Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 4 (23.1.1903)
- Date
- 1903-01-23
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 28 _ Jüdische Hnn(lsoI1au._ffo» 4• '*■•"»«׳*יי" *"*£*וי*# /«׳> Aus der Bewegung. Das Distriktsbureau Berlin ersucht dringend alle Ortsgruppen, Vertrauensmänner und alle sonstigen Besitzer. von Schekelblocks in seinem Bezirke um Ein- Sendung der bisher gesammelten Schekelgelder und Landesorganlsatiönsbeiträge, sowie bereits gefüllten Schekclblocks. Andere Blocks sind bis zur Schluss- Abrechnung über das lautende Jahr zurückzubchaltcn. Berlin. Am Sonntag, dem 15. März 1903, findet im grossen Saale des Hotels ״Vier Jahreszeiten“, Prinz Albrcchtstr. 9, ziir Feier des Purimtagcs ein Kostümfest statt. Die 'Berliner Zionistische Vereinigung und die Nationaljiidische Frauenvereinigung veranstalten es gemeinsam. Der Saal fasst mit den uns zur Verfügung stehenden Nebenrätmien 500 Personen. Näheres wird noch bekannt gegeben. ־ . < . Berlin.!11 der Jiidischnationalcu Frauenvereinigung wird Pr. Klee anfangs Ecbriiar fiber das Thema: ..Der Zionismus und die Frau“ sprechen. Pie hebräischen Kurse finden jeden Dienstag. Abend 8’•-• Uhr. uiiter der Leitung von Pr. Wilhelm l.ewy statt. Lokal: Auguststrasse •19 a. ׳ Berlin. Akademisch e 0 r 11 p p e. Der P a 1 ü s t i n a• kursus fiel am Mittwoch, dem H. d. M. aus. Die S c h u (gruppe hatte am Soimahend. dem 17. d. M. ihre Sitzung imtt r der Leitung von Pr. Klee. Es referierte ().Treidel über ..Zerstreuung oder Konzentration“. An das Referat schloss sich, wie es im Plane dieser zur Ausbildung der jüngeren Kräfte bestimmten Abtheilung liegt, eine rege Debatte. Sonnabend, den 2-k. findet in Cassels Hotel. Burg- Strasse 16. um *-•9 Uhr die nächste Allgemeine Sitzung der' Akiulemistlicii (ו r tippe statt. Tagesordnung: I. Geschäftliches. 2. Vortrag von Pr. Jakob Spinner: ..Die Juden in Galizien", 3. Diskussion; 4. Konstituierung der ״A b t c i 1 u 11 g z u nt S 11t d i u m der Lebens v e rhält 11 i ssc der Juden“. Das Erscheinen ist für alle Mitglieder obligatorisch. Sä 11H I i c h e־ a 11 ss t c h e n d eil Beiträge sind mitz u b r i 11 g e 11. . M i t t w o c 11, den 28. d. M.. öffentliche A k n d cm i k e r ־ V e r s a 111 m 111 ח g im ״Eiskeller”. Chaiissecstr. 8S, 9צ.נ Uhr c. t. 1. Referat von Dr. Sandler: ״Die Juden und die nationale Frage in Deutschland“. 2. Diskussion. - Zahlreiches Erscheinen unserer Freunde, besonders aber unserer Gegner, erwünscht. . Anfragen und Adressen für Einladungen an Elias Auerbacli. Lchrtcrstr. 1415'׳. Berlin. Der hcbräisch-Iitterarisehe Verein ..Snplia Berurah“ שפה ברורה hat am Sonnabend,■ dem 24. Januar 1903, abends SK* Uhr im grossen Saale ״Fribocs", C. Munzstrasse .171. eine grosse Versandung, bei der Schriftsteller Rüben Brainiu einen hebräischen Vortrag Fiber Ruhen A. Brandes halten wird. An den Vortrag sehlicsst sich eine Diskussion an. Für die Mitglieder findet ein geschäftlicher Teil’statt.‘ Gäste sind herzliehst willkommen. ־ ־. Samtcr. Am II. Januar hielt hier, auf Einladung des Litteratur Vereins. Pr. Jeremias aus Posen einen Vortrag über ״Ziele und Geschichte'des Zionismus“. Die ausserordentlich zahlreich’ erschienene Zuhörerschaft folgte den Ausführungen des. Refereuten mit gespannter Aufmerksamkeit. In der D;v kussion.-die sich recht lebhaft gestaltete, brachte der Ge-, ttieindcrabbincr. Dr. •Wrcsebuer, fu sehr gemässigter Form seine Einwäude vor, betonte jedoch auch anerkennend den idealen" Wert der Bewegung und ihre realen Erfolge in der Bekämpfung der Entjudung. Ein Freisinniger protestierte energisch in der iiHichen Manier: wir sind Deutsche• und wollen Deutsche bleiben; ein anderer Redner - ,.‘>1 Zionist“ - fand am Zionlsmus nichts auszusctzeii als die allzugrossc Begeisterung, welche von der Mitarbeit an den politischen Interessen des Wirtsvolkcs abziehe. Allen wusste der Referent mit schlagenden Widerlegimgcn zu bcgcgiten.