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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 78

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 78 (sequence 27)
Language
German
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130 000 bereits überschritten. Der religiösen Zugehörigkeit nach waren in diesem Semester: °/c m. w, zus. o/t evangelisch . . . 73884 12747 86631 katholisch . . . 29504 4838 34342 26,4 sonst.-christlich . 869 122 991 0,8 jüdisch .... 3660 1291 4951 3,8 sonst, nichtchrisil. 280 62 286 0,2 konfessionslos . 1639 321 1960 1,5 unbekannt. . . 775 136 911 0,7 Insgesamt . . 110611 19461 10074 100,0 Von der Gesamtzahl der Studierenden werden 7 530 5,6 % als Reichsausländer angegeben. Die Zahl der jüdischen Reichsausländer stellte sich auf 1502 (1078 männl. und 224 weibl.), d. i. 26,3 % der gesamten jüdischen Studentenschaft. Somit beträgt der prozentuale Anteil der Juden in der reichsausländischen Gruppe das Sechsfache ihres Anteils in der Gruppe der Inländischen (17,8 gegen 5,0 %). Die Hochschulen der einzelnen Länder waren im Berichtssemester wie folgt besucht: Ges. Zahl jüdisch */0 Ges. Zahl jüdisch «/e Preu&en...... 71471 3491 4,9 Bayern....... 19233 458 2,4 Sachsen...... 11682 290 2,5 Württemberg .... 5183 40 0,8 Baden....... 8325 389 47 Thüringen...... 2879 11 0,4 Hessen....... 4699 95 2,0 Hamburg...... 3746 152 4,1 Mecklenburg-Schw. . . 1742 17 1,0 Braunschweig .... 1112 8 0,7 Die jüdischen Ausländer zeigen die höchste Frequenz in Preußen, Sachsen und Baden. Es betrug ihre Zahl: in Preußen 868 24,9% der jüdischen Gesamtzahl, in Bayern 77 16,8 %, in Sachsen 177 61,7 %, in Württemberg 12 50,0 %, in Baden 84 21,6 %, in Thüringen 6 54,5 %, in Hessen 57 59,0 %, in Hamburg 29 19,1 %, in Mecklenburg-Schwerin 7 41,2% und in ßraunschweig 5 62,5 %. Uber den Besuch der einzelnen Hochschulgattungen sagt die neueste Statistik folgendes aus: Insgesamt Universüälen Tcchn. Hochschulen mannt, weibl. zus. mannt, weibl, zus. mannt, weibt. zus. Ges-Zahl der Studenten 110.611 19.461 130.072 78.624 17.183 95.807 22.921 828 23.749 darunter Juden . . 3.660 1.291 4.951 2.997 1.209 4.206 520 36 556 in % der Ges-Zahl 3,3 6,6 3,8 3,8 7,0 4,4 2,3 4,3 2,3 Jüdische Ausländer . 1.078 224 1.302 708 201 909 283 12 295 in % sämtl. Juden 29,5 17,4 26,3 23,6 16,6 21,6 54,4 33,3 53,1 Vergleicht man das Winterhalbjahr 1950/51 mit den entsprechenden Abschnitten der Jahre 1928-29 und 1929-50, so ersieht man, daß der Anteil der jüdischen Studentenschaft seinen Stand beibehalten hat. So waren von je 100 Studierenden W,-S. 1928/29 W.-S. 1929/30 W.-S. 1930/31 unter den Inländern .... 5,0 2,9 5,0 unter den Ausländern . . . 17,5 18,0 17,8 Bemerkenswert ist dabei die Entwicklung der Verhältnisse in Thüringen. Während man 1924/25 an der Universität Jena nicht weniger als 206 jüdische Studierende gleich 11,5% der Gesamtzahl zählen konnte, erfreut sich diese Hochschule im Wintersemester 1950/51 eines Besuches von nur 11 jüdischen Studenten, was nicht mehr als 0,58% ihrer Zöglinge ausmacht. Besonders aufschlußreich sind die Zahlen für die einzelnen Fakul* täten. Es studierten; 78

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