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Jüdische Rundschau · 1903-04-10 · Heft 15-16 (10.4.1903) · page 13

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 15-16 (10.4.1903)
Date
1903-04-10
Page
– (sequence 13)
Language
German
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V י^?ויין" •^JL- ■t^»<^r יי**, «***mm^ whp/«—*> ׳*;iwf 1|1,Jt׳^*>■, No. 15. «III<lisc 11© Runds©!!au. Seite 145. den Formulars (Mindestbeitrag jährlich 5 Mk.) als Mitglied unseres Vereins zu erklären, sowie eventuell uns den Wunsch erkennen zu geben, das Amt eines Vertrauensmannes, der uns bei unseren Informationen und bei der Verbreitung unserer Drucksachen behilflich sein würde, zu übernehmen. Das zionistische Bureau für. Elsass-Lothringen. Dr. Carl Dannenberg, Strassburg. Ingenieur Max Pohl, Strassbürg. Ör. J,'. Fricdlär.der,' Strassburg. Apoth. Mamlock, Strassburg.-. I.don Wolff, Strassburg Emil Bickardt, Strassbürg. Myrtil Meiss, Strassburg. Edgard Drcyfuss, Strassbürg. Stadtrat Dr. med. Elias, Mülhausen. Stadtrat Dr. Bienstock, Mülhausen. Rechtsanwalt l.cvy, Hagenau. Dr. med. Braunberger. Hagenau. Rabbiner Bloch, Sulz u. W. Rabbiner (lüggcnhesm. Saär-Union. Lehrer Feist, Zabern. Isaac Picardt. Colmar. Lehrer Joseph Joseph, Niederrödern. Königsberg. In der Königsberger Zionistischen Vereinigung referierte am Sonnabend, dem 28. März Herr Dr. Hoppe über .,Körperpflege bei den Juden". Dem interessanten, mit grossem Beifall־-auigenommenen Referat folgte eine lebhafte Diskussion. Es wurde die Gründung eines jüdischen Turnvereins beschlossen und eine Kommission gewählt. Auch' ein Shareklub ist gegründet worden, in welchen die Herren stud. Auerbach, Louis Lewensohn, K. Reisniann, A. Sachs, A. Sissle. S. Schcreschewski und M. Wolfsohn ״cwnuu worden. S. . Frankfurt a. M. Am Sonntag, dem 22. März, veranstaltete die hiesige jüdisclmationale Frauenvereiniguug eine nachträg- Kche Purim-Feier.' die einen würdigen Verlauf nahm. Einer kurzen, aber schwungvollen Ansprache der Vorsitzenden. Erl. A. Grünblatt,־iolgtc ein Referat des Herrn H. Cohn über ״Esther und die historischen Frauen des Judentums“. Beim untcriiältenden Teil rezitierte u. a. Herr A. Jüngster unter stürmischem Beifall jungjüJischc ühct;o!iedcr. Ein lustiger Einakter trug zur fideien Stimmung nicht wenig hei. Eine sog. ״amerikanisclic Versteigerung" zionistischer Werke ergab eine beträchtliche Summe für den Nätkmaliond. ־•■׳־ Die Zionistische Ortsgruppe München hielt am Samstag abend aus Anlass ihres־ ersten Stiftungsfestes im Kreuzbräusaale eine gut besuchte Versammlung ab, in welcher Schriftsteiler Trietsch. Berlin, über die Kolonisation Palästinas sprach. Der Vortragende behauptete zunächst auf grund statistisehen Materials, dass, wenn der Zionismus dem jüdischen Volke oder wenigstens dessen grosser Mehrheit, das infolge Unterdrückung leidet, eine Heimstätte geben will, ein grösseres Land in Aussicht genommen werden muss als Palästina, das nur 2 Millionen Emigranten fassen könnte. Zunächst komme da die englische Insel Cypern in Betracht mit allen ihren Vor- , teilen, die man sich für ein Land der Juden wünschen könne, dann der südliche Teil Palästinas, der I8S7 an Egypten kam und ungefähr ein Drcissigstel von Palästina ausmacht, endlich KJeinasicn. Redner erörterte sodann, zumeist auf grund cigencr Erfahrungen, die Licht- und Schattenseiten dieser Projekte und sprach sich persönlich gegen Kleinasien aus, da diescj» zu gross sei, als dass dortselbst, worauf von vornherein gesehen werden müsste, eine jüdische Siedclung irgendwann eine Majorität bilden könnte. Nachdem Referent auch die Missgriffe gelegentlich früherer Kolonisationsbestrebungen und die hieraus gewonnenen Erfahrungen besprochen hatte, ging er auch auf die Frage ein, welche Art von Beschäftigung für die jüdischen Kolonisten die geeignetste wäre. Er kam zu dem Schlüsse, dass der Olivenbaü dfe beste Art lamJwirtschaftlieber Kolonisation sei. An den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrag