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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 7-8 · p. Seite 131

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 7-8
Date
1927-01-01
Page
Seite 131 (sequence 33)
Language
German
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- 131 — Zahlenmäßig« Angaben fehlen. Michael Frank und vor allem Kaplan-Kogan liefern uns in ihren Büchern die erforderlichen statistischen Unterlagen. Gleichwohl ist das Problem so klar behandelt, daß dem Büchlein weiteste Verbreitung zu wünschen ist. H. Ph. Die Juden im thüringisch-sächsischen Gebiet während des Mittelalters von Dr. Siegbert Neufeld, Rabbiner in Elbing. Gebauer-Schwetschke Verlag, Halle 1927. Nachdem der Verfasser im Jahre 1917 den ersten Band seiner Studien über die Juden im thüringischsächsischen Gebiet während des Mittelalters der Öffentlichkeit unterbreitet hatte, werden wir nunmehr mit 3 weiteren Aufsätzen als Abschluß der Studien unter dem Titel „Die Einwirkung des schwarzen Todes auf die sächsisch-thüringischen Juden", „Die Zeit der Judenschulden — Tilgungen und — Schätzungen in Sachsen-Thüringen" und „Die Vertreibung der Juden aus Sachsen-Thüringen", bekanntgemacht. Mit außerordentlicher Sorgfalt sind die vorhandenen Quellen bearbeitet worden, so daß jeder, der sich mit der jüdischen Geschichte der Länder Sachsen und Thüringen während des Mittelalters zu beschäftigen hat, zu dem Büchlein greifen muß, das eine wahre Fundgrube für Quellenstudien darstellt. H. Ph. Dr. med. Rafael Becker. Das jüdische Rassenproblem im Lichte der Theorien. (Polnisch.) Herausgegeben von der „Gesellschaft für Gesundschutz der Juden in Polen, TOZ". Warschau, 1927. 54 S. In dieser Arbeit versucht der Verfasser auf folgende Kardinalfragen die Anwort zu geben: 1. Ob die Juden spezielle anthropologische Merkmale besitzen, welche sie als Rasse im biologischen Sinne zu klassifizieren erlauben. 2. Ob die Juden einer Rassenkreuzung unterlagen, und ob noch weiter einer solchen Kreuzung unterliegen. 3. Was für eine Stellung nehmen die Juden in der anthropologischen Klassifikation ein. Auf Grund einer eingehenden und kritischen Analyse, beinahe der ganzen bisherigen Literatur, welche die Frage der Rassenmerkmale der Juden behandelt, kommt der Verfasser zu folgenden Schlüssen. Was die erste Frage anbelangt, so kann man behaupten, daß weder die bei den Juden vorherrschende Rundköpfigkeit, noch Schwarzhaarigkeit machen sie zu einer besonderen Spezies im biologischen Sinne. Noch weniger gelten die verhältnismäßig kleine Körpergröße der Juden und ihre physiognomische Einheitlichkeit als besondere Rassenstigmata. Alle diese Eigenschaften sind bei den Juden durch verschiedene Ursachen entwickelt und weiter gefördert worden. Lebend in gleichen Verhältnissen, und seit langer Zeit durch strenge Inzucht sich weiter entwickelnd, sind die jetzigen Juden zu einer ethnischen Einheit geworden, die wir nur schlechtwegs eine besondere Rasse nennen können. Gleich wie Fritz Kahn und Zollschan, findet auch der Verfasser, daß das Eigenartige der jüdischen Rasse jetzt nicht darin liegt, daß die zeitgemäßen Juden von irgendeiner Urrasse stammen, noch deren Eigenschaften sie nachher rein und unverändert behalten haben, sondern darin, daß die jetzigen Juden ein Produkt der Mischung einiger Zweige der Menschheit sind, die noch in historischer Zeit stattgefunden hat, und nachher im Laufe von mehr als zweitausend Jahren durch gleiche klimatische, materielle und kulturelle Verhältnisse und durch strenge Inzucht in eine homogene ethnische Einheit zusammengeschmolzen sind. Hiermit ist schon die Antwort auf die zweite Frage gegeben. Was die dritte Frage anbelangt, und zwar: welche Stellung nehmen die Juden in der anthropologischen Klassifikation ein? so auf dem Standpunkt der modernen Anthropologie stehend, daß die ganze Menschheit einer Urrasse entstamme, sieht auch der Verfasser in der Rasse nur das Endprodukt einer langen Entwicklungsreihe und stimmt mit St ratz überein, welcher feststellt, daß die Hebräer zum ersten Male in die Geschichte eintraten als Produkt einer Kreuzung einer Völkerkette Nordafrikas und Arabiens mit den übrigen west- und südasiatischen Völkern. Von dieser Zeit fängt die Geschichte des jüdischen Stammes an, welcher nachher in gewisser Hinsicht physisch und psychisch, spezifisch und eigenartig sich entwickelt hat. Autoreferat. Preußische Hochschuistatistikl, Winterhalbjahr 1926/27, Verlag von Streschel und Winkler, Berlin 1927. H. Szpidbaum. Samaritaner. Anthropo-biologisches Studium, (polnisch) Warschau 1927. — S.-A.: aus den „Sitzungsberichten der wissenschaftlichen Gesellschaft in Warschau". Bd. XIX. pag. 331—356.

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