Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 17 (24.4.1903)
- Date
- 1903-04-24
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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■ךייימ^זן■»*...« . י *>׳, -י/ ־י* . No.. 17. «lUdiBclie Ku»:d«olm.1i. Seite 157. * 1 i ( t . f sturm gegen das FunJamcnt unserer Organisation. ־ gegen di: P3rtdd‘5z!p!in. Und da heisst es Halt machen. -־- . (Fortsetzung folgt.) *.■..־׳. ' / 3CL Aus der Bewegung. י^י—»»■wb»1omm**m *DC >£)C Berlin. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltet zur Feier des Schekeltages am Montag, dem 4. Mai, im grossen Saal des Fürstenberg-Bräu früher Eberlbräu Rosenthalerstr. 38, einen Festkommers. Am Sonntag, dem 3. Mai, abends findet ein gemütliches Zusammentreffen der Mitglieder im Kaffee Monopol undjjm Kaffee Gärtner am Bahnhof Bellevue statt. Zentralkomitee der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Am Sonntag, dem 10. Mai, vormittags 11 Uhr, findet im Bureau des Herrn Dr. Bodenheimer zu Köln, Richmodstr. 6, eine Sitzung des Zentral- Komitees der Z. V. f. D. statt. Tagesordnung: Vorbereitung des Kongresses und des Delegiertentages. Delegiertentag in Hamburg. Das Zentralkomitee teilt uns mit, dass der Hamburger Delegiertentag mit Rücksicht darauf, dass?der 6. Zionistenkongress voraussichtlich bereits im Juli stattfinden wird, auf den Winter verlegt worden ist. Dagegen ist zwei Tage vor dem Kongress ein Delegiertentag der Deutschen Zionisten in Strassburg in Aussicht genommen. Zonistische Distriktsbureau Mannheim. Wie lereits berichtet wurde, sprach Herr Davis 'i r i e t s c h am Samstag, dem 28. März in M ü n c h c!1 und Montag, dem 30. März in R e g e n s b u r g. Er setzte seine MH1U1&, die er auf unsere Anregung hin in liebenswürdigster Weise übernommen hatte, am Dienstag, dem 31. März in Würz bürg und am Mittwoch, dem J. April in Frank- ו t! r t a. M a i n fort. Donnerstag, den 2. April sprach er hie! in M a 1111 h e i ni; Samstag, den •1. April in Mainz und M011tag. den 6. April in Stras sburg i. Eisass. Soweit wli hören konnten, begegneten seine Ausführungen über ״Pa hstira*', den ״jüdischen Orient“, ״praktische Kolonisation“ etc. überall lebhaftem Interesse. Hier in Mannheim sprach Herr Trietsch über ״Emigration und Kolonisation“ innerhalb der sehr gut besuchten Gruppe. An den Vortrag schloss eine lebhafte Diskussion; die sich u. a. auch mit einer neuen K<׳lonisierumsgcsellSchaft beschäftigte, die von Berliner Zto• nisten, mit Dr. Franz Oppenheimer an der Spitze, kürzlich Ins l.cbcn gerufen wurde und worüber unser Blatt Jedenfalls noen ausführlich berichtet. Folgende Resolution fand die einstimmige Zustimmung der Versammlung: ״Die Ortsgruppe bcgi üsst die Gründung der ״Jüdischen Orienl-KoiomsaUons-Qc- Seilschaft“ und die Inangriffnahme der praktischen KolontsationsarbsCt in und um Palästina und ist bereit, für diese Be- Strebungen zu agitieren und zu arbeiten.“ Der liebenswürdigen Bereitwilligkeit des Herrn Trietsch, seine Kraft und Zeit in so ausgedehnter Weise zur Verfügung zu stellen, sei auch hie» dankbar gedacht. Die Berliner Zionistische Vereinigung veranstaltete auch in diesem Jahr Ihre gemeinsamen Scuerabende im West-Hotel. Sie verliefen würdig. Am ersten Sedcrabend richtete der Leiter Og. Wiesel an die zahlreichen Teilnehmer eine begeisternde Ansprache, in welcher er die besondere Betonung des Pessachfestes als des Festes der Freiheit, für uns Zionisten, hervorho’.