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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-06-01 · Heft 6 (Juni 1931) · p. Seite 95

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 6 (Juni 1931)
Date
1931-06-01
Page
Seite 95 (sequence 16)
Language
German
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es sich hier in der Hauptsache nicht um Abiturienten ausländischer Schulen handelt, sondern um Ausländer mit deutschem Abitur, deren Eltern seit Jahren ihren ständigen Aufenthalt in Deutschland haben.* Nach Abzug der Ausländer gestaltet sich die Entwicklung der inländischen jüdischen Studentenschaft der preußischen Universitäten wie folgt: Zunahme von 1924/25 bis 1926/27 ... 9,7 % (von 1 434 auf 1 573) Zunahme von 1926/27 bis 1930/31 . . . 51,0 % (von 1 573 auf 2 375) Die inneren Bewegkräfte dieser Entwicklung treten erst zutage, wenn wir die Zahlen für die männlichen und weiblichen Studierenden getrennt betrachten. Man erkennt dabei ein bedeutend rascheres Anwachsen auf der weiblichen Seite (In- und Ausländer zusammengefaßt), besonders in den letzten Jahren. Es betrug die Zahl der jüdischen Universitätsstudierenden in Preußen: männlich weiblich abs. Zahl Zunahme »/o* abs. Zahl Zunahme o/o* W.-S. 1924/25 .... 1 512 — 389 — W.-S. 1926/27 .... 1581 4,6 438 12,6 W.-S. 1930/31 .... 2142 35,5 862 . 96,8 Zunahme gegenüber der Vorperiode. Diese Zahlen umfassen die Gesamtmasse der immatrikulierten Studierenden und sind daher keine konforme Abbildung der wirklichen Entwicklung. Denn wir wissen, daß gerade in den letzten Jahren sich bei den Studierenden ganz allgemein die auffallende Tatsache einer verlängerten Dauer der Studienzeit in Erscheinung tritt, die offenkundig mit der schlechten wirtschaftlichen Lage der studierenden Jugend und mit der Notwendigkeit, das Studium häufig zu unterbrechen, auf der Suche nach Verdienstmöglichkeiten anderweitige Anstellungen anzunehmen usw., zusammenhängt. Aus der Statistik für die Jahre 1925—29 läßt sich ersehen, daß der Abgang mit 6—7 Semestern stark zurückgegangen, während der Anteil der Abgänge mit 10 und mehr Semestern in ausgesprochener Zunahme begriffen ist. Von je 100 Studierenden gingen ab: nach einem Gesamtsludium von 6-7 Sem. 9 u. mehr Sem. im W.-S. 1925/26 .......... 25,5 47,1 im W.-S. 1926/27 .......... 17,7 50,3 im Wr.-S. 1927/28 .......... 14,6 53,9 im W.-S. 1927/28 .......... 15,3 Diese Sachlage, sowie die Verlängerung des obligatorischen Studiumminimums für eine Reihe von Fächern trugen mit zur Aufblähung der Zahl der Studierenden im Reiche überhaupt und der jüdischen insbesondere bei. Solange die Wirkung dieses Faktors nicht an der Hand von konfessionel gegliederten Angaben über die Ab- und Zugänge für die einzelnen Semester geklärt ist, läßt sich kein sicherer Urteil über die tatsächliche Zunahme des Studiumdranges der jüdischen Jugend gewinnen. Einen entgegengesetzten Verlauf haben die Verhältnisse in Bayern genommen, wo eine klar ausgesprochene Rückwärts bewegung zutage tritt. Die bayerische Statistik ermöglicht uns die Entwicklung einer längeren Zeitperiode zu verfolgen, so daß wir den Zahlen des Sommersemesters 1930 und des Wintersemesters 1930/31 die der Jahre 1920 bis 1924 entgegenhalten können. Hier zeigt sich nach einem kurzen Aufstieg während der Jahre 1920—23 eine rasche Senkung vom Jahre 1924 an, in deren Folge die Anzahl Vgl. I. Koralnik: Randglossen zur Deutschen Hochschulstatistik, in der Nr. 4, 1930 dieser Zeitschrift, 99

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