schloss sich eine lebhafte Diskussion, an welcher sich sowohl Anhänger als auch Gegner des Zionismus beteiligten. Um Mitternacht fand die Versammlung mit dem Schlussworte des Referenten ihr Ende. Regensburg. Hier fand ein Vortrag des Herrn Davis Trietsch aus Berlin, über: ״Die Kolonisation Palästinas," statt. — Nachdem der 1. Vorstand. Herr Rudolf Weiner, die Anwesenden ’ ־:rüsst hatte, erteilte er dem Herrn Redner das Wort zu seinem Vortrage. In sachlicher, dabei jedoch fesselnder Weise entledigte 'sich derselbe seiner Aufgabe, besprach in flicssendcr, gefälliger Form das Ihnen jedenfalls‘ bekannte Thema und erntete für seine Ausführungen den lebhaften, wohlverdienten Dank der Zuhörer. An der hierauf erofineten Diskussion beteiligten sich Herr Distriktsrabbiner. Dr. S. Meyer, der es mit Freuden begrüsste, dass der Zionismus nunmehr daran gehe, Positives zu leisten, und ferner der 1. Vorstand, Herr Weiner, der über seine Anfrage betreffs der religiösen Richtung im Zionismus von Herrn Trietsch sachdienliche Aufklärung erhielt. Leider liess die Beteiligung an dem Vortrage sehr zu wünschen übrig, was wohl darauf zurückzuführen sein dürfte, dass die Erscheinung des Zionismus hier noch zu neu ist und unseren nach Mannheim ausgesprochenen Wunsch, wegen eines PropaganJarcdncrs, rechtfertigt. r; r־ t t; t ■; i t 1» «> * * Rundschau. %. *A *«״ י#»,י! ,יי ׳,י/# י ,»:.4 4*. i* . **4 <W *d ®*י mW 4־.» tM* •md dm «*» *m* 'mm i %י"־־ .» 5"״* <ר«* 4*9 « I /,I . Berlin, 5. April. Wie sehr der vor wenigen Monaten begründete ״Verein zur Förderung der Wissenschaft des Judentums“ einem tief empfundenen Bedürfnis entspricht, wird durch die erfreuliche Tatsache erwiesen, dass ihm bereits jetzt ohne persönliche Propaganda — jährliche Beiträge in der Höhe von 7040 Mark zu Gebote stehen. Die Gemeinden Berlin, Frankfurt a. M. und Breslau haben jede 1000 Mark gezeichnet, dreissig andere Gemeinden Beträge je zwischen 200 und 8 Mk. Der Deutsch-Israelitische Geineitidebund ist mit jährlich •Ja, Wahrheit istis, die ich geschaut. Dahin Ist nun der Kleinmut deiner Sklavenseele, ־ Ich bringe dir, was dich zum Herrscher macht." Und vorwärts eilt er, bis sein flüchtiger Fuss An einen Menschen stösst. ״Du, Jehoschua? Hast du hier mein geharrt? Nein, neip. O Herr - ' , Wir ׳wussten nicht. . . Wir glaubten dich verloren." ״So trauere nicht, Jehoschua, mein Freund, -frohlocke laut! Dein Jauchzen fibortöne Des Vögleius JubelUed tu blauer Luit!" . -. O Herr“. ״Ist noch dein Angesicht umdüstert Die Blicke seit recken voll zum Volke schweifen . .? * Was ist? Ich sah, sic stehen in Andacht?“ . Und vorwärts •will er,, hinter Ihm der Freund. ״Ich sehe doch, sie beten und sie opfern?" ״-Dem Götzenbild Mtzrajims! . . - Jäh stand er da, wie eine Marmorsäule. Und Furcht und Schrecken und Entsetzen ging Durch alks Volk, wie sie ihn stehen sahn, Den starr gewaltigen Blick in sie gebohrt So tief, so abgrundtief? Und plötzlich ging ein Zittern durch den Körper, I Die mächtigen Tafeln hob sein Amt empor Er zeigt sic. ״Da! Das ist dein Heiligtum!" so schrie er auf, Und krachend flog es an die Felscnwaitd — Ein dumpfer, schwerer Schlag — der Felsen warf Die Splitter in den Wüstensand lünab . . . Und Mose sank aufröchelnd In die Kniee. Litteraturbericht. (BfldMr (kr cißichilglgen Lltteratur. welche der RwUkiion sug»- Uadt werden, finden eingehende Besprechung.) Palästina. Zeitschrift für die kulturelle und wirtschaftliche Erschliessung des Landes. Herausgegeben von Dr. Alfred Nossig und Davis Trietsch. Jahrgang 1. Berlin: Jüdischer Verlag 1902/03. (242 S.) Lex. 8. Jahrlieh 4—6 Hefte im Gesamtumfang von mindestens 240 Seiten. 3 Mk. pro Jahrgang. Vor uns liegt, mit Heft 5/6 abschliessend, der erste Jahrgang der Zeitschrift ״Palästina“, und wir benutzen die Gelegenheit gern, noch einmal alles durchzublättern. Wir finden es ganz in der Ordnung, dass in den deutschen Volksschulen Jedes Kind eine zum mindesten

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