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Jüdische Rundschau · 1903-03-13 · Heft 11 (13.3.1903) · page 12

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 11 (13.3.1903)
Date
1903-03-13
Page
– (sequence 12)
Language
German
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,?,eito 96. «Jüdische Riiadsohau. Nq II. hörig־, so oft diese Frage an sie herantritt; werden sie aber an die Wand gcdnlckt. dann tun sie, als ob sie nicht verständen, was man von ihnen wolle und antworten ausweichend.‘.‘ . ״ ■ . »■> . .... •־•..» * « aus*״ Ich will sehen, ob Achad-Haam auch meine ,Antwort , ,gehend“ linden wird (.v : (Schluss folgt.: •־:.׳.־•־. - _ » 9 * t ־ - _ « Aus der Bewegung. Berlin. Zu dem am Sonntag, dem 15. März 1903, staatfindenden Purlm-Kostümfestc der Berliner Zionistischen Vereinigung und der Jüdischnationaien Frauen- Vereinigung werden alle Gesinnungsgenossen und Freude unserer Partei nochmals eingeladen. Das Fest findet im Hotel Prinz Albrecht, Prinz Albrechtstr. 9, statt und wird sich •voraussichtlich zu einer ganz besonders imposanten Feier gestalten. Billets ä 1 M. und Familienkarten ä 3 M. sind durch die Expedition der Jüdischen. Rundschau, Auguststr. 49 a, zu haben. Berlin. Die זzionistische Verbindung ״Hasniunaca“ beendete das Semester am Sonnabend mit einer Schlusskneipe, die gut verlief und Gäste und Bbr. lange beisammen hielt. Für die Ferialleitung ist zu Auskünften gern bereit Egon Rosenberg,;stud. phil. Rankestr. 29 II. Königsberg. Die Königsberger Zionistische Vereinigung veranstaltete einen modernjüdischen Rczitationsabend. Es karpeu zum Vortrag: 1. Der Prophet (Gedicht) von Adolf Donath; ,2. Seit Haus (Skizze) von M. J. Bcrditschewsky; 3. Sephirah (Gedicht) von. Morris Roscnfeid; 4. Hundcgeschjchte (Skizze) von .1. L. Perez; 5. Ghetto (Gedicht) von Alex. Reisen; 6. Sturm (Gedicht) von Rosenfeld; 7. Bonze hat geschwiegen von S. L. Pcrcz; 8. Im Felde (Gedicht) von CH. N. Bialik; 9. Gedichte von Th. Zlocisti: a) Heilmittel, b) Erster Sterbetag, c) Die Bibel, d) Lebenszeichen. lieber den Abend berichtet die Königsberger Allgemeine Zeitung vom 24. .2. . . Elhen Rezitationsabend modern Jüdischer Dichtungen veranstaltete am gestrigen' Montag die ״Königsberger zionistische Vereinigung“ vor einem sehr zahlreichen Publikum im^Saa'e des ״Deutschen Hauses“. Es ist nicht das erste Mal. dass die Vereinigung mit Gaben dieser Literatur an die Ocffcntlichkeit getreten ist; wir erinnern uns eines ähnlichen Abends in der Aula des Altstädtischen Gymnasiums, wo man vor einem Jahre das erste ,Mal in weiteren auch ausserhalb der zionistischen •Bewegung stehenden Kreisen einige Stichproben jener eigenartigen Literatur zu hören bekam, die־ nach Inhalt und Verfassern als ״modern jüdische" bezeichnet wird. Sie besitzt auch ihre eigenen Publikationsorgane, deren hervorragendstes der ״Jüdische A i m ä n a c h" ist. Die Zusammengehörigkeit aller Juden, unbeschadet der verschiedenen Staatsbürgerschaft, ist die Grundlage (crier Dichtungen, durch die sich ein gemeinsamer Geist zieht,, zum Teil auch eine gemeinsame Tendenz. Für. Jeden, der sich überhaupt für Liter ratur interessiert, besitzt die modern jüdische Dichtung Interesse, schon darum,, weil sich bei ihr in ganz eigenartiger Weise alte, Ucberlicferung.der •Vergangenheit und neuzeitliche Anschau־ ung, •wundersam vormischen. Es sind -meist' Mollakkorde, weifche diese'Dichter, und. Erzähler anschlagen; es liegt! wie träumerischer .Nebelschleier über Wort und Gedanken . und selbst.wo. ab. pod,zu das Licht des Humors־durchdringt,.scheint cs gedämpft und ohne recht das Herz־ zu. erwärmen. Der Fernstehende vermag sich zuerst nur schwer in den Gang dieser Gedanken und Empfindungen hincinzuleben, und erst, wenn dies geschehen, die vielen zerstreuten Schönheiten in sich aufzunchmen. Als Rezitator war für den gestrigen Abend Herr Jänicke, Mitglied unseres