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Jüdische Rundschau · 1903-03-06 · Heft 10 (6.3.1903) · page 9

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Journal
Jüdische Rundschau
Volume
VIII (1903)
Issue
Heft 10 (6.3.1903)
Date
1903-03-06
Page
– (sequence 9)
Language
German
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I i! t I *'■*?״,"•■•*l i#%$״• ״** *f *׳f■ %f* ־ ::)ך^#»י%ו«י?^יין״ף 4 r No. 10* JTUdig;cl1e RundBchau. Seite 81. . - ־ ־ . *» 1 b ergreift in ferster Linie das Nervensystem, nimmt dem I Gehirn die Widerstandskraft und wo der Alkoholi.smus durch Generationen das Gehirn unterminierte, ist dies | chemischen, physikalischen und organisch-bakteriellen ן Zerstörern preisgegeben, es entstehen Gehirnkrebs, I Tumor u. s.w. und der Schädelbau wird anomal. I , Bei den abstinenten Juden mag deswegen wohl eine r psychopathische Degeneration möglich sein, die durch i anhaltende Leiden, ungesunden Lebenswandel und Ueberanstrcngung des Gehirns erwächst. Aber die f Möglichkeit zur Regeneration ist jeder Zeit gegeben, : während bei den alkoholverseuchten Völkern der patho- ׳ logische Hang den Willen nicht zur Tat werden lässt, | wenn er nicht schon den Willen an sich lähmt. : Des Weiteren stellt die Arbeit fest, dass nur in einer einzigen Gruppe von Juden Isokephalie überhaupt vor-! kommt, nämlich lediglich unter •Taubstummen, während ־ selbst schon die vollsinnigen Anverwandten, die W. zu- *. gleich mit gemessen, viel ärmer an Jsokcphalcn waren; unter völlig unbelasteten Juden kein einziger Isokephalos sich fand, kam umgekehrt unter den Germanen kein einziger Dolichokephalos vor, dafür . war die inselfriesische Bevölkerung in ihrer Totalität extremkurzköpfig und reich an Isokephalcn! Vergleicht man damit Waldenburgs Resultate bei! seinen Forschungen unter den Juden, so fällt sofort auf,; dass die jüdischen Abnormitäten prozentual sehr gering, überdies stets zugleich extrem kurzköpfig, blond und <׳• blauäugig . sind. Die sämtlichen relativ zahlreichen | Langschädel, die Waldenburg in einem jüdischen Inj Zuchtherde, den er untersucht, fand, waren schwarzhaarig, f repräsentierten also den (im Sinne v. Luschans) semi- tischen Typus in seiner klassischen Form und zeigen I eine ganz bestimmte Form des Hinterhauptes (S. 37 u. 38). : Will man sich auch nicht ohne weiteres Waldenburgs [ Schluss zu eigen machen, dass diese blonden,• blauäugi- ־ gen extremsten Kurzköpfe aus dem fremden amoritischen j Blutcinschlag stammen und in Gestalt der Taubstummen ן aus der jüdischen Rasse ausgeschieden werden, so \ . scheint doch klar, dass letztere als solche keineswegs! zur Degeneration neigt, wie die germanische, ein Um- 1 stand,'den Waldenburg vor allem der Enthaltsamkeit von Alkohol zuschreibt. r Bestätigt sich dieser Satz, so würde sich der Schluss! ־ rechtfertigen, dass Verwandtenehen an sich durchaus j■ nicht die Schuld an der Erzeugung kranker Kinder tra- : gen — eine Behauptung, die auch sonst neuerdings! energisch bestritten wird. Vielmehr würde die Ver-;׳ wandtenchc nur unter körperlich degenerierten Personen 1 und eben nicht wegen ihrer Verwandtschaft, sondern l wegen der Degeneration beider Teile verderblich wirken. Endlich hat Waldenburg mit der auch kürzlich noch von Dricsmanns aufgestelltcn Behauptung aufgeräumt, dass die sephardischen und aschkenasichen Juden sich!