Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 18 (1.5.1903)
- Date
- 1903-05-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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ויי 1.K» י«••*» ■*יין יי יי ’**memtXXin&C*״«’י‘ ,׳#״—,נל*ר-#»יו>«>ו«י־»ד^ ■»«היויי׳י' No. 18. Jlidisohe R11nds(*ltan. ׳ Seite 167. vativ und repräsentiert einen nicht verächtlichen Faktor innerhalb dir deutschen Judcnheit. Doch sind die Volksinstinkte zu wenig bewusst, die Kräfte noch iatcm; die allenthalben zcrstreuten Keime eines blühenden Aufstrebens harren der Organisation und des erlösenden Wortes, um in panjüdischem Dienste zu lebendiger Arbeit zu erstarken und emporzuwachsen. — Die Zionistische Ortsgruppe Hagenau hat sich mit das Ziel gesetzt, klärend und weckend auf das jüdische Volksempfinden einzuwirken. Von Strassburg aus im Mai 1902 begründet kann der Verein, der bereits gegen 50 Mitglieder zählt und an dessen Spitze die Herren' Ldo Hirsch, Sa!. Klein. D. Katschinsky, Dr. Braunberger und Dan. Hirsch Steher!, mit Stolz auf das vergangene Semester zurückblicken. Vielfache Vorträge haben das Interesse für unsere Geschichte und das jüdische Nationalgefiihl lebhaft entfacht. So sprach Herr Rabbiner Bloch. Sulz a. W., über ״Manasse ben Israel". Rechtsanwalt Levy über .,Juda Makkabi**, Herr H. Bloch, Mainz, über ״Die Bedeutung des Zionismus.“ — Zu einem besonderen Freudenteste gestattete sich die Chanukafeier, die durch musikalische und rezitative Vorträge aller Art verschönt wurde; eine kleine Sammiung ergab für den Nationaliond die Summe von 18,45 M. —־ Einen ■iiCiii minder glanzenden und cindmcK' Purimfeier die den zahlreichen Teilnehmern, Damen und Herrn, eine Fülle von Anregung bot und überall in freudigster Krume־ rung Iileiben wird. Es sprachen Rechtsanwalt Levy über ..Zionismus und Schekel", Privatdozent Dr. J. Friedlünder über ״Modernes Judentum.“ Die Damen Aimee Meyer Klein und Reos, sowie die Herren Dr. Oppenheimer. Strassburg und J. Gross entzückten durch poetische und musikalische Darbictungen. Ein flotter Ball hielt die Teilnehmer bis zum frühen Morgen in gehobenster Stimmung zusammen. Die Sammlang für den Nationaliond ergab die Summe von 22,67 M. rlti *«•IlVIt 11 י tmit 11»»יי«וי So hat die Zionistische Ortsgruppe Hagenau bewiesen, dass die eisässischc Judenhcit nicht zurückbleibt wenn es gilt, für das Judentum öffentlich einzustehen und unsere Stammesbrüder aller Zonen i!1 Wort und Tat zu unterstützen. Der rührigen Ortsgruppe aber wünschen wir aus vollem Herzen ein weiteres erfolgreiches Wirken zur Ehre des Eisass und zum Heile des Judentums! — E. L. Am 21. April wurde in Jassy unter dem Vorsitze des Herrn Pir.eles-Gaiatz der VI. Kongress des zionistischen Bundes In Rumänien cröiinet. Dem Kongresse wohnten ausser den Jassyer Zionisten, darunter auch vielen Damen, noch 74 Delcgierte aus allen Teilen des Landes bei. Nach einer kurzen einleitenden Rede des ältesten der Delegierten, Dr. Lippe-Jassy begrüsste Rabbiner Dr. Nimerovcr die Kongressmitglieder im Namen der Jassyer jüdischen Gemeinde und brachte^ unter dem stürmischen Beifall der Anwesenden Seine! mujesuti ueni Könige und der königlichen Familie seine Huldigung dar. In der Nachmittagssitzung verlas Pinclcs den General- .bericht über die zionistische Bewegung, welche sehr grosse Fortschritte gemacht habe. Die Aktien der Jüdischen Kolonialbank würden, wenn auch langsam, aber sehr pünktlich bezahlt. In Rumänien gäbe es 143 Sektionen, von denen indessen blos 103 wirklich arbeiten. Dr. Nimerover und Dr. Nacht sprachen \Jann über die Bcdcutung des Zionismus als kulturelle Frage, worauf Dr. Lippe die moralische Bedeutung des Zionismus hervorhob. Weitere Berichte folgen. - Arbeitsplan der ״Akademischen Gruppe der Berliner Zionist?- sehen Vereinigung“ für das Sommer-Semester 1903. 6. M3i. Eröffnungssitzung gemeinsam für alle Abteilungen abends 19;־׳ Uhr, Burgstr. 16. Bildung der . Abteilungen. « ♦ Abteilung für Volks Wirtschaft und P al ä s t i 11 a kund e. (Der Kursus ist öffentlich.) 