon uns Juden mit eitlen Truggcbilden getäuscht. Man hat unser Mark und Blut verlangt und willig gaben w׳ir beides hin. Wie dankte man aber uns die Opfer? Ueberall müssen unsere Interessen ״zum Wohle der Gesamtheit“ zurücktreten, der Oesamtheit, von der die jüdische Minderheit immer ausgeschlossen wurde und noch weiter ausgeschlossen bleibt. Wir wollen endlich einen Hort schaffen, von dem aus unsere Wünsche und Bedürfnisse gerechte Berücksichtigung linden sollen. Freimutig und vor aller Öffentlichkeit wollen wir unsere Forderiingen erheben und nicht länger Gnadengabeii iiir rechtmässige Ansprüche himichmcn. Der jugendliche Arbeiter soll einen verlässlichen Wegweiser haben, der ihm־Rat und Mittel bieten wird in seinem drangvollen Ringen. Mit der Kran, die das Bewusstsein der gerechten Sache und der Wille aufrichtiger Forderung verleihen, werden wir unsere Rechte vertreten, rückhaltslos gegenüber jedem, durch keinerlei Rücksicht‘-• t beengt. Wir wollen dem jugendlichen Arbeiter die körperlich•:.1 und geistigen Mängel beheben helfen, die ihm eine einseitig geschaffene Gesellschaftsordnung geschlagen hat. In diesen Bestrebungen vertrauen wir nur au! unsere eigenen Kräfte, und weder heuchelnde Freunde noch spöttelnde Gegner werden uns von dem iiir richtig befundenen Wege abdrängen können. Nicht werden wir den Ta! unserer Ausführungen durch übelwollende Hetzer oder schlecht beratene Widersacher trüben lassen; nur mit Sachlichkeit und gebotener Schärte werde! wir unsere Rechte verfechten. Werden wir die Unterstützung — und dieser bedürfen wir dringend — aller derjenigen iindeiu deren Wohle wir dienen wollen, dann wird cs uns gewbs gelingen, der jüdischen Jugendliehen Arbeiterschaft ein wirksames Sprachrohr iiirer nur zu berechtigten Forderungen zu bieten. Drum, jüdische, jugendliche Arbeiter, helfet uns **od Omiit euch!“ Die neue Zeitschrift richtet sich besonders gegen die zersetzenden Bestrebungen des sozialdemokratisch;!! Internate•- naiisnnis. Verfall nicht widerstanden. Seitdem aber Beirut, das ן in den letzten 30 Jahren seine Einwohnerzahl vcriünfj facht hat. sich mehr und mehr zu lieben begann,!misste man ernstlich an den Bau geeigneter Kunststrassen denkett. So entstand am 1860 die neue Bergstrassc, die eine *französische Gesellschaft über, das Gebirge nach Damaskus baute. Sic ist bei einer Breite von durchsclinittlich sieben Metern 112 Kilometer lang, d. 11. etwa so lang wie die Eisenbahn, die von Potsdam nach Magdebürg führt. Die Herstellung kostete eine halbe Million Franken. Auf dieser Chaussee geht täglich 2mal von Beirut nach Damaskus und umgekehrt die Post, welche die ganze Strecke in 13 Stunden zurücklegt. Der Güterverkehr bewegt sich mit 1200 Maultieren, die der StrassengescDschaft gehören. Ausserdem ziehen enülose Karawanen die neue Strasse entlang, die freilich ein ziemlich hohes Chausseegeld zu entrichten haben. So vermag die Gesellschaft 16 Procent Dividende ihren Aktionären zu zahlen. Ausserdem ist dank den Bemühungen des Comte de Perthuis seit vier Jahren eine Eisenbahn entstanden, die der Compagnie ottomanc des chemins de fer ecouoiniques en Syric gehört. Schon im Sommer 1894 wurde die Linie von Damaskus nach El-Muzertb in! Dscholnn eröffnet. Die Eröffnung der Hauptlinie Hess dagegen nbcli , mehr als ein Jahr auf sich warten. Während die 101 km I lange Bahn nach El-M11zer!b eine schmalspurige Dampftratmvay Ist, wurde die Hauptbahn hei einer Spurweite von 105 cm nach dem gemischten System von R. Abt gebaut. Abt selbst hat die Probefahrten geleitet. Für den kombinierten Adhäsions- und Zalmradbetrieb hat die Lokemctiv- und Maschinenfabrik Winterthur ca. 32 km Zahnstange, sowie sämtliche mit drei gekuppelten Adhüsionsachsen versehenen Tenderlokomotiveu geliefert. Jede Maschine ist mit fünf verschiedenen Bretnsapparaten versehen, und erreicht, da sie bedeutende Vorräte an Wasser und Kohlen mit sich führen muss, ein Maximaldienstgewicht von 44000 Kilogramm. Dem Unterbau war die Bodenbeschaffenheit günstig, und cs war verhältnismässig leicht, iiir genügenden Wasserabfluss zu sorgen. Der Oberbau besteht durchwegs aus Eisen. Die Schienen aus Flussstahl wiegen bei einer Länge von 9.9 in 273 Kilogramm. Auf allen Steigungen von mehr als 25 pCt. ist die Zahnstange angewendet, im ganzen 16 Zahnradstrecken von insgesamt rund 32 Kilometern, in welche die Einfahrt automatisch durch ein bewegliches Zahnstangenstiiek bewirkt wird. Sie sind sämtlich'im Libanon, während man im Antilibanos bei der Adhüsionsbahn geblieben ist. Die Bahn nimmt ihren Anfang bei Beirut an der Strasse nach Tarübulus, nicht fern von der Brücke iiber den Nähr Beirut und überschreitet bald die Strasse, in-

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