Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 31 (1.8.1903)
- Date
- 1903-08-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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No.?1. Jlidisclie Hitndscltau. Seite 319. 42. Loewe, Eduard, Kaufmann, Magdeburg. 43. L e v y, Salomon, Kaufmann, Duisburg, auch für Mulheim a. d. Ruhr.. 44. Dr. Klee, Alfred, Berlin. ־ ' 45. Dr. Loewe, Heinrich, Redakteur, Berlin. 46. Dr. H a n t k e, Arthur, Rechtsanwalt, Berlin. 47. Dr. Z! o c i s t i, prakt. Arzt, Berlin. 48. Dr. Simonsohn, prakt. Arzt, Berlin. 49. Dr. Edelstein, prakt. Arzt, Bonn. Die Wahl e i n «s Delegierten ist seitens •des zuständigen Dästriktsbureaus angefochten und über diesen Widerspruch noch nicht endgiltig entschieden. Als Ersatzdelegierte sind die folgenden Herren gcwält: Thalheime r, Salomon, Rabinowitz in Köln, Zimack, Neumann und Brafmann in Hannover. Dr. Frankel, Chemnitz. G. M i 11 n e r, Memel. Dr. med. Sand i er, Berlin. Dr. Franz Oppenheimer, Berlin. Apotheker M a m e I o k . Strassburg. . Emil B i c k h a.r d , Strassburg. Rabb. Dr. Bloch, Strassbürg. Dr. med. Sichel, Heidelberg. Siegm. Hausd o r f, München. G o r d o n. Darmstadt. Leon B i e I s k y , Stuttgart, (joldmann, Frankfurt a. M. Julius Gans, Frankfurt a. M. K a 11 n e r . Würzburg. Dr. Brauneberger, Arzt, Hagenau. Dr. L e s - cinsky, Berlin. Dr. Soskin, Berlin. Dr. Jakob, Mülhausen i. E. Moritz Weil, Freiburg i. B. Alfred S a I i n g e r, Filetme. Hugo L e s s e r, ßeuthen. Dr. Frank, Altona. Geyer, Mülheim a. d. Ruhr. Wir machen auch darauf aufmerksam, dass es auf dem ’Delegiertentag und während des Kongresses möglich sein dürfte, für die einzelnen Ortsgruppen eine Rednerliste für den Herbst u. Winter aufzustellen. Es wird daher zweckmassig sein, wenn die Herren Delegierten die hierfür erforderliche Autorisation ihrer Ortsgruppen-Vorstände einholten. Wie wir von dem Vorstand des J ü d i s c h e n Turn- Vereins in Köln hören, wird beabsichtigt, während der Dauer des Kongresses 'in Basel eine Musterriege jüdischer Turner vorzuführen; dass dieser Plan von Seiten der Zionisten mit grosser Freude begrüsst wird und gerne Unterstützung findet, ist selbstverständlich. Hoffen wir, dass dieses Unternehmen zu Stande kommt und sowohl die Tumsache fördert als auch der Hebung des jüdischen Selbstbewusstseins dient, die einen wssentlichcn Punkt des Baseler Programms bildet. Das Zentralkomitee d. Z. V. f. D. I. A.: Dr. Boden he im er, Vorsitzender. I Der geschäftsführende Ausschuss des Zentrali Komitees teilt mit, dass am 20. Angust, morgens 8 Uhr. j eine Sitzung des Zentral-Komitees der Zionistischen ן Vereinigung für Deutschland .stattfindet, wozu die Mitglieder des Zentral-Kc.mitces treundlichst hierdurch eingeladen werden. Die Tagung des Delegiertentages wird vormittags 10'-־ Uhr beginnen. Der Anfang der beiden Versammlungen erfolgt pünktlich zur angegebenen Zeit ohne akademisches Vierte! im Saale des Hotels John zu St. Ludwig. Berlin. Die W ahl der Delegierten zum Deutschen De I eg ic rt e 111 a g erfolgt am Dienstag, den 4. August, abends 9 Uhr b e i D r a s e I, Neue Friedrich st r. 35. Wahlbcrechtigt sind die Mitglieder der Berliner Z i o ־ n i s 11' s c h c n Vereinigung sowie die. welche den Beitrag zur L a 11 d c s o r g a n i s a t i o 11 bezahlt haben. Mitteilung. Die Delegierten und (Kiste des Kongresses, welch.