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Jüdische Rundschau · 1903-08-01 · Heft 31 (1.8.1903) · page 10

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 31 (1.8.1903)
Date
1903-08-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Seite 320. «lüclisclie lilLitiid&clia.u. No. 31. verdienstvollen bisherigen Schriftführer eine kleine Erinnerungsgäbe. Die Ortsgruppe verlieh ihm in dankbarer Anerkennung seiner rastlosen und erfolgreichen Tätigkeit die Ehrenmitgliedschalt. Herr Margulies gab seinem Danke in bewegten Worten und ln Segenswünschen für die zionistische Sache Ausdruck. — Von der aus der hiesigen Ortsgruppe und den Kieler Schekel- *alilern gebildeten Hundertschaft wurde Herrn Dr. Klee- Berlin das Mandat für den diesjährigen Basler Kongress angetragen; Herr Dr. A d Ie r - Lübeck wurde zu seinem Stell- Vertreter erwählt. t)a inzwischen Herr Dr. Klee das Mandat dankend abgelchnt, hat. wird unsere Hundertschaft durch Herrn Dr. Adler auf dem Kongresse vertreten werden. L. .1. Memel. Zum Kongrcssdclcgierten ist Herr Rechtsanwalt Jacobsohn, zum Stellvertreter Herr O. Miltner, zum zweiten Steilvertreter Herr L. Wolffsohn. sämtlich in Memel gewählt worden. Danzig Zum Delegierten für den 6. Zionistenkougress wurde einstimmig Herr Assessor Dr. M u n k in Berlin gewählt. Schönlanke-FiLhne. Zum Delegierte»! ist Herr H. Bochn c r ־ ScliöiiUmkc, zum Stellvertreter Herr Alfred Saling e r - Eilehnc gewählt worden. Bcuthen - Gleiwltz - Gross - Strefilitz. Zmn Delegierten wurde Herr Dr. L i 11 nia n u - (lleiwitz. zmn Stellvertreter Herr Hugo besser in Bcuthen gewählt.; Breslau. Als Delegierte sind die Herren Zahnarzt Schachtel und T r i c t s c h gewählt worden. i 5 Dlstriksbureau Mannheim.!יו Gailingen (Baden) wurde eine neue Ortsgruppe mit ca. 50 Mitgliedern gegründet. Yo; - * sitzender ist Herr Jo sei B e r n!1 c i tu c r. dessen Stdlvci-! tretcr Herr S a in ue!Veit. j Gailingen, 20. 7. ab Auf Einladung der Ortsgruppe Frei-; bürg iaüd gestern abend im CafC- Biedermann eine zionisti- ' sehe Versammlung statt, wtlehc einen ausgezeichneten Yer-; Lauf nahm. Der grössere Teil der indischen ('»eineh!de war : anwesend. Als Redner in,!gierten: Kaut in am!־ Freiburg,; Rechtsanwalt Bio c h ץ Konstanz, Dr. D a n 11 c 11 b e r g - j Strassburg. Es wurde eine Ortsgruppe gegründet, welcher ] sogleich ca. 50 Mitglieder beitraten. Das Amt der Vertrauensj mäniier haben z.miüclist •Josef Bern h e i!1 und Samuel V eit) übernommen. L'111 das Zustandekommen der Versammlung hat I siel! Moiitz Weil- I’reiburg besonders verdient gemacht. Es i ist begründete Aussicht vorhanden, dass diese unsere jüngste Ortsgruppe ein vorzüglicher Hort und Herd für den Zionismus werden wird. Königsberg I. Pr. Am 15. er. fand die Wald zum Kongress statt, deren Resultat Ihren Lesern bereits bekannt ist. Die Fahrt des Dr. Hoppe zum Kongress ist von grosser Bedeutung für die weitere Entwickelung unserer Vereinigung hier. A111 19. Juli ist in Cranz das Neue Ghetto von Herzl von jüdischen Studenten aus Russland aufgct'iihrt worden. Der Eitrag ist iiir die unglücklichen Kischinewcr Juden bestimmt. Es war ein grosser Erfolg materiell und als Propaganda. samb. Berlin. Von Herrn D. Trictsch erhalten wir folgende Erklärung: ״In bezug auf die Erklärung in No. 30 der .,Jüdischen Rundschau“, Seite 307, mochte ich erklären, dass ieli mich iiir befugt gehalten habe, zu versuchen. Herrn Dr. Franz. Oppenhtitner ein Mandat zu verschaffen, nachdem er mich von seiner Bereitwilligkeit, auf dem Kongresse ein Referat zu halten, in Kenntnis gesetzt batte. Nach zionistischer Usance wird in meinem Vorgehen niemand etwas Unkorrektes erblick•.•!! dürfen, umsoweniger als ich Herrn Dr. Oppenheimer gebeten habe, z.u jener Versammlung zu erschein:״׳. Was mich betrifft, so werde ich schwerlich irgeiidwcm, der sich je iiir mich um ein Kongress Mandat bemühen wird, hieraus einen Vorwurf machen, sondern n:»;h freuen, dass irgendwer an den Dingen, für die ich eintrete, ein genügendes Interesse •hat. um cs in dieser Weise zu dokumentieren. Diese Aufüissung dürften die tnc'stci! Zio::!$te1.