Mannheim
Compact Memory

Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-04-01 · Heft 4-5 (April 1931) · p. Seite 59

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 4-5 (April 1931)
Date
1931-04-01
Page
Seite 59 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2650397-2650424-2650428--5815-2651225
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Von den übrigen Wirtschaftsabteilungen bedarf nur noch das Gesundheitswesen einschließlich Wohlfahrtspflege einer näheren Besprechung. Auch hier zunächst die Auflösung in die einzelnen sozialen Schichten, Inländer Ausländer abs. •/» abs. % a.......... 5022 66,34 331 45,53 b ........ . 2098 27,72 302 41,54 c.......... 368 4,86 92 12,65 m.......... 82 1,08 2 0,28 In noch viel schärferer Weise als in der eben behandelten Wirtschaftsabteilung tritt hier der Gegensatz zwischen In- und Ausländern in Erscheinung. 66 % Inländer in der Schicht a stehen nur 46 % Ausländer gegenüber, entsprechend entgegengesetzt liegen die Verhältnisse in den beiden anderen Schichten b und c. Auch hier ist es wichtig die HauptgrappeD, aus denen sich diese Abteilung zusammensetzt, kennen zu lernen. Inländer Ausländer abs. o/o abs. o/0 1. Krankenanst., Heilu. Pflegeanst. . 1283 16,95 132 18,16 2. Offene Krankenpflege usw..... 4 733 62,52 373 51,31 3. Barbiergewerbe ........ 190 2,51 98 13,48 4. Veterinärwesen usw....... 96 1,27 4 0,55 5. Apotheken .......... 458 6,05 21 2,89 6. Leichenu. Bestattungswesen . . . 128 1,69 14 1,93 7. Wohlfahrtspflege........ 622 8,22 76 10,45 Für die Krankenanstalten, Heil- und Pflegeanstalten usw. lauten die Ziffern für die In- und Ausländer ungefähr analog; es muß allerdings hervorgehoben werden, daß schon hier die a Schicht bei den Inländern nicht unwesentlich höher ist als bei den Ausländern. Ungleich größer ist der Unterschied in der offenen Krankenpflege. Hier liegen die Verhältnisse ebenso wie in der Rechtsberatung. Es handelt sich um einen Beruf, der den Ausländem — soweit die selbständige Ausübung in Frage kommt — nur schwer zugänglich ist. Das gleiche gilt von den Apotheken. Günstiger sieht es in der Wohlfahrtspflege aus, der sich insbesondere weibliche Ausländerinnen gerne zuwenden. Uber die Wirtschaftsabteilung E, welche in die beiden Gruppen: Häusliche Dienste und Erwerbstätigkeit ohne feste Stellung oder ohne Angabe zerfällt, ist wenig zu sagen. Die erstgenannte Gruppe umfaßt 3 591 Inländer und 596 Ausländer, die zweite 1600 Inländer und 551 Ausländer. In Prozenten ausgedrückt bedeutet das, daß in der ersten Gruppe ungefähr gleichviel erwerbstätige In- und Ausländer zu finden sind, in der zweiten Gruppe — aus leicht erklärlichen Gründen — mehr Ausländer. Zum Schlüsse noch eine tabellarische Ubersicht über die Wirtschaftszweige, welche zur Abteilung G (ohne Beruf und Berufsangabe) gehören. Inländer Ausländer abs. o/a abs. % W 161 ....... 22010 74,04 2274 45,46 W 162 ....... 1964 6,60 254 5,08 W 163 ....... 1359 4,57 113 2,26 W 164 ....... 2 591 8,04 1 699 33,96 W 165 ....... 372 1,25 273 5,46 W 166 ....... 1636 5,50 389 7,78 59

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.