׳ Der unmittelbare Erfolg des Abends ist jedenfalls eine Aufklärung der S.'er Judenscbaft über den Zionisrnus, von dem sie bisher nichts oder rtur Karrikaturen kannte. Llssa l P. Auf Veranlassung der ״Akademischen Gruppe der Berliner Zionistischen Vereinigung‘‘ sprach Dr. mcd. Sandlcr-Berlin im hiesigen Littcraturvercin über das Thema: ״Jüdische Renaissance“. Der Redner entwarf in 1% ständigen Ausführungen ein Bild von der östlichen und westlichen Judenfrage, erläuterte das Wesen der zionistischen Bewegung und besprach endlich die Aufgaben des Zionismus in Gegenwart und Zukunft. Der Vorsitzende des Vereins, Rabbiner Dr. Bäck gab, ohne seine Anschauungen mit denen des Redners 'eilig zu identifizieren, seiner lebhaften Sympathie für die dargelegten Bestrebungen Ausdruck. Das Publikum, das den grossen Saal der jüdischen Gcntcindcschule bis zum letzten Platze füllte, spendete reichen Beifall. Zum zweiten Male ist mtumcln* das Publikum über das Wesen unserer Bewegung auf- ‘geklart worden, und der Erfolg wird sicherlich nicht ausblciben. Es bedarf hier in Posen einer fortgesetzten intensiv betriebeiicn Auflkärungsarbeit; aber schon die vorliegenden Erfolge lehren, dass sieb das Verständnis für den Zionismus langsam, aber offensichtlich auch schon in.den Poscner Gemeindet: Balm blicht. sn. Gross-Strelitz. Am. 6. 11. er. fand die statutengemässv Generalversammlung statt, zu der fast sämtliche Mitglieder erschienen waren. Nach Abstattung des Kassen- und Jahresberiehts wurde zur Neuwahl geschritten, •die folgendes Re- ׳ snitat ,brachte: A. Vulkan. Vors.; Willv Nothmaun. Schrift!.;, J. Roseiitlia!. Kassettw. Der übrige Inhalt der Tagesordnung betraf interne Angelegenheiten. ■ Köln. Trotzdem wir wenige Berichte!11 die Welt hinausschicken gibt cs doch wenige Städte in Deutschland. w־o die ־ zionistische Bewegung so feste Wurzel gefasst hat. wie in Köln. Allenthalben,־ wo Juden Zusammenkommen, bildet der Zionismus das Gesprächsthema, in allen jüdischen \ ereilten rechnet man mit den' Zionisten und vor kurzem sagte ein Gegner unserer Bestrebungen in einer öffentlichen Versammln!!;:: die ■ einzigen, die sich in Köln für Judentum und jüdisches Leben interessieren, sind die Zionisten. Solches Lob aus gegnerischem Lager beweist, dass wir hier nicht untätig si,1j. — Der jüdische Turnverein, den man hier mit dem Zionismus Idenliiizicrt. feierte im grossen Saale der Lcscgesellschaft die Heldentaten der Makkabäer, lieber 5UU Person«.•־! aus allen Schichten der Bevölkerung nahmen an dem Feste teil und man musste die Begeisterung und die Rührung gesehen haben, als die strammen Turner unter der bewährten Leitung des' Turnuart$ Herrn Heinr. Meyer in deii Saal marschierten. Herr Wolffsolm hielt. — sclbstvcrst:iml;;cn — in echt ‘ national-jüdischem Sinne die Festrede und nachdem •noch einige gemeinsame Lieder verklungen waren, wurde׳* Ott? Ludwigs ...Makkabäer“ zur Aufführung gebracht. Dass des Jüdischen Nationalfonds gedacht wurde. Ist nur nalürlicjt, waren doch nur sehr wenige Nicht-Zionisten anwesend, solche, die zwar der Idee sehr ״sympathisch“ gegeniiberstehen, aber imitier noch ihre ..Wenn und Aber“ haben. -- Letzten Samstag sprach unser Gesinnungsgenosse T 11 a Iheim er über ,.Altnculand" von Dr. Herzl. Das Verthslokal im ..Wiener Hof“ war dicht gefüllt und eine noch Intercssantcrc Diskussion schloss sich.dem Interessanten Vorträge au. Vor einigen Wochen wurde eine kleine Bibliothek für die Vereinigung angcschat'ft. meist zionistischen Inhalts »md wird dieselbe rege von den Mitgliedern benützt. Dass wir in jüdischeu Vereinen, die bis jetzt den Zionismus vollständig ignorierten immer mehr an Einfluss gewinnen, beweis!, dass . im hiesigen Verein fiir jüdische Geschichte und Litteratur, der über Mitglieder zählt, m der letzten Generalversammlung 3 Zionisten in den Vorstand gewählt wurden und zwar Dr. Bodcnhcimcr. D. Wolffsohn und S. Goldreich. . In der am 17. ds. stattfindeiiden Vcrcinsvcrsammlung wird nunmehr der Share-Club definitiv ins Leben gerufen.־ .Die Kommission hat alle vorbereitenden Schritte hierzu bereits. getan und zirka 40 Herren haben sich schon bereit erklärt, dem. Sliarc-Club beizutreten. > . . ,; ,. . A»cl> ausserhalb Kölns regt cs sich. In Siegburg sprach’• «itser Gesinnungsgenosse Dr..!I d e I s t c i 11: natürlich gab cs eine •interessante Debatte;.über Zionismus, in Bar!ne״ und M ü n c h c n - G I a d b a-C,h sind die dort wohnenden Zionisten 1 i ו 4 i I * ו¬! י , « *• »•*> *V״ff־’%«***t* JI»/ **י»\*,? j; ft ״ft»«».«%«** •«*#«?;