׳ mit mir teilen." Wir bringen diese Erklärung, um Herrn Trictsch a!c Möglichkeit, sich zu verteidigen, inchtabzusc'hnciden, umsomehr als uns Herr Dr. Oppenheimer mitteilt, dass er nichts gegen diese Erkirätmg cin/uv.cmlc» habe. Mir können aber nicht verhehlen, dass w i r seine Ansicht .durchaus nicht teilen. Von Herrn F:1’»lus Schach gebt uns nochmals eine ..press♦ 1׳csct/!iche Berielitiing zu. die zwar keineswegs d.-m ..§ II** entspricht, die wir aber d<>.h bringen, und zwar ohne jede zusiitziiche Bemerkung, weil sich ohnehin jeder unbefangene Leser;•ine Meinung gebildet hat. Wie diese Meinung ist. darüber dürfte sich vielleicht auch der Einsender selbst!dar sein. Jedenfalls sind unsere Mannheimer Freunde jeder Erwidermig iiberhoben. Herr Schnell schreibt: Sic bringen in N'o. 29 Ihres gesell. Blattes auf Seite?00 eine Korrespondenz aus M a 1! n I! e i nt. die unrichtige Beiiauptungcii über meine Person enthält. Aui Grund ׳.ies § H des Passgesetzes bitte ich Sie. folgende Berichtigung in der nächsten Nummer Ihres gtseh. Blattes zu verüffentl'che:!: 1. Es ist nicht wahr, dass ich bestreiten wollte, acht Monate Sekretär des Kölner Bureaus gewesen zu sein. Wahr ist,, dass ich mich dagegen w ehrte, u tt r Sekretär gewesen zu Sein. 2. Es ist nicht wahr, dass ich in der Karlsruher Vcrsatnmseine eigentümliche Anziehungskraft eingebiisst. Der » Stadtpark am Kauonenplatz ist unbedeutend. Schönere j Gebäude mit einladenden Faeaden haben, wie überhaupt j im arabischen Orient, mir das .Regierungsgcbäudc und; die Anstalten der christlichen Missioiisgcsollschaiten. j Hat doch die Hochschule der amerikanischen Mission { ein eigenes Observatorium für astronomische und I meteorologische Bccbachtungen. Nur die Vorstädte am j Ras Beirut und Ras Metri (Demetriuskap) sind! malerischer. Da dehnen sich luftige Strassen zwischen : südländischen Gärten und freundliche Landhüusei lauen; zu idyllischer Beschaulichkeit ein. Man tue-kt cs der . Stadt an, dass ׳־'• Ihrer Bevölkerung Christen sind. An! dem grossen Handelsverkehr sind fast nur die Christen! beteiligt, die einen bedeutenden 'Peil des Grosshandels I den Europäern schon entrissen haben. Die etwa 800 Familien starken Juden spielen keine Rolle, so wenig j wie die beinahe *10 (KM) Muhammedaner. Nur die j griechisch-orthodoxen und maronitischen Araber, die weit J mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen. ent- | wickeln ein blühendes, wirtschaftliches Leben. Sie sind es auch, denen die orientalischen Geschäftshäuser in London, Manchester und New*-York gehören, und die durch־ ihr Beispiel viel zur Auswanderung der Libanesen nach den Vereinigten Staaten und nach Brasilien bei- » getragen haben. Bei ״״t ist auch ein Mittelpunkt neuarabischer Litterajur geworden. Abc־ während das blühende ägyptische Schrifttum seinen Rückhalt an der nuisli-!Hielten Hochschule cl-’Azliar findet, ist diese syrische Litteramr ein Handwerkszeug der christlichen Mission. Sie hat ihre Zentren in der amerikanischen Missionsstadt und in der hnprimerie Catholitpie der Jesuiten und Lazaristen. Die Schuh.' der ״Allgemeinen Israelitischen Allianz“ ist unbedeutend, und leistet au! dem Gebiete des Hebräischen wenig, aui dem des Arabischen das denkbar geringste, und im Türkischen garnichts. Beirut ist der Mittelpunkt und Ausfuhrhafen für den internationalen Handel mit dem Libanon, Damaskus und dem Han Km, während Jaffa mir der Hafen von Jerusalem ist. Während deshalb Jaffa sich noch mit einigen vereinzelte״ Ocllampeu begnügt, hat. Beirut seit ISSN Gasbeleuchtung. Ausserdem wird es schon seit 1875 durch eine neue Wasserleitung versorgt. Umso eigentümlicher berührt cs, dass Jaffa und Jerusalem der Pilgerzüge wegen früher mit einer Balm verbunden wurden, als Beirut und Damaskus. Von den phünikischen Städten haben sicher schon in der Chetazcit wohlgebaute Kunststrassen über den Libanon nach Osten und Norden geführt. Aber wie der Orient it* endlosen Kriegen verfiel, so haben auch diese Jahrtausende alten Kunst- Strassen der Kana’miäischen Phönikier und Hethiter dem

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