Jüdische Rundschau
- Journal
- Jüdische Rundschau
- Volume
- VIII (1903)
- Issue
- Heft 1 (2.1.1903)
- Date
- 1903-01-02
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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'י r י ,, '־ * ״’־'־' A־". 1 ׳ßsitö 6. Jüdische Chnnuknhlichter“ von M. Rosenfeld und ״JttdaMakka- bis Gebet*“ von Tb. Zlocisti fanden in Frl. P. Rattner und Frl. L. Poraeranz ihre liebenswürdigen Interpre- (innen. — Den Schluss des würdig verlaufenen Abends bildete eine Reibe von Lichtbildern mit Erklärungen von Palästina; als aber zum Schlüsse auch die Bilder vou Dr. Rülf. ufid Dr. Herzl gezeigt wurden, erreichte die Begeisterung des Publikums ihren Höhepunkt und das vom Vorsitzenden der Vereinigung, Dr. Hoppe, auf unseren Führer Dr. Herzl uusgebrachte Hoch wurde mit tosendem Beifall aufgenommen. — Die Feier, die erst nach Mitternacht geschlossen wurde, hatte auch in praktischer Hinsicht ein sehr erfreulich-s Resultat, denn mehrere neue Mitglieder schlossen sich der Vereinigung an, die eingeleitete Sammlung zu Gunsten des Eationalfonds ergab die Summe von ca. 125 Mark und die zum Verkauf ausgelegten zionistischen Bücher, Broschüren und Ansichtskarten fanden einen grossen Absatz. — Zum Schlüsse sei noch an dioser Stelle unser Dank dem Herrn Aschkenasy ausgesprechen, in dessen Händen während des ganzen Abends die Klavierbegleitung lag. N. rg. Memel. Durch die Initiative des Frl. Jenny Tauber wurde hier am 30. November eine jüdisch-nationale Frauenvereinigung gegründet, die sich der hier seit mehreren Jahren bestehenden männlichen zionistischen Vereinigung anschloss. Bei der konstituierenden Versammlung sprach Frl. Tauber über das Thema: ״Was ist Zionismus?“ Der in schöner Form und Sprache gehaltene Vortrag wurde mit grossem Beifall auigenonimcn, und hatte viele Beitrittserklärungen zur Folge. Der Vorstand der bereits 35 Mitglieder zählenden Vereinigung setzt sich aus folgenden Damen zusammen: Frl. J. Tauber I. Vors., Frau Altschul II. Vors.; Frau D. L. Wolffsohn Kassierer und Frl. Rahcl Gutkin Schrift!. Ani vorigen Sonnabend fand die erste, sehr gut besuchte Generalversammlung statt, auf der der Beschluss gefasst wurde, Kurse zur Erlernung der hebruischcn Sprache sowie jüdischer Geschichte und Litteratur cinzurichtcn. Die Mehrzahl der Mitglieder sagten ihre Be־ (ciligung an den Kursen zu. Halberstadt. Die hiesige zionistische Vereinigung ״Tikwas Zion“ hielt am 22. d. M. ihre zweite Generalversammlung ab, in welcher anstelle des leider von hier scheidenden Herrn Blum Herr A. S. Winter zum ersten Vorsitzenden — Wohnung: Kaiserstrasse 26 — und die Herren Lehrer Stern, Moritz, Samson und Karl Goldschmjdt zu Vorstandsmitgliedern gc• wählt wurden. Für den Monat Januar, wurde eine kleine Makkabäerfeicr in Aussicht genommen, und eine grosse Ver- Sammlung geplant, zu der w׳ir Dr. Klee als Referenten zu gefundscliau. **0. 1• . -:י-י ־- -־־•■ 1 winnen hoffen. — Herrn Hugo Blum; der sich mit seltener Hin-! gäbe und Liebe in den Dienst der zionistischen Sache gestellt hat, und diese hier mit allen seinen Kräften gefördert hat, sei auch nochmals an dieser Steile der Dank der Halberstädtcr zionistischen Vereinigung für. sein. mannhaftes Wirken ausgesprochen. . , Budapest. Unter der Marko ״Der grosse Kampf“ , bringt die zionistische ״Ungarische Wochenschrift“ 5 folgende Auslassung: Einen harten Kampf, wie man; sich ihn nur schwer vorstellen kann, hat die ״Ungarische; Wochenschrift“ wegen ihrer begeisterten zionistischen Richtung gegen Gehässigkeit, schurkische Verläumdüng und Anfeindung zu bestehen, wo man sich der ' schmutzigsten Waffen bedient. Diesem Umstando ist es bekanntlich zuzuschreiben, dass unser Redakteur, der hauptstädtische Kommunallehrer Herr Julius Gabel die verantwortliche Redaktion zurücklegon und Herrn M. S c h w e i s s übertragen musste. Es ist nun unseren Hassern gelungen, auch diesen braven Mann einzuschüchtorn, so dass die verantwortliche Redaktion der ״Ung. Wochenschrift“ demnächst wieder gewechselt werden dütfte.