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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 74

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 74 (sequence 23)
Language
German
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viel höher sind als bei den bürgerlichen Frauen. Das bedeutet aber, daß bei der jüdischen, vorwiegend bürgerlichen weiblichen Bevölkerung sich viel seltener und in geringerem Grade pathologische Reize, die den Gebärmutterkrebs auslösen oder doch begünstigen, einstellen, als bei der christlichen städtischen weiblichen Bevölkerung, die in ihrer Mehrheit dem Proletariat angehört. Bevolkeningsvorgänge in Breslau am Ausgang des XVIII. Jhdts. Von Dr. Felix A. Theilhaber, Berlin-Wilmersdorf. Bei dem Mangel an authentischen Zahlen aus früheren Zeiten dürfte die Anführung der Breslauer Geburten- und Todesziffern von Interesse sein. Dr. I. Grätzer hat einem jetzt kaum noch bekannten Buch «Edmund Halley und Caspar Neumann» (Breslau 1883) die Volksvermehrung der schlesischen Hauptstadt angefügt. Danach betrug in Breslau die Anzahl der jüdischen katholischen Geburl. Todesf. Geburt. Todesf. 1784 . . . 55 65 327 360 1785 . . . 65 62 346 332 1786 . . . 58 83 353 435 1787 . . . 70 38 358 432 1788 . . . 70 38 406 691 1789 . . . 67 62 424 619 1790 . . . 65 85 492 726 1791 . . . 54 70 401 829 jüdischen katholischen Geburt. Todesf. Geburt. Todesf. 1792 . , . 86 60 361 465 1793 . . . 66 55 355 463 1794 . . . 65 71 429 699 1795 . . . 66 80 440 1012 1796 . : . 77 68 520 803 1797 . . . 64 56 505 566 1798 . . . 80 72 585 875 1801 . . . 72 71 610 566 Die Ziffern der evangelischen Bevölkerung sind für einzelne dieser Jahre lückenhaft. Sie sind deshalb weggelassen worden. Die allgemeinen Geburtenziffern schwankten zwischen 1700 und 2 000 Geburten, welch letztere Höhe sie hauptsächlich gegen Ende des XVIII. Jahrhunderts erreichten. Die Bevölkerung Breslaus betrug im Jahre 1710: 40850 Köpfe, stellte sich dann auf 54774 Einwohner i. J. 1751 50 524 Einwohner i. J. 1780 49049 „ „ 1763 54 917 „ „ 1790 51522 „ „ 1770 54 299 „ „ 1800 Dazu kam noch die Garnison mit annähernd zehn Tausend Seelen. Aus diesen Zahlen geht hervor, daß z.B. von 1770—1780 ein Bevölkerungsverlust von 1000 Personen und 1790 bis 1800 von 600 eingetreten ist. Wir fanden bei der vorher wiedergegebenen Bevölkerungsbilanz der Katholiken bereits eine unzureichende Geburtenziffer. Trotz der vermutlich sehr hohen Geburtenzahl ist von 1784 bis 1801 die Zahl der katholischen Todesfälle um fast 2000 größer, sie übersteigt die Geburten um knapp 20 %. Insbesondere in dem Jahre 1795 stehen 440 Geburten 1012 Todesfällen gegenüber. Im Jahre 1791 immerhin 401 gegenüber 829. Auch bei den Juden machen sich besonders ungünstige Jahre bemerkbar. In 6 Jahren von den gezählten 16 Jahren übersteigt die Mortalität die Natalität. Trotz einer, wie wir vermuten dürfen, großen Fruchtbarkeit ist 74

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