י in der Schädclform wesentlich unterscheiden. Lombroso l fand unter den sephardischen Juden Turins 15 pCt. Langr schädel, Waldenburg unter den norddeutschen Aschj kenasim 14,7 pCt. Nach den weiteren Messungen Wal- .. denburgs ist unter den heutigen Juden besonders stark [ ein Schädeltypus vertreten, den W. eurydolichokephal zu \ nennen vorschHigt, d. h. er zeigt eine grosse absolute Länge, die ihn als Langschädel erscheinen lässt, während; in Wirklichkeit der Index die Breite des reinen Lang- Schädels übersteigt. Diese Ergebnisse sind zweifellos von grossem allseitigem Interesse. Sie zeigen klare, von niemand bestreitbare Besonderheiten der jüdischen Rasse, die grosse i Lebenskraft derselben und die Unschädlichkeit der In-; . zucht, die vielleicht sogar kräftigend auf uen Stamm wirkt. Herr Chamberlain wird allerdings wenig erbaut sein, vor allem auch nicht von den Ergebnissen bezüglieh der ״arischen Edelrassen“. . . Dr. ^dolf Friede mann. Zur Kriminalität der Juden. Von Ibn Asrak. Über die Kriminalität der Juden ist mancherlei gefabelt worden. So hat, um ein Beispiel zu nennen, im Jahre 1881 ein anonymer Feigling an der Hand statistischer Tabellen, die er sich für seine Zwecke äusserst geschickt zurechtkombiniert hatte, ״nachgewiesen“, dass der Juden Anteil am Verbrechen viermal, ja für einzelne Delikte sechszehnmal so gross sei, als der anderer Mensehen. Heute ist man sich darüber klar, dass die Kriminalitat der Juden ganz bedeutend geringer ist, als die der Völker, in deren Mitte sie leben. Ein Blick auf die Kriminalstatistik bestätigt dies. Allerdings scheint es bei einer oberflächlichen Betrachtung, als ob die Juden inbezug auf einzelne strafbare Handlungen äusserst ungünstig dastchcn. Doch bandelt es sich hier ausnahmslos um ganz spezifische BerufsdeÜkte, um Schossdeükte solcher Berufe, an denen die Juden unverhaltnismüssig stark beteiligt sind. Finden wir beispielsweise, dass in Deutschland — relativ berechnet — zehnmal so viel Juden wegen einfachen Bankerutts verurteilt werden als Christen, so beweist diese Ziffer nichts. Hier haben wir vielmehr erst zu fragen: ״Wieviel jüdische Kaufleutc gibt es und wieviel christliche? und wieviel Bankerutu'ülle kommen auf 100 jener und dieser Kategorie?“ Mir ist es bisher nicht möglich gewesen, diese Berechnung auszuführen, da mir das nötige statistische Material fehlt, doch finde ich bei einem vorurteilslosen Schriftsteller die Angabe, dass gemäss der preussisclien Statistik das Ergebnis für die Juden nicht ungünstig ist. Im Uebrigen sei hier erwähnt, dass im Jahre 1899 im Deutschen Reiche folgende Delikte überhaupt judenrein waren: Münzverbrechen, Androhung eines gemeingefährlichen Verbrechens, Blutschande, Unzucht unter Missbrauch eines Vertrauensverhältnisses. Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen, Kindesniord, Abtreibung, Aussetzung, schwere Körperverletzung, Raufhändcl, Vergiftung, Menschenraub, Entführung, gewisse Fälle der Urkundenfälschung (St.-G.-B. 274 2, 275, 276, 277—9, Invaliditäts- und Altersversicherungsges. 54), Gefährdung eines Eisenbahntransports, einige gemeingefährliche Delikte, Dynamitverbrechen, passive Bestechung, Unterschlagung im Amte, andere Amtsdelikte (St.-G.-B. 352, 336—9, 353--7). An einer grossen Anzahl anderer Straftaten sind die Juden nur ganz minimal, oft mit nur einem Fall, beteiligt. Nun entsteht natürlich sofort die Frage nach der Ursache der geringen Judenkriminalität. Und hierdurch sind auch meine heutigen Ausführungen veranlasst worden. Denn es ist schon mehrfach versucht worden, die günstige Stellung der Juden in der Kriminalstatistik zu erklären. So wird behauptet, dass die Anhänger der Religionen, weiche in einem Lande in der Minorität sind, weniger delinquiercn als‘die Majoritäts-, namentlich herrschenden Religionen, und dass dor Vorzug der Minoritäten desto grösser ist, je kleiner die Zahl ihrer Anhänger ist und je feindseliger ihnen die herrschende Religion gegenübersteht. Dies ist falsch, denn einmal stehen z. B. die Katholiken in Preussen, obwohl sie gegenüber den Evangelischen in der Minorität sind, ungünstiger da als diese; ferner müsste nach obigem Gesetz beim Wachsen des Antisemitismus der Anteil der Juden am Verbrechen f 1 *״t*¥״*•*?! **,V• ינ/# icvr

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