• Mitglieder des Bnai - Brith - Ordens sind, werden zu einer wichtige 11 Besprechung cingeladen, die an einem noch durch Anschlag am schwarzen Brette des Kongresshauses iestzusetzenden Tage in Base! staUiinüet. I. A.: Dr. M o s c s- Mannheim. Berlin. In einer sehr zahlreich besuchten Versammlung der Berliner und Charlottenburger Schckekahlcr wurden zu Kongressdelcgierten gewählt: Dr. Alfred Klee, Rechts:!:!- walt Dr. Artiiur Häntkc, Dr. Heinrich Loewe, Dr. Ein•; Simons o 11 und Dr. Theodor Z l o c i s t i. In Würzburg ergab die Abstimmung die Wahl des Herrn Präzeptor Oppenheimer zum Kongressdelcgierten und des Herrn cand. med. Kallner zum Stellvertreter. Dieselben Herren sind .Vertreter der Würzburger Ortsgruppe auf dein Delcgicrtentage von Sankt-Ludwig. Lübeck. Unsere Ortsgruppe verliert durch den Wegzug des Herrn Margulies von hier nach Hamburg einen ihrer tatkräftigste! Förderer. Eine Anzahl Mitglieder stiftete den stellten die Fliünikier mehr das industrielle Handelsvolk der Städte, die Juden und Israeliten den ackcrbautreibenden, Teil der Bevölkerung vor, während die Edomiter und Ostjordiancr den Uehergang zum Beduinentume bildeten. Aber cs gab auch jüdische Seeleute und Beduinen, wie sich auch viele Sidonier von Ackerbau, Viehzucht und Fischfang nährten. In späterer Zeit sind die Piiönikier in den Kolonien, ebenso wie die Edomiter in! Binnenlande durch Annahme seines Kultus in das jüdische Volk iibergegaugen. Die Küstenphönikicr bilden dagegen noch heute den Grundstock des arabischsyrischen Ufervolkes. Von der alten Herrschaft ist wenig übrig geblieben. Mit dem Sturze des Kanaanäisehcn Karthago war das״ Los Phönikiens, aber auch das der Juden besiegelt. Von dem alten Tyrus, das ein Sanhcrib uncinuehmbar fand, das dem Nebukadnczar und der babylonischen Weltmacht in 13jührigcr Belagerung trotzte, das ein Alexander kaum zu überw inden vermochte, ist eine unbedeutende Stadt von kaum 25 000 Einwohnern der traurige Rest. Das erzreiche Sidon zählt heute wenig mehr als 10(MX) Einwohner. Nur das unbedeutende Berytos blüht als Beirut neu empor. Auch die jüdische Geschichte hat Erinnerungen an Berythos. Liess doch hier Herodes seine, dem hasmoiiäisehcn Geschlcehte der Mariamne entstammten •* % Söhne, Alexandras und Aristobulos enthaupten. Der vorletzte jüdische König Agrippa liess die befreundete Phönikierstadt schmücken, und baute dort prächtige Porticus, Theater und Bäder. Aber nicht lange darnach feierte Titus hier seinen Triumph über Jerusalem *an seines Vaters Geburtstage durch blutige Gladiatorenkämpfe der gefangenen jüdischen Freilieitshelde!^ Das war eine andere Zeit, als wo der mächtige König von Israel mit seinem lyrischen Freunde Hiram die Zedern des Libanon besuchte und besang. Aber Bei rät ist noch heute, und heute mehr w ie jemals. ' eine Stadt orientalischen Weltverkehrs, eine grosse Stadt, die sich allmählich wieder zur Gressstadt auswächst. Beirut, das alle Stürme des Altertums und des Mittelalters, besonders aber der Neuzeit überdauert hat. zählt heute schon Uber 000 25י Einwohner. Das milde Klima verdankt es dem Schutze des Libanon und dem Mittelländischen Meere. Ein unendlicher Blumengarten zieht sieh die Höhe hinauf, überragt von mancher Dattelpalmc. Der hohe Grat des Sani 11 bildet mit seinen hellrötlichen Querstreifen einen wirkungsvollen Hintergrund. Aber die Stadt selbst entspricht in keiner Weise der herrlichen Lage. Die Romantik des Orients ist durch europäisches Leben verdrängt, ohne dass dieses sieh zur Geltung hätte bringen können. Der Bazar hat dadurch