Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 7-8
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 130 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
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- 130 ^- Männer: 110 Polsterer........ 1 Seifensieder...... 1 Chauffeur....... 1 Zimmermann .... 1 Verleger........ 1 Kutscher........ 1 Maurer......... 1 Männer.........120 Arzt.......... 1 Frauen..........30 Rabbiner........ 1 Ehefrauen........15 Tierarzt....... . 1 Kinder......... . 12 120 insgesamt 177 Korrespondenzblatt des Zentralbüros für jüdische Auswanderungsangelegenheiten des Hilfvereins der Deutschen Juden, Berlin, März—April 1927. Literatur. Jevreji u. Beogradu. Napisao Igujat Schlang. Beograd 1926. Die Juden in Belgrad von Ignatz Schlang. Belgrad 1926. In diesem in serbischer Sprache geschriebenen, mit cyrillischen Lettern gedruckten Buche behandelt der Rabbiner der Aschkenasim-Gemeinde auf 144 Seiten die Geschichte der Juden in Belgrad von den ältesten Zeiten der römischen Herrschaft bis zum Abschluß des Weltkrieges. Das populär-wissenschaftliche, in stark patriotischem Geiste geschriebene Werk schildert das wechselvolle Schicksal der Belgrader Juden und das literarische Wirken ihrer Rabbiner, von denen einige auf dem Gebiete der Responsenliteratur Dauerndes schufen. Sehr auffallend ist es, daß das aschkenasische Element in Belgrad oft die Ueberhand gewann, die Führung inne hatte. Dem fleißigen und eifrigen Verfasser gebührt für seine Leistung verdiente Anerkennung. — A. Jevrejski Almanah za godinu 5686. Jzdaje Savez Rabina Kraljevine S. H.S. I. godiste. Vrsac. 1925. IL godiste za 5687. 1926. Jüdischer Almanach für das Jahr 5686. Herausgegeben vom Rabbinerverband des Königreichs S. H. S. I. Jahrgang. Versec 1925. II. Jahrgang für 5687. Der erste Jahrgang umfaßt 302 Seiten und enthält außer dem genauen Kalender und Ritualvorschriften für Tempel und Haus 19 Artikel. Statistisches enthalten die wissenschaftlichen Abhandlun- : gen von Dr. Julius Diamant „Die älteste jüdische; Kultusgemeinde in Kroatien" und Dr. Isak Alkalay i „Die in Belgrad gedruckten hebräischen Bücher". Zum Schluß gibt der Redakteur Dr. L. Fischer ge-; naue statistische Daten über die einzelnen Kultusgei meinden bezüglich ihrer Besteuerten, Seelenzahl, der Aerzte, Advokaten, öffentlichen Beamten, sowie; der Geburten, Todesfälle und Eheschließungen.; Der II. Jahrgang umfaßt 204 Seiten und enthält j Kuitusgemeinden. — A. : Die Juden in Halberstadt und Umgebung bis zur S Emanzipation von Dr. Max Köhler, Carl Curtius | Verlag, Berlin 1927, broschiert M. 4,80. Die Geschichte der Halberstädter Juden ist als i Beitrag zur neueren jüdischen Wirtschaftsgeschichte gedacht. Für derartige quellenmäßige Einzeldarstellungen ist durchaus ein Bedürfnis vorhanden, ' wie wohl auch aus den zahlreichen Publikationen , der letzten Zeit hervorgeht. Verfasser schildert im wesentlichen die sozialen und wirtschaftlichen Zustände, während die geistigen und religiösen Ver-; hältnisse in den Hintergrund treten. Da Halberstadt zeitweise während des 17. und 18. Jahrhunderts die größte jüdische Gemeinde in Preußen war, verdient die Schrift weiteste Beachtung. H. Ph. Die weltgeschichtliche Bedeutung des Judentums und seine Zukunft von Dr. Ernst Joerges, Carl Curtius Verlag, Berlin 1927, broschiert M. 2,50. Die Schrift handelt weniger von der weltgeschichtlichen Bedeutung des Judentums als vielmehr von dem Verhältnis zwischen jüdischer und germanischer Rasse. Verfasser versucht, objektiv zu sein, kann sich aber vielfach von Schlagworten der deutsch-völkischen Presse nicht freimachen. Die Darlegungen beruhen teilweise auf irrtümlichen Vorstellungen, wie sie in manchen Kreisen des deutschen Akademikerstandes vertreten werden. H. Ph. Juden auf Wanderschaft von Joseph Roth. Verlag Die Schmiede, Berlin 1927. Preis gebunden 1,80 M. Das Buch liest man wie einen spannenden Roman. Es ergreift, erregt, erweckt innigstes Interesse und Mitgefühl. Wir sehen unsere ostjüdischen Brüder in dem kleinen polnischen Städtlein, in Wien, Berlin, Paris in ihrem Schaffen, nehmen teil | an ihren Freuden und dem Leide, das so groß ist.