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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1930-11-01 · Heft 5 (November 1930) · p. Seite 70

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
5 (1930) (Neue Folge)
Issue
Heft 5 (November 1930)
Date
1930-11-01
Page
Seite 70 (sequence 7)
Language
German
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Unsere Ausführungen werden sich, häufig statt mit der absoluten Zahl der jüdischen Kinder mit ihrem Anteil an der Gesamtzahl der Kinder beschäftigen müssen. Es ist dies die Folge der Tatsache, daß die sinkenden Geburtenmassen der Kriegszeit und — nach kurzem Aufschwung in den Jahren 1919 und 1920 — auch der Nachkriegszeit sich als dauerndes Sinken der Zahl der Schulkinder zeigen. Wenn also, um ein Beispiel herauszugreifen, die Zahl der jüdischen Kinder in den öffentlichen Volksschulen Preußens von 15000 im Jahre 1921/22 auf 14 200 im Jahre 1926/27 sank, so ist dies anders zu deuten, als wenn ihre Zahl von 1891 auf 1896 von 30400 auf 27 000 zurückging. Denn damals stieg die Gesamtzahl der Volksschüler von 4,9 auf 5,2 Millionen; dagegen sank sie 1921/22 bis 1926/27 von 5,5 auf 4,2 Millionen. Bedenkt man noch, daß die jüdische Bevölkerung sich langsamer vermehrt als die nichtjüdische (diese um rund 8 v. H. in den Jahren 1910 bis 1925, jene um ca. 5 v. H.)} so wird klar, weshalb die Verhältniszahlen gelegentlich wichtiger sind als die absoluten Zahlen. Wir beginnen unsere Betrachtungen mit der Darstellung der Verhältnisse in den öffentlichen Volksschulen. Die nachstehende Tabelle bringt die wichtigsten Angaben für die öffentlichen Volksschulen des Reichs, der Länder und Berlins für das Schuljahr 1926/27. Länder Gesamtzahl der Schulkinder davon ji abs. disch % o/o-Anteil der II iüd. Bev. (1925) | Länder Gesamtzahl der Schulkinder davon ji abs. i disch °/o fc§ •o2 «tea davon Ostpreu&cn . Brandenburg. Berlin . . . Pommern . . Grenzmark . Niederschlesien . Oberschlesien . Sachsen . . SchleswigrUstein . Hannover. . Westfalen . Hessen- Nassau m. Waldeck . Rheinprovinz Hohenzollersche Lande. Sachsen .... 4,173.836 272.345 260 814 271.109 209.648 41.882 352.180 186.935 342.730 167.303 352.639 624.399 257.732 826.309 7.811 761.479 507.234 14167 398 &56 5339 281 166 612 410 276 163 625 1000 1753 2765 18 1770 1319 0,34 0,15 0,14 1,95 0,13 0,40 0,17 0,22 0.08 0,10 0,18 0.16 0,68 0,34 0,23 0,23 0,26 1,06 0,50 0,32 4,30 0,41 1,05 0,96 0,73 0,24 0,27 0,46 0,45 2,17 0,80 0,40 0,67 D,47 Wiirtfemberg. . . Thüringen .... Mecklenburg- Schwerin . . . Oldenburg . . Braunschweig . . Mecklenburg- Sirelitz .... Schaumburg- Deolsches-Reich* 1926/27 1921/22 254.564 261.600 172.951 146.024 65.103 68 270 48.631 31.276 31.531 21.086 10.232 11.579 5.267 6.659.769 8.894.486 304 892 166 904 38 75 95 39 98 24 37 4 9 19.941 23.333 0,12 0,34 0,09 0,62 0,06 0,11 0,20 0,12 0,31 0,11 0,36 0,04 0,17 0,30 0,26 0,42 1,04 0,22 1,52 0,18 0,28 0,35 0,32 0.45 0,37 0,49 0,16 0,37 0,90 * 1926/27 wie 1921/22 einschliesslich Hamburg, das in keinem der beiden Jahre nach Konfessionen gegliederte Angaben gemacht hat. 1926/27: 89 106 Schüler. Es ist bereits oben auf den Rückgang in der Zahl der Schulkinder und seine Gründe hingewiesen worden. Im ganzen Reich betrug die Zahl der Kinder in den öffentlichen Volksschulen im Schuljahr 1921/22 rund 8,9 Millionen, im Schuljahr 1926/27 aber nur noch rund 6,7 Millionen, — das 70

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