“ — Wir haben in Berlin auch viel auszustehen gehabt, aber so lumpig und gomein wie in Ungarn hat sich nirgend unsere Gegnerschuft gezeigt.; Amsterdam. Der Ncderlandsche Zionisten Bond bat eine; Makkabäeriestmiimncr herausgegeben, die unter anderen inter-! essanten Beiträgen einen Brief des Amsterdamer Oberrabbiners :!י Dr. Dünner enthält, in dem er seine Meinung über den kul-! I turellen Zionismus insbesondere zum Ausdruck bringt. 1 ך _ 1 Das Bureau ,,Jüdische Hochschule“ ist unter j anderem jetzt mit der Durchführung einer Enquete; unter den in Westeuropa studierenden russischen und! rumänischen Juden beschäftigt. Wir ersuchen alle Freunde unserer Sache, an den Hochschulen mit! deutscher Vortragssprache uns in dieser Arbeit durch I Angabe von Adressen derjenigen Personen, die bereit J wären, in den betreffenden Städten die Leitung der j Enquete zu übernehmen, uns zu unterstützen. Wir ן werden, sobald wir im Besitze der Adressen sind, j unsere Fragebogen und sonstige Drucksachen unver- I züglich zur Verfügung stellen. Bureau ״Jüdische •i Hochschule“, gez. Dr. Ch. Weizmann, Privatdozent Genf (Schweiz) Rue Lombard 4.! allen andern das Verdienst zukommt, diesen Bau zur Erlial- ,tun!! des Judentums und der Judenheit aufgeklärt zu haben. Ihr *Werk war mehr als das aller ihrer Nachfolger ein in eminenten Sinne nationales. Wenn /־ir dies ins Auge fassen, begreifen wir die Wichtigkeit der Erforschung und Darstellung gerade der Mischnah, ihrer Lehrer und ihrer Lehre. Hier ist das spätere Judentum aufgebaut; und auch jenes Judentum, das längst die Gesetze als unnötigen Ballast von sich geworfen hat, kann sich nicht aus dem historischen Zusammenhänge loslösen, der mit der Mischnah, als dem ersten grossen . Markstein, beginnt. Brau 11 Schweiger gebührt das Verdienst, in Wissenschaftlieber Arbeit die Biographien der Tanaitn zusanuneiigcstellt und zu populärer Darstellung gebracht zu haben. Es wäre unnötig, etwas anderes zu dem Lobe seines Buches zu sagen, als dass es kaum mehr als eines Jahrzehntes bedurfte, um eine neue Auflage notwendig zu machen. Da sind wir bei Büchern der j talmudistischen Litteratur leider nicht zu sehr gewöhnt. Immerhin können wir nicht umhin, zuzugestehei», dass wir 11• manchen . Dingen eine andere Darstellung gewünscht hätten, I •5 aber cs würde heissen kleinlich zu mäkeln, und wir wollen j den Wert des vortrefflichen Buches nicht zu schmälern. Dank- J bar sind dem Verfasser alle Freunde wohlgeordneter Bücher! für die Anordnung nach dem hebräischen Alfabet, dem! praktischsten Prinzip für solche Gegenstände, wenn es auch wünschenswert gewesen wäre, das dem Leser zu sagen, anstatt dass er gezwungen ist, das sich selbst zu abstrahieren, ferner für das sehr gute deutsche Namenregister und die Aufführung der hebräischen Stellen. Dieses letztgenannte Register läuft freilich umgekehrt zur Seitenzählung. Das Buch ist vortrefflich und sollte hi keiner Bibliothek fehlen. Wir empfehlen es in dieser neuen, wirkich sehr verbesserten. Aufläge allen unsern Freunden aufs Wärmste. ־ . ' H. L.