Stadttheaters, gewonnen worden, der sich als ein ganz vorzüglicher Sprecher erwies und den geistigen wie den Empfindungsinhalt der für die Vorlesung ausgewählten modern-jüdischen Dichtungen erschöpfend zum Ausdruck brachte. Es befanden sich darunter auch einige Erzählungen wie die traurig stimmende Skizze ״Sein Haus" von M. J. Bcrditschewsky-Berlin oder auch die allegorischphantastische Fabel ״Hundegeschichte“ von J. L. Perez-Warschau. Hier wie auch in den Gedichten ״Sephirah“ von Morris Rosenfeld-New-York, ״Ghetto“ von Abraham Reisen-Warschau etc. hatte Herr Jänicke iede Einzelheit liebevoll erfasst und verstand es, das Gefühlsleben dieser Dichtungen zur klaren Anschauung zu bringen. Der Abend zerfiel in zwei Teile. Lebhafter Beifall folgte jeder einzelnen Vortragsnummer.“ Breslau. Am 4. März sprach in sehr gut besuchter öffentliehen Versammlung Rabbiner Dr. Ku rrein au;s Teplitz über ״das'jüdische Volkstum und den Zionismus“. Ueber eine Stunde verstand der Redner mit seinen vorzüglichen Ausführungen die Hörer zu fesseln, ohne zu ermüden. Er gab eine Geschichte des jüdischen Volksgedankens und Volkswillens, siegreich stets gegen Assimilation ankämpfend, von Babylon bis zur Jetztzeit. So müsse und werde auch der Zionismus siegen, das lehre die Geschichte. Aber unsere Juden verstellen nicht aus der Geschichte zu lernen, die doch für alle Lehrmeistern! sonst sei. Der Vortrag, der sich durclt grosse Sachlichkeit auszeichnete, die aber durchaus nicht trocken erschien trotz Vermeidung aller hochtönenden Phrasen und schänen Redensarten, fand reichen Beifall. Es war vielleicht das beste, was in einer Breslauer zionistischen Versammlung bisher gehört wurde. Zu einer Diskussion kam es nicht. Nur eine Anfrage aus dem Publikum beantwortete noch Dr. Kurrcin. Zum Schluss sprach noch der Vorsizende Zahnarzt Schachtel. Er v/ies auf die« neuerdings auch in Deutschland immer noch zunehmende Anhängerschaft des Zionismus hin und gab einen kurzen Ueberblick über die Geschichte des jüdischen Volkes in der letzten Zeit, die immer mehr und mehr die Notwendigkeit des zionistischen Gedankens und seiner Verwirklichung erwiesen. Es erfolgten einige Beitrittserklärungen und eine Saram- Inug für den Nationalfond. Stettin. Auch in der Stadt, in der man aus einem mit pei1׳- licher Sorgfalt von allen Zionscrinncrungen gesäuberten ״Siddur“ betet, beginnt sich alt-jüdischer Geist zu regen. 8 zionistisch gesinnte Herren beriefen für Sonntag, d. 3. März. e:11e kleine Versammlung ein, irt der Dr. S a n d 1 c r - Berlin vor einem geladenen Publikum von ca. 100 Personen über Wesen und Ziele der zionistischen Bewegung sprach. Da un* mittelbar nach dem Referat 16 weitere Anwesende ihren Beitritt erklärten, so konnte sofort eine Ortsgruppe von 25 Mit* gliedern ins Leben gerufen werden, an deren Spitze Herr Kauf* mann Hermann Jacob trat. Die junge Ortsgruppe gedenkt noch im Laufe des Monats eine grosse zionistische Versamm^ lung einzuberufen. Lübeck, den 9. 3. 1903. Am Sonntag, dem 8. März, hielt Herr Redakteur Klaussner aus Berlin hier in einer von Fieunden und Gegnern unserer Sache besuchten Versammlung des Vereins ״Haschkomoh“ einen Vortrag über den ״Zion i s m u s“. Herr Klaussner fügte seinen hinreichend bekamt* ten ״Gründen“ gegen den Zionismus nichts neues hinzu. Ohne die für. uns grundlegende These des jüdischen Volkstums zu erörtern, erkannte er den Begriff eines jüdischen ״Stammes“ an, schied fedoch von vornherein die osteuropäische Juden• frage grundsätzlich von d$r westeuropäischen. Mit der un* sern Gegnern eigenen, überlegenen Sicherheit, die Gestaltung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse vorauszusagen, versuchte Herr Klaussner den Zionismus objektiv in seiner hilflosen Kindlichkeit unü fibe!־?chäumendcp Jugendlich* rnßmmfizf fr.-taa fl 4יי.** ד־’־׳'.. »

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