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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 79

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 79 (sequence 28)
Language
German
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1< J24/25 19 30/31 Ges-Zahl jüdisch <>/o Ges.-Zohl jüdisch % 336 111 33,0 621 5 0,8 Rechtswissenschaften 447 6 1,3 479 2 0,4 Sonst. Disziplinen . . 1104 89 8,1 1779 4 0,2 Dieser Sturz ist der Erfolg des konsequenten Rechtskursus des Thüringischen Kultusministeriums, das in den letzten Jahren bestrebt war, den Zustrom von ausländischen jüdischen Studenten, die fast die gesamte jüdische Studentenschaft in Jena ausmachen, abzudrängen. Die Entwicklung der Verhältnisse in den anderen deutschen Ländern wird in einer der nächsten Nummern in einem speziellen Aufsatz behandelt werden. Die Wohnungsverhältnisse bei den Juden in Riga 1930 Im Anschluß an die amtlichen Publikationen betreffend die Ergebnisse der Volkszählung vom 11. Februar 1930 veröffentlicht der Direktor des Statistischen Amtes der Stadt Riga, Dr. Ernst von Bulmerincq eine Untersuchung über die Wohnungsverhältnisse in Riga (Veröffentlichungen, des Statistischen Amtes der Stadt Riga. Neue Folge, Nr. 8, Riga 1931), aus der man folgendes über die einzelnen Nationalitäten erfährt. Es bewohnten am Tage der Volkszählung: Von den Juden Von den Nichtjuden dar* Deutsche Wohnungsgrö&e abs. o/o abs. o/o abs. o/„ Wohnküche..... 391 0,9 8.925 2,8 567 1,4 1 Zimmer..... 3.400 8,2 133.614 42,1 8.146 19,6 2 Zimmer..... 7.728 18,7 71.926 22,7 8.196 19,7 3 Zimmer..... 10.135 24,5 43.287 13,7 7.970 19,2 4 Zimmer..... 8.579 20,8 24.633 7,8 6.095 14,7 5 Zimmer..... 6.071 14,7 16.663 5,3 4.572 11,0 6 Zimmer..... 2.926 7,1 8.953 2,8 2.849 6,8 7 und mehr .... 2.114 5,1 9.416 2,8 3.164 7,6 Insgesamt . . . 41.344 100,0 317.417 100,0 41.559 100,0 Die Verhältnisse bei der nicht jüdischen Einwohnerschaft, die zu einem sehr großen Teil aus proletarischen Elementen besteht, weichen naturgemäß sehr stark von denen bei der jüdischen, überwiegend bürgerlichen Bevölkerung ab. Am geringsten sind die Unterschiede zwischen den Juden und den Deutschen, welch letztere ebenfalls eine zahlenmäßig starke Bourgeoisieschicht aufweisen. Interessant sind die Angaben betreffend die Wohndichte in Riga. Es wohnten in überfüllten Wohnungen, d. h. zu 3 und mehr Personen in einem Zimmer: Von den 41.344 Juden....... 14.604 d. i. 35,3% Von den 41.559 Deutschen...... 10.362 d. i. 24,9 % Von den 216.448 Letten....... 105.467 d. i. 48,7% Von den 32.104 Russen....... 19.747 d. i. 61,5% Von den 15.381 Polen....... 10.285 d. i. 66,9% Von den 317.417 N.-Juden zus. .... 149.826 d. i. 47,8% Auch hier liegen die Verhältnisse bei den Juden und Deutschen günstiger als bei den übrigen. 79

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