\ Selbstredend wurden an beiden Abenden •als. Schluss ״Port wo die Zedc:־“ und ״Hatikwa“ gesungen. München, fn der hiesigen zionistischen Ortsgruppe sprach Mitte März im dichtgciiülten Restaurant Fischclowitz, Her» Laza.r Felix Pinkus aus Bern über ״Die deutschen Juden und ihre Stellung zur Judenfrage“. Dem aktuellen, fesselnden Vorträge folgte eine interessante Diskussion,, in welcher sich die Herren Handelsrichter Fränkel und Bankier Krämer beteiligtcn, deren Ein wände Herr Pinkus geschickt widerlegte. Den besten Beweis dafür, dass die zionistische Idee auch hier allmählich aber sicher in weitere jüdische Kreise eindringc, brachte am 28. März der gefüllte Saal des Kreuz-Bräu, in dem Davis Trietsch aus Berlin über die ״Kolonisation Palästinas“ referierte. Leider stand die Diskussion nicht auf der Höhe des Vortrages.. — Am 31. März fand die G c n e r a l - V e ז Sammlung statt. Die Ortsgruppe München hat jetzt ca. 160 Mitglieder. Es wurde die Schanung einer Nationalfond• und Schekelkommission und die eines Agitationskomites mit je drei Mitgliedern beschlossen, ln der Vorstandswahl wurdet: Herr Dr. med. N o r w i t z k y zum ersten, Herr Dr. jur. B. Kahn zuin zweiten Vors., Herr Schachnow zum Schriitf., Herr H a u s d 0 r f zum Kass. und Herr Reich sen. zum Knssenrevisor gewählt, während als Beisitzer Schrift* steiler Dr. Wolfs kehl und Frau Kunstmaler Hermann fungieren. C. B. Würzburg, den 8. April 19G3. Am Dienstag, dem 31. Mur? a. c. fand hier eine zionistische. Versammlung statt, die sich eines guten Besuches erfreute. Der Referent Davis Trietsch aus Berlin sprach über das Thema ״Der jüdische Orient“. Redner, der die Verhältnisse Zions genau kennt, sagte zu Beginn seiner Ausführungen, dass Palästina, obwohl auf weiten Strecken verödet, sich sehr gut durch tieissige Hände urbar machen und infolgedessen als Ansiedeiungsstäüc der bedrückten, sich auf steter Wanderschaft befindenden Juden dienen könnte. Trietsch machte darauf aufmerksam, dass ms: . sich keineswegs Palästina im engeren Sinne als Ansiedelungs- Rayon denken dürfte; denn dieses Land habe eine viel zu geringe Ausdehnung, um daselbst nur einen kleinen Teil der obdachlosen Juden ansässig zu machen, die Grenzen des Reiches müssten sich je nach Verhältnis der Einwanderung erweitern. Er hält Kleinasien, Angio-Aegyptcn und Cypcm für geeignete Länder zur Ansiedelung der jüdischen Mitbrüder. Besonders hob er die günstige Gesinnung des Sultans und der Türkei gegen die Juden bervör. Trietsch berührte in seinem Vorträge auch das Baseler Programm und zwar sprach er von einer in Aussicht genommenen Aenderung, die jedes bisherige Miss- Verständnis beseitigen würde; er selbst möchte das Programm in drei Sätzen zusammengefasst wissen. Die ungefähr llistür.- dige Rede erntete grossen Beifall; selbst auf die Gegner hat;t der formvollendete Vortrag seine Wirkung nicht verfehlt, denn es widcrspracli niemand den Ausführungen des Vortragenden. In privater Unterhaltung gaben viele frühere Gegner soga: ihre Zustimmung zu Trictschs Ideen. In der Diskussion fand Herr Trietsch auch Gelegenheit, die neugegründete Genossen- Schaft ״Jüdische Orient-Kolonisations-Gseilschaft" zu erläutern; infolgedessen wurde eine Anzahl von Prospekten dieser Gc- Seilschaft verlangt. Am 31. März hielt Dr. Friedemann in Catro eine grosse Volksversammlung ab, zu der Hunderte erschienen wafren. darunter der aschkcnasische Rabbiner, die ersten aschkcnasisehen Familien, auch der italienische Konsul aus Assuan. Die Begeisterung wa'r grenzenlos. Gesprochen wurde deutsch, französisch, jüdisch-deutsch und arabisch. Der sefardische Grand-Rabbin Ben Simon gab mir ebenfalls seine Zustimmung zu erkennen und erklärte, den Schekel gezahlt zu haben. An die jüdischen Studenten! Hier in Berlin ist vor dreiviertel Jahren durch die Konstituierung der ״Akademischen Oruppe der Berliner Zionistischen Vereinigung“ in ihrer * י«׳«־,*•*,**יי♦♦ ן