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Jüdische Rundschau · 1903-03-06 · Heft 10 (6.3.1903) · page 11

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 10 (6.3.1903)
Date
1903-03-06
Page
– (sequence 11)
Language
German
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No. ao, Jüdische Kundscliaa. Seite 83. Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der Akademischen <3nippe und den der Gmppe angehörenden Mitgliedern des;,Vereins Jüdischer Studenten“ und der ״Hasmonaea", so dass sich die Debatte bis tief in die Nacht hinzog. - Mittwoch, den 25. v. M״ sprach von der Abt zum Stuäiiini der Lebensverhältnisse der Juden Dr. Friedlaender über ״Die Juden in Jerusalem". Der Palästinakurs nahm an dem Abend teil. \ Studenten, die in. den Ferieo Agitation betreiben wollen,. mögen sich wenden an: ’ . ' Elias Auerbach, Lehrterstr. 14/15. Berlin. Bei der am .21. er. in der Synagoge Saarbt Ückerstrasse 30 stattgohabten Generalversammlung des Synagogenvereins Ahawath-Zion erstattete der 2. Vorsitzende, Herr Ludwig Behr, den Bericht, in welchem er das fortschreitende Erstarken des Vereins konstatieren konnte, wodurch derselbe in der Lage war, fiir seine grundlegenden Prinzipien die Förderung des gesetzestreuen Judentums innerhalb des Zionismus und die Förderung der zionistischem Ideen unter den gesetzestreuen Juden zu wirken. Es habe zwar schon massige Leute gegeben, die den Verein bereits tot gesagt hatten, aber das bedeute einem allgemeinen Volksglauben nach ein recht langes Leben. Nach Erstattung des Kassenberichtes und der Dechargierung wurden 2 Anträge des Vor- Standes nach lebhafter Debatte einstimmig angenommen. Der eine ging dahin, die Vorsta'ndswahien alljährlich und nicht »n dreijährigem Turnus unter Auslosung eines Drittels stattfinden zu lassen. Der zweite Antrag ging dahin, die Gebetoidntmg nach sefardiscliein Ritus nicht in die Statuten aufv.unchmen. Zur Neuwahl des Vorstandes erstattete Herr Behr namens der Wahlkommission Bericht, welche übereingekommen war, nur solche Herren in den Vorstand zu wählen, von denen ein ernstes Mitarbeiten an den Zielen und Aufgaben des Vereins zu erwarten sei. Vor Eintritt in die Wahlver- Handlungen spr3eh Herr Reinhart dem bisherigen Vorstände, vor allen Dingen den Herren Kupferberg und Behr, den Dank des Vereins für ihr Mühewaltung aus. Es wurden gewählt: Herr M. Kupferberg zum 1. Vorsitzenden, Herr Ludwig Behr zum 2. Vorsitzenden, Herr Badiau zum 1. Rendanten, Herr Grebler zum 2. Rendanten, Herr Spediteur Moritz Breslau zum 1. Schriftführer, Herr H. Ruckenstein zum 2. Schriftffihrer, die Herren M. Reinhardt und M. Lcchncr zu Synagogenvorstehern, Herr Exporteur Heinrich Silbermann zum Kontrolleur und die Herren Ratli und Moor zu Beisitzern. Herr Behr schloss die Versammlung, indem er die Anwesenden dringend aufforderte, ernstlich an den Aufgaben des Voreins mitzuarbeiten. Anmeldungen zum Verein sind ■zu richten an: Herrn Ludwig Behr, Berlin NO. 55, Heinersdorferstr. 1. Der wochentägliche, recht gut besuchte Morgengottesdienst beginnt um "!7 Uhr. Königsberg. Die Königsberger Zionistische Vereinigung veranstaltet an! 15. März im Artushof ein Purimfest mit an-, sclilicsscndcm Tanz, bei dem ausser einer Reihe von Vor* trägen, Gesangsstücken und Deklamationen auch dramatische Aufführungen nicht fehlen wurden. Auch für ein ritueiles Büffet ist Sorge getragen. Näheres w׳ird in den Anzeigen der Lokalblätter bekannt gegeben. Königsberg i. Pr. Der Akademische ■Verein ״Herzl“ beendigt das dritte Semester seines Bestehens,' und kann mit Freuden konstatieren, dass er sich eine gefestigte Stellung unter der hiesigen Studentenschaft erworben hat. Auf der Antrittskneipe bei Beginn des verflossenen Semesters, ver• mehrte sich unsere Aktivitas durch zwei Mitglieder. Die wissenschaftliche Ausbildung der Mitglieder wurde reichlich gepflegt durch wöchentliche xVorträge, an die sich recht lebhafte Diskussionen anschlossen. Es trugen vor: med. dent. Schercschewsky: ״Die laufende jüdische