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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1931-03-01 · Heft 3 (März 1931) · p. Seite 44

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
6 (1931) (Neue Folge
Issue
Heft 3 (März 1931)
Date
1931-03-01
Page
Seite 44 (sequence 13)
Language
German
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meinen Durchschnitt von etwa 90 v. H.) die Volksschulen besuchen.* Nachstehend sind die Zahlen der jüdischen Volksschulkinder in den einzelnen Provinzen zur Gesamtzahl der jüdischen Kinder im volksschulpflichtigen Alter in Beziehung gebracht. Von je 100 jüdischen Kindern im Alter von 6 bis unter 14 Jahren besuchten die Volksschule in*: Hohenzollernsche Lande . . 78,3 Brandenburg ...... 49,5 Grenzmark....... 61,5 Oberschlesien...... 48,1 Hessen-Nassau...... 56,1 Pommern........ 46,6 Rheinprovinz ...... 56,0 Sachsen......... 46,1 Westfalen....... 55,0 Ostpreußen....... 44,3 Hannover ....... 53,7 Schleswig-Holstein .... 39,0 Berlin......... 50,7 Niederschlesien...... 37,6 Es ergeben sich hier ähnliche Beziehungen wie unter Zugrundelegung der in unserer Abhandlung über die Verhältnisse im Reich als Notbehelf benutzten «Beteiligungsquotienten», (siehe «Die Juden in den Deutschen Volksschulen», in Nr. 5 der vorliegenden Zeitschrift, November 1930). Insbesondere wird bestätigt, daß der Anteil der Kinder in den Volksschulen umso größer ist, je mehr Kinder auf dem Lande wohnen. Ferner aber läßt sich feststellen, daß dieser Anteil auch zur Gesamtzahl der jüdischen Bevölkerung (bzw. zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung) in positiver Korrelation steht. Zwischen dem Bestehen jüdischer Schulen und dem Ausmaße des Besuchs der Volksschulen durch jüdische Kinder besteht offenbar kein Zusammenhang. Von der Gesamtzahl der jüdischen Volksschulkinder besuchten: 1921 1926 abs. o/o* abs« °/o* öffentliche Schulen..... 15 006 0,5 14159 0,3 Privatschul, m. Volksschulziel . 1691 3,4 2,524 18,1 Anstaltsschulen...... 252 1,1 252 1,3 _ Zusammen . . . . 16 949 0,5 16 935 0,4 •J v. H. aller Kinder in der entsprechenden Schulgruppe. Von den für 1926 ausgewiesenen 14 159 Schulkindern entfielen 12 422 auf die Städte, wo sie sich mit 0,65 % an der Gesamtzahl der Schulkinder beteiligt haben, und 1 757 auf das Land (0,08 % der Gesamtzahl). Der Anteil von 87,7 % für die städtischen und von 12,5 % für die ländlichen Kinder weicht von dem preußischen Durchschnitt, — der 47,5 für die Städte, 52,5 % fürs Land zeigt —, entsprechend der Verteilung der jüdischen Bevölkerung überhaupt stark ab. Es zeigt sich dabei, daß im allgemeinen in den östlichen Provinzen Preußens der Anteil der städtischen, in den westlichen der Anteil der ländlichen Kinder über dem Durchschnitt liegt. Gegenüber 1921 ist der Anteil der Städte fast durchweg gestiegen. So betrug er — um nur einige Provinzen herauszugreifen—in Ostpreußen im Jahre 1921: 74%, im Jahre 1926: 84%; in Pommern entsprechend 76 und 82%; in Oberschlesien: 79 und 93%; in Hannover: 77 und 86%; in Hessen-Nassau: 57 und 63%; in der Rheinprovinz: 69 und 77 %. Der Landesdurchschnitt stieg von 81 auf 87,7 %. •) Da die genaue Zahl der 1926 lebenden jüdischen Kinder im Alter von 6 bis unter 14 Jahren sich nur mit unverhällnismässigem Aufwand feststellen Hesse, ist der Weg gegangen worden. da& die Zahl der bei der Volkszählung von 1925 ermittelten jüdischen Kinder im Alter von 5 bis unter 13 Jahren (32548) um eine nach der Sterbetafel geschätzte Zahl von vermutlich Gestorbenen vermindert worden ist. Es mag noch bemerkt sein, dag die Altersgrenze von 6 bis unter 14 Jahren in Wirklichkeit nach oben und unten ein wenig überschritten wird. 44

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