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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 9-12 · p. Seite 171

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 9-12
Date
1927-01-01
Page
Seite 171 (sequence 40)
Language
German
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Statistisches Archiv. Freistaat Sachsen. Die Bevölkerung nach dem Religionsbekenntnis vom 16« Juni 1925. Die Zeitschrift des Sächsischen Statistischen Landesamts 72. und 73. Jahrgang (1926 und 1927) bringt eine Darstellung der konfessionellen Gliederung der sächsischen Bevölkerung nach der letzten Volkszählung. Wir entnehmen ihr folgende Tabelle über die Verteilung der Juden auf die einzelnen Kreishauptmannschaften für die Jahre 1910 und 1925. Verwaltungsbezirk Einwohner 1910 zusammen 1925 Israe 1910 liten 1925 Zunah Einwohner überhaupt 1910/25 ne der Israeliten 1910/25 % Israe 1910 der liten 1925 Kreish. Bautzen . . . , Chemnitz . . , Dresden . . . v Leipzig . . . Zwickau . . . Freistaat Sachsen . . 443549 920543 1350287 1234623 857 659 4806 661 461155 976 079 1393026 1307 312 854 748 4992 320 304 1895 4255 9874 1259 17 587 316 3096 5491 13047 1302 23252 3,97 6,03 3,16 5,88 — 0,34 3,86 3,94 63,37 29,04 32,13 3,41 32,21 0,07 0,21 0,32 0,79 0,15 0,36 0,07 0,32 0,39 0,99 0,15 0,46 Am geringsten ist der Anteil der jüd. Bevölkerung in der Kreish. Bautzen (0,07), am stärksten in der Kreish. Leipzig (0,99). Im ganzen beträgt ihr Anteil knapp Vi %. Die Zunahme der Israeliten ist verglichen mit jener der Gesamtbevölkerung recht beträchtlich. Interessaut ist die Tatsache, daß absolut die Zahl der Anhänger der drei hauptsächlich im Freistaat Sachsen vertretenen christlichen Religionsgemeinschaften seit dem Jahre 1910 beträchtlich abgenommen hat. Der Grund hierfür ist in der gesteigerten Austrittsbewegung der Jahre 1919/1924 zu suchen. Die Zunahme der Israeliten ist vorzugsweise auf Zuwanderung zurückzuführen. nnlpn I ***e Deru^CDe GHedernngf der PWiCH- I Jaden in Polen nach der Volkszählung im Jahre 1921. Unter obigem Titel veröffentlichte Dr. J. Lipowski in der in Warschau in jüdischer Sprache erscheinenden Zeitschrift „Die kooperative Bewegung" 1927 Nr. 5 und 9 eine größere Arbeit, in welcher wir sehr interessante Daten über die Berufsgliederung der Juden in Polen finden. So sind In ganz Polen erwerbstätig in Landwirtschaft Industrie Handel Von je 100 Nichtjuden 82,2 7,1 1,3 » „ 100 Juden . . 9,7 32,3 34,8 Demnach beträgt bei der jüdischen erwerbstätigen Bevölkerung der Anteil der landwirtschaftlich Arbeitenden Vs der nichtjüdischen Bevölkerung, der industriell Beschäftigten ungefähr das 4 % fache der nichtjüdischen Bevölkerung, während der Handelsstand 25 mal so stark vertreten ist. Aber auch in der Verteilung der Erwerbstätigen innerhalb den verschiedenen Zweigen der Industrie und des Handels sind durchgreifende Unterschiede zwischen Juden und Nichtjuden vorhanden. So sind z. B. in der Industrie die Nichtjuden hauptsächlich in den nachfolgenden 7Gruppen: Textilindustrie(19,9%), Bekleidung(18,2%), Bergindustrie(12,7%), Ernährung 8 9%), Metallindustrie (7,7%), Holz (9,5%) und Bauindustrie (7,4%), beschäftigt, von den Juden aber beinahe die Hältte(47,l%) in der einen Gruppe in der Industrie: Bekleidung. In den 3 Industriezweigen: Bekleidung, Textil und Ernährung sind beinahe 4/8 aller industriell tätigen Juden untergebracht. Aehnliches sehen wir im Handel, nur mit dem Unterschiede, daß die Juden in diesem Zweige noch stärker einseitig konzentriert sind: Waren- Restauration Vermitte- Geld- Handel Hotelwesen lung handel Nichtjuden . 50,5 31,6 1,0 6,5 Juden. . . 88,5 5,5 4,8 0,7 Genossenschaften Versicherungswesen Nichtjuden ... 8,9 1,5 Juden.....0,4 0,1 Die Sonderart der jüdischen wirtschaftlichen Struktur hat für die Juden in Polen sehr schwierige soziale

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