Tageslittcra* tur“. phii. Fried mann: ״Die goldene Zelt der jüdischen Dichtung in Spanien“, ehern. L e w; i a 11:. ״Sir Moses Mont tefiore“. phii. Fried mann: ״Flaviujs Josephus“. agr. Auerbach: ״Der jüdische Nationalfond“. Derselbe: ״Die jüdischen Kolonieen in Palästina“. ( 3 Vorträge). Ausserdem veranstalteten wir am Schluss des Semesters einen Disknssionsabend . Über den Zionismus. Am Sonnabend, dem 27. Dezember 1902, veranstalteten wir eine Makkab ä e r f e i e r, die einen sehr angenehmen Verlauf nahm* Auch wurde‘für.die körperliche Ausbildung der Vereinsbrüder Sorge getragen. Die Sammelbüchse für den Nationalfond ergab den Betrag von 32,90 Mk. Die Ferienkommission besteht aus den Aktiven Friedmann, Schercschewsky und Zinn. Briefe sind zu richten an cand. phii. F r i e d m a n n, Hintere Vor* stadt 18. Nakel a. Netze. Auf Veranlassung der Akademischen Gruppe der Berliner Zionistischen Vereinigung sprach am Sonntag, dem 22. Februar, im hiesigen Litteraturvcrein Herr Dr. Sa ndl or-Berlin über ״Die jüdische Renaissance“, Wohl die gesamte Gemeinde — gegen 250 Personen — hatte sich eingefunden. Es hatte dem Vorsitzenden des Vereins nicht wenig Mühe gekostet, den Vorstand zu der Berufung eines zionistischen Redners zu veranlassen, woraus tnan sich über die Vorurteile, die in manchen Gegenden des Ostens über unsere Bewegung herrschen, ein Urteil bilden!nag. Nach dem Referate, in dem der Redner den Inhalt der zionistischen Bestrebungen ausführlich dariegte, gaben die Herren indes zu, über die Bewegung nicht orientiert gewesen zu sein, ja, der einflussreichste Herr in der Gemeinde erklärte, bis auf Einzelnes unseren Prinzipien durchaus zustiimncn zu müssen. Herr Rabbiner Dr. PcrlUz bekannte, dass er nunmehr vollkommen auf dem Boden des Zionismus stehe und bereit sei, in einer cv. entstehenden Ortsgruppe den Vorsitz zu übernehmen. Die Diskussion fand nicht in parlamentarischer Form statt, sondern es entwickelte sich in einer grösseren Gruppe in Form von Rede und Widerrede eine Diskussion mehr privater Natur, die die Anwesenden noch lange beisammen hielt. Da cs vor diesem Abend auch nicht einen einzigen Zionisten gab, der den Stamm einer Ortsgruppe lujtte bilden können, und bei der noch mangelhaften Orientierung der Gemeindemitglicder über diese ihnen bisher gänzlich unbekannte Frage musste von einer sofortigen Gründung einer Ortsgruppe abgesehen werden. In den zahlreichen SympathieefkUirungen für den Zionismus liegt aber gewiss gegenüber den Vorurteilen, die bisher über unsere Bewegung herrschten, ein Fortschritt, der durch weitere agitatorische Arbeit wird ausgenutzt werden können. . Filehne. Die Ortsgruppen Filehne. Schöntatike und C7arnikau beabsichtigen Ende März eine gemeinsame Konferenz äbznhalten, bei welcher das Berliner Distriktsbureau durch einen Delegierten vertreten sein wird. Das Distriktsbureau Hannover bittet die Interessenten um Nachricht wegen mehrerer letzthin cingetretener Betriebs- Stockungen. — Die Arbeitslast ist in den letzten Wochen derart gewachsen, dass sich eine prompte Abwickelung der Geschäfte nicht immer ermöglichen liess. Durch Einstellung neuer Arbeitskräfte ist jetzt das Hindernis überwunden. Kopenhagen.' Die zionistische Bewegung, die eben erst von einigen eifrigen Gesinnungsgenossen inauguriert wurde, zieht immer weitere Kreise. Wir verdanken das vor allem dem lebhaften inneren Leben in unsern Kreisen. Unser iüdtscher Turnverein macht gute Fortschritte, und unser hebräischer Sprachklub ist ebenso beliebt geworden, w׳ie er von guten Erfolgen begleitet ist. gh. Cöthen In Anhalt, 25. Februar 1903. Am 24. d. Mts. hielt Rrf. Dr. Groncniann-Hannover im Verein ״Freundschalt" vor zahlreichen Mitgliedern sowie Gästen des Vereins einen Vortrag über den Zionismus. Er entwickelte auf Grund des Baseler Programms in übersichtlicher, leicht verständlicher Weise die Intentionen des Zionismus. Uebergchcnd auf die Frfolge der Kongresse,, wies Redner auf die Gründung der jfidi-

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