6. Mai( s. oben). Zusammenfassendes Referat über Palästina. (Sitzung aller Abteilungen.) Id. Mai. Verkehrswege in Palästina und Vordcrasieu. ־ AustSviiuiu i . .. «. — - ■— i » II « « nr. •>.-% L' 111,1 UCI ,JV.'KIMJMI’V *•*♦*• •%";״* nisation Palästinas. 20. Mai. Handel Und Industrie Palästinas, ihre Entwicklung und Entwicklungsfähigkeit. — Ausschnitt aus der speziellen Geographie und Kolonisation Palästinas. 27. Mai. Verwaltungswesen in Palästina — Ausschnitt usw. 3. Juni. Geschichte der bisherigen jüdischen Kolonisationsversuche mit Einschluss der ausserpalästinische!:. (Sitzung aller Abt.) 10. Juni. Geschichte einer geglückten und einer missglückten Kolonie in Palästina, ein Lehrbeispiel. — Ausschnitt usw. 17. Juni. Genossenschaftliche Siedelung. (Ais öffentliche Ver- Sammlung in Aussicht genommen.) 24. Juni. Die Einilussphären und fntereso.cn der Fremdmächte im Orient. . Ausschnitt usw. I. Juli. Das Arbeitsgebiet der jüdischer. Kolonialbank. S. Juli. Fortsetzung. ־ Ausschnitt usw. 15. Juli. Zionistische Politik. 22. Juli. Fortsetzung. Ausschnitt. Sc b ulgruppe. Uclici die Einrichtung und Tätigkeit weiterer Abteihinge!: kann erst nach der Eröffnungssitzung Mitteilung gemacht werden. 1. Allgemeines Referat über Palästina. ״ 2. Die Judenfrage in Ost und W'cst. ermordet hatte, taufte die Juden mit Gewalt, und sein Sohn und Nachfolger, ״Leo der Philosoph \ strafte die Rückfälligen mit dem Tode. Der Kaiser Emanucl war milde. Er hatte einen Ausnahmsjuden, seinen Leibarzt Schlomoh Misri, dem er sogar ausnahmsweise gestattete, auf einem Pferde zu reiten. Aber bis zum letzten Palaeologen Konstantinos >?. Dragosscs steigerte sich das Mass der Unterdrückungen ohne Unterlass. Konstantinopel, die Hauptstadt des byzantinischen Reiches griechischer Zunge, war. während dieser ganzen Zeit der Inbegriff dessen, was feindliche Gewalt und fanatische Niedertracht einem unglücklichen Volke antun konnte. Was an Judengesetzen in den Ländern des Westens das Mittelalter uns so grausig erscheinen lässt, in Konstantinopel wurde es erdacht und in System gebracht. Das griechische Konstantinopel war den Juden ein bitteres Verhängnis. Jeder Punkt der Stadt weiss andere Grausamkeiten zu melden. Das Mittelalter neigt sich seinem Ende entgegen. Da donnern die türkischen Kanonen vor den noch unbesiegten Ringmauern der Stadt. Der Hylokerkos am Hebdoitionpalast öffnet sich, und unter Kämpfen und Würgen hält das Türkenheer seinen Einzug. Am 29. Mai 1453 ist die Stadt ״geöffnet”. Der siegreiche Sultan Muhnmmed II. Fatili zieht ein. Konstantinopel ist Stalnbnl. (Fortsetzung folgt.) Litteraturbericht (Bfiefetr der e!n«chllj?gen Uttcratur. welche der Reduktion tag«- undt werden, finden eingehende Besprechung.) Der Jude. Revue der J ii d i s c 11 c 1» Moderne, fterausg. Chain! Weizmarm. Redakt.: Martin Buber und Bcrthold F e i w e I. Erscheint monatlich von Mai 19U3 ab im Jüdischen Verläge, Berlin SW.. Qrossbcercnstr. 75. Eine Würdigung dieser Zeitschrift, die im selben Verlage erscheint!, der uns den Jüdischen Almatiach beschert hat. behalten wir uns vor. bis ein Heft uns vorliegt. Feiwel und Buber sind auch die litterarischen Leiter des Almanachs gewesen, und geben durch ihre Persönlichkeit sicher der neuen Zeitschrift ihr geistiges Gepräge. ״Jüdische Renaissance“. Pressstimmen über den .. J ii - d i s c 11 e n A 1 m a!י a c h Redaktion Berthold Feiwei und E. Ab Lilien. Preis 6 Mark. Jüdischer Verlag Berlin, S.W. 47. Aus den zahlreichen Besprechungen über den Jüdischen Almaiiach sind eine Anzahl der in deutscher Sprache erschicncnen zu einer kleinen Broschüre zusammengefasst. ■ Für uns Zionisten ist in ihr die Tatsache besonders interessant, dttss weitaus die Mehrheit der jüdisch“!! und niclitjiidischen Presssf'mmen in dem Almaiiach eine kraftvolle und syrnpatliisehe Tat des Zionismus sehen, weil er nicht nationale Theorie, sondern auch Matiauales Leben zeigt. Auch wir haben ihn unter diesem Gesichtspunkt gewürdigt. ea. Der Zionismus, der Fortschritt, die Humanität uud die Sozialpolitik des jüdischen Volkes. Von Dr. A d. Kurrein. Brünn, •*. “***»»Tf