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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-03-01 · Heft 3 (März 1931) · p. Seite 45

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 3 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 45 (sequence 14)
Language
German
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Die Verteilung der 14159 jüdischen Kinder in den öffentlichen Volksschulen nach Ortsgrößenklassen gestaltet sich 1926 wie folgt: absolute in Prozenten* Zahl 1 II — 2 000 Einwohner . . . 1 327 9,4 0,08 2000— 10000 „ ... 1528 10,8 0,21 10000—100000 „ . . . 2 163 15,3 0,25 100000— „ ... 9 141 64,5 0,94 Zusammen . . . . 14159 100,0 0.34 * I v. H. aller jüdischen Kinder; II v. H. aller Kinder der nebenbezeichnelcn Größenklasse, Von der gesamten Masse der nicht jüdischen Schüler dagegen entfallen rund 40% auf die kleinsten Ortschaften und nur rund 23% auf die Städte mit 100.000 Einwohnern und darüber. Die Zusammensetzung der jüdischen Kindermasse nach dem Geschlecht (7 405 Knaben und 6 754 Mädchen) weicht vom preußischen Landesdurchschnitt in der Weise ab, daß der Anteil der Knaben hier um etwa 2 Prozent größer ist. Von je 100 Kindern der öffentlichen Volksschulen waren: 1921 1926 Oberhaupt luden Überhaupt luden Knaben..... 50,6 53,0 50,7 52,5' Mädchen..... 49,4 47,0 49,3 47,7 Diese Abweichung vom Durchschnitt kommt aber nicht etwa durch einen besonders hohen Knabenüberschuß der jüdischen Bevölkerung zustande. Es zeigt sich nämlich, daß von je 100 Kindern im Alter von 6 bis unter 14 Jahren besuchten im Jahre 1926 die öffentlichen Volksschulen: bei der Oes. Bev. bei der |üd. Bev. Knaben......... 88,2 44,4 Mädchen........ 88,1 42,4 Bei den jüdischen Zahlen nach Provinzen ergibt sich folgendes. Es besuchten die öffentlichen Volksschulen in: v. H. der Schulpflichtigen K M v H. der Schulpflichtigen K. U. Ostpreußen . 38,4 40,6 Sachsen . . . 41,0 55,5 Brandenburg 50,5 46,5 Schlesw.-Holst. 42,5 54,8 Berlin . . . 41,2 41,6 Hannover . . 55,0 46,1 Pommern 50,0 45,0 Westfalen . . 55,7 48,5 Grenzmark . 59,0 64,5 Hessen-Nassau 40,2 38,1 Niederschles. 29,6 21,8 Rheinprovinz . 55,2 55,7 Oberschlesien 55,5 56,6 Hohenz. Lande 75,0 80,0 Ostpreußen, die Grenzmark, Berlin und die Rheinprovinz weichen von der Durchschnittsrichtung der jüdischen Kindermasse insofern ab, als hier verhältnismäßig mehr Mädchen als Knaben die öffentlichen Volksschulen besuchen; die Zusammensetzung der Kindermasse nähert sich hier also dem allgemeinen Durchschnitt aller Konfessionen. Als Grund dafür, daß im allgemeinen in der jüdischen Bevölkerung verhältnismäßig mehr Knaben als Mädchen die öffentliche Volksschule besuchen, ließe sich denken, daß bei den Juden die Neigung besteht, auch den Mädchen die bessere Schulausbildung zu geben, während bei der großen Masse der nichtjüdischen Bevölkerung die bessere Ausbildung, die gewöhnlich mit höheren Ausgaben verbunden ist, eher der Knabe erhält. Ein anderes Problem, zu dessen Lösung ebenfalls die Kenntnis mehrerer Unbekannten nötig wäre, liegt in den Angaben über die Nicht-Be- 45

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