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Jüdische Rundschau · 1903-07-03 · Heft 27 (3.7.1903) · page 7

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 27 (3.7.1903)
Date
1903-07-03
Page
– (sequence 7)
Language
German
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No. 27. Jüdische Rundschau. Seite 269. allerdings müssten wir mit Naturnotwendigkeit dahin kommen, dass durch das Fehlen eines gemeinsamen Bandes zwischen den, von gleichen Ideen ausgehenden Parteien, diese hier das; dort jenes betreiben würden, wie das bei der spcziiischcn Form mancher praktisch-zionistischen Fragen in den einzelnen Lfmdem garnicht anders sein könnte; während eine grosse allgemeine Partei schon durch ihre ״Internationalität“ gegen solche Versumpfung gefeit wäre. Fs würde dahin kommen, dass infolge der einseitigen intensiven Tätigkeit in nur einem Lande die Parteien nicht nur ihre vcigenen grossen Lcitidecn vergessen würden, sondern dass sie auch die grosse einigende Idee des Zionismus selber hier so, dort anders verwässern oder verzerren würden; dass die Landeskomifecs, ständig nur mit der Beaufsichtigung oder gar Bekämpfung der Parteien ihres Landes beschäftigt, in die ödeste Kleinpolitik verfallen würden, und dass zuguterletzt die Kongresse — bisher unser Stolz und unser vernehmliches Einigungsmittel, ungerechnet ihre positive Arbeit, — zur Stätte des kleinlichen Oezänkes der Parteien und Landcskomitecs, sehr wahrscheinlich auch dieser untereinander, hcrabsinken würden! Wie gesagt, ich glaube nicht im Ernst, dass das möglich ist, ich habe dazu zu viel Vertrauen in die Einsicht — oder wenn ich ein Pessimist wäre, in den gesunden Instinkt unserer Kongressdelcgicrtcn,• als dass sie solche, den Stempel der Reaktion an der Stirn tragende Vorschläge, wie es die Pinkussehen sind, zum Gesetz erheben könnten; aber gezeigt müsste allen denen werden, die sich etwa von Pinkus’ Verteidigung der Disziplin und Organisation hätten blenden lassen, wohin Pinkus* Weg In Wahrheit führt : nicht zur Organisation der zionistischen Bewegung, sondern zur Desorganisation des Zionismus! M 1 2 3 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 zusammengestellt auf Grund einer Umfrage des Verbandes der Synagogenvcreinc mitgeteilt und ergänzt durch Ludwig Behr. Name der Vereine * כד v ג: a־£ •u Lage der Synagoge N. und N.O. Lippmann Tauss Ez Chajim Schocbare batob Bne Brith Betb Zion N. Talmud Verein Ahawath schalom Ohel Jizchak Norden Ahawath Zion S.O. Ahawath Reim Ahawath Thorah C. Adass Jeschurun W. Westen Vororte. Moabit Friedrichsberg Ahawath achim vor 100 Jahren 1834 1a5t 1879 1879 1852 1852 1879 1896 1901 1872 1897 1878 1894 1890 1896 1899 Goünowstrasse 11 Landsbergerstrasse 85. Grünerweg 29 Brunnenstrasse 10 Oranienburgerstrasse 64 Linienstrasse 197 Liesenstrasse 3 .Schvvedtcrstrasse 248 Saarbriickerstrassc 30 Prinzenstrasse 86 Wusterhausencrstrasse 17 Alte Schönhauserstr. 42 Passauerstrasse 2 Lessingstrasse 19 Frankfurter Allee 198 Prinzen Allee 87 Summa Schulkinder in der Stadt . . . 1102 ״ ״ den Vororten . 60 1162 Religionslehrer für dieselben . 34. Hierzu kommen noch: Tiergarten - Synagogen ־ Gesellschaft (Synagoge an der Pots* damer Brücke) [bei 5 Funktionären Etat geschätzt auf Minimalbetrag j.. Israelitische Synagogen -׳Gemeinde (Adass Jisroef), weiche 9 Beamte besoldet und in deren Schule 14 Lehrer unterrichten . כד J. o c-C. 3־בד צ.=ד fl •3 — “HZ •«•5 Subvention Ein-; nähme Aus- . gäbe < ,1' JL! .׳*. 1 ca. 200 100 1 1500; 12000,-- 13000 50 | 30 — 2200,- ח\׳,רך 115 i 85 3200 9383,— : 9959 160;! 281 1500 1 6800,—! 7556 300 60 _ 5 10(00,— ‘ 10090 140 . 70 ־ 2000 9710,- 13X0 153 130 2200 : 9300- 11 099 56 130 f 2060,— 33)0 50 . — 1500,— . 1500 133 1200! 7896,- 9852 68 56 1000;! -,2350 f ״ 3030 100 * 30 i 1000 ) I 2850,- 3615 148 130 8500 j 17993,80 18548 46 2000 , ■ 2068,— 6300 35 40 1500 2100,— 2100 40 20 1800 , 3600,- 4000 5700 ca 1794 1162 27400 | t 1 i t 101805,80 120260 500• i »? ׳ 1 ן 1 ן 1 t — j 20000,- 20000 500 : ca. 350 : 400 55000,- 55000 | 6700 ' ca.2144 1 1562 27400 1 176805,80 i 195260 1 In obigen Zahlen der Adass -Jisroel Gemeinde sind alle Mitglieder enthalten; unter den 350 Mitgliedern befinden sich 200, die gleichzeitig zur grossen Gemeinde gehören. Die Seelenzahl der in dem Bezirk der Jüdischen Gemeitidc zu Berlin wohnenden Juden dürfte 120000 betragen; laut dem letzten Verzeichnis betrug die Zahl der wahlfähigen Mitglieder der Gemeinde 1901: 18285. Die Synagogen der grossen Gemeinde werden kaum 8000 Plätze enthalten, d. h. nicht einmal für die Hälfte der Steuerzahler sind Plätze vorhanden, während andere Vereine und Körperschaften gegen 7000 Plätze und Unterricht für 1600 Kinder stellen. Diese Vereine etc. bringen Mk. 195260,• wovon sie 27400,־ Subvention zurück-- auf, in Form der sogenannten erhalten, bringen also Mk. 167860,— aus eigenen Mitteln auf. Die Reformgemeinde erhält allein eine Subvention von mehr als Mk. 20000,— gegenüber Mk. 27400,-, welcher Betrag sich auf obige 16 Vereine verteilt. . . r Nicht fn Berücksichtigung gezogen sind eine Reihe kleine ' Vereine, die zum Teil dem verband nicht angeschlossen, die aber auch noch mindestens 500 Synagogen-Plätze stellen. *״# *־־ 't

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