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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 77

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 77 (sequence 26)
Language
German
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Die evangelische Landeskirche verzeichnet für die selbe Periode 159 195, die römisch-katholische 5 659 Austritte. Von je 1000 der Bevölkerung traten in den Jahren 1928-30 aus: bei den luden b. d. Evang. b. d. Kaihol. in Gemeinden mit mehr als 10000 Einw. . 7 51 63 in Gemeinden mit 5 000 — 10 000 Einw. 4 39 46 in Gemeinden mit 3 000 — 5 000 Einw. _ 57 80 in Gemeinden mit weniger als 3 000 Einw. 3 19 20 Zu diesen Zahlen bemerkt das Thüringische Statistische Landesamt (s. Vierteljahresberichte des Thüringischen Statistischen Landesamtes in Weimar, Januar—März 1931): «Das Jahr 1930 brachte, wohl infolge der großen Wirtschaftsnot weiter Kreise, die zur Drosselung vermeidbarer Ausgaben zwang, ein Wiederaufleben der Kirchenaustrittsbewegung in einem Umfang, der in der evangelischen Kirche nur 1920 übertroffen und in der katholischen Kirche überhaupt noch nicht erreicht wurde. Selbst die jüdische Religionsgemeinschaft hat 1930 eine größere Anzahl von Personen verlassen als in irgendeinem Jahr des vorhergehenden Jahrzehnts.» Unter den 20 Personen, die in den Jahren 1928-30 aus der jüdischen Religionsgemeinschaft ausgetreten sind, befinden sich 8 weibliche Personen und 3 Kinder unter 14 Jahren. Die jüdische Bevölkerung der Stadt Breslau Ende 1930 Bei der Personenstandsaufnahme vom 10. Oktober 1930 wurden in Breslau 21 749 jüdische Einwohner, d. h. 3,5 v. H. der Gesamtbevölkerung der Stadt (616 619 Personen), ermittelt. Aus dem Vergleich mit dem Stand am 16 Juni 1925 (Volkszählung) ergibt sich: 16, VI, 1925 10. X. 1930 Zu(-Hbzw.Abn.(~) für die jüdische Bevölkerung ... 23 240 21 749 — 6,4% für die nichtjüdische Bevölkerung . 533 899 594870 + 11,4% Im alten Stadtgebiet wohnen 21 423 Juden 3,8% der Gesamteinwohnerschaft (561 429), im Stadterweiterungsgebiet 326 Juden 0,6%. (Vgl. Monatsberichte des Statistischen Amts der Stadt Breslau. Februar 1931). Die Juden an den Deutschen Hochschulen im W.-S. 1930/31 Von der «Deutschen Hochschulstatistik», die schon früher an dieser Stelle (s. I. K o r a 1 n i k : Randglossen zur «Deutschen Hochschulstatistik», Nr. 4, Oktober 1930) Gegenstand einer methodologischen Erörterung mit Bezug auf die Behandlung der jüdischen Daten war, ist soeben ein neuer Band erschienen, der das Winterhalbjahr 1930/31 umfaßt. Mit besonderer Genugtuung läßt sich feststellen, daß auch diesmal reichhaltiges Material nach Ländern, Hochschulgattungen und Bekenntnissen in bisheriger Vollständigkeit geboten wird. Dies kann besonders in der heutigen Zeit, wenn bei den statistischen Veröffentlichungen an allen Ecken gespart und gekürzt wird, nicht hoch genug dem Verlag (Struppe und Winckler, Berlin) und den Herausgebern angerechnet werden. Die Gesamtzahl der an den deutschen Hochschulen immatrikulierten Studiereuden, die im Winter 1926/27 93 994 Personen betrug und die sich im Winter 1927/28 auf 106681, im Winter 1928/29 auf 113 042 und im Winter 1929/30 auf 122 391 Personen stellte, hat im Berichtssemester die Höhe von 77

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