Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 7-8
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 108 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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- 108 - tüchtige Exemplare legt. Es gebe weniger übervölkische und geistig tiefer stehende Länder, wohin die Juden sich retten könnten, darunter auch Palästina, wohin sie jedoch mit einem Spaten in der einen Hand und mit einem Gewehr in der anderen gehen sollten. Ich weiß nicht, wie die Juden diesen Rat aufnehmen werden, die edlen und hochherzigen Verfasser lassen jedoch den Betrug außer acht, den gerade England an den Juden in der Palästinafrage verübt hat. Zum Schluß sei mir noch der Hinweis darauf gestattet, daß kaum viele den Ausgangspunkt der Verfasser teilen werden, der lautet: „The admission of alienz to a crowded country is only advisable when those aliens in physique or mentality are the Anregung und Gelegenheit zu statistischen Beobachtungen über die Wohnverhältnisse der Kölner Juden gab die vom Statistischen Amt der Stadt Köln herausgegebene Veröffentlichung über die „Bebauung und Wohnbevölkerung der Straßen in den einzelnen Stadtteilen Kölns nach den Ergebnissen der Grundstücks- und Wohnungszählung am 16. und 17. April und 6. Mai sowie der Volkszählung am 16. Juni 1925". Diese Statistik gibt Auskunft über die Zahl der an den einzelnen Straßen liegenden Grundstücke, deren Größe und Ueberbauung die Zahl der Wohnungen und die der Bewohner, nach Konfessionen getrennt. Auf dieser Grundlage konnte zunächst die Tafel der Verteilung der jüdischen Bevölkerung im Kölner Stadtgebiet aufgestellt werden. superiors ofthe autochthonous race" (S. 51). Da damit weder gelbe noch schwarze, sondern weiße Elemente gemeint sind, so graut mir vor der Zukunft der europäischen Kultur, die kaum durch eine solche gegenseitige engherzige Abgeschlossenheit gewinnen kann. Und wirklich, auch die Verfasser fürchten, daß sie zufällig einem Spinoza, Heine oder Einstein den Zutritt verwehren könnten. Was würden sie jedoch sagen, wenn der Kontinent uns Engländer im Maßstabe eines Skakespeare, Newton oder mindestens Pearson zulassen wollte? Die Wanderungsfrage ist eine zu ernste, um mit solchen Mitteln gelöst werden zu können, um so mehr, als sie heute die Juden und morgen die Engländer treffen kann. in Köln. Köln. Tafel I. Verteilung der jüdischen Bevölkerung in Köln. &> t-, M C Einwohner¬ 'S g n 2 « CJ Stadtteil Juden § o zahl 1925 ja | $52 Altstadt Nord . . 34833 426 1,22 2,8 Mitte . . 58786 3255 5,55 19,3 Süd . . . 55 936 1384 2,48 8,8 Neustadt Nord. . 44751 1614 3,01 10,2 Mitte . 42998 3597 8,40 22,8 Süd . . 49 323 1715 3,48 11,0 Nippes...... 46 997 308 0,66 2,0 Ehrenfeld .... 73423 802 1,95 5,1 Lindenthal.... 27579 971 3,52 6,2 Sülz........ 42618 548 1,28 3,5 Bayenthal .... 13068 105 0,80 0,7 Marienburg . . . 2 649 233 8,80 1,5 übr. lrh. Vororte 43031 193 0,46 1,2 Deutz....... 21723 159 0,73 1,0 Kalk....... 29975 171 0,57 1,1 Mühlheim .... 54971 238 0,43 1,5 übr. rrh. Vororte 57 298 98 0,17 0,5 Gesamtstadtgeb. 702252 15807 2,25 100,0 Die Wohnverhältnisse der Juden Von Dipl.-Ing. Alexander P i n t h u s,