Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 7-8
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 107 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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- 107 - darf es nicht wundem, daß die meisten jüdischen Kinder in betreff der Reinlichkeit sehr zu wünschen übrig ließen und mit den Engländern keinen Vergleich aushalten konnten, dagegen standen sie nach ihrer Körperhöhe (Tab. XVIII), ihrem Gewicht (Tab. XXI), Zustand des Gebisses (Tab. XXXIX) und manchen anderen Merkmalen nicht unter dem Mittel der englischen Kinder, indem sie nicht selten sogar an die höheren Schichten der letzteren heranreichten. Ob unter solchen Umständen die Behauptung „we schould not be exaggerating if we asserted that they (Alica Jews) were inferior in the great bulk of the categories deold with" gerecht ist, muß sehr angezweifelt werden. Nicht viel besser steht es mit der Beurteilung der geistigen Fähigkeiten. Um dem Verdachte einer unbegründeten Kritik aus dem Wege zu gehen, bringe ich hier Resultate der Intelligensprüfungen, wie sie in Tabelle CXLIV angegeben sind. Verteilung der Intelligenz in den Londoner Schulen in Prozent K n a b e n Mädchen fähig ihig 00 C 1| fähig ihig bß jf und stumpf sehr u. n versti BJO stum; sehr s "p versti so B stum] sehrs Bessere Schulen. . 18,6 34,8 23,1 23,5 13,9 34,6 25,0 26,5 Mittiere Schulen. . 21,3 37,2 24,7 16,8 12,4 41,4 32,5 13,7 Aemere Schulen. . 15,6 32,3 23,5 28,6 15,8 37,2 29,4 17,6 Nach Gilly . 25,1 31,0 23,6 20,3 — — — - Fremde Juden 16,0 36,2 34,7 13,1 7,5 25,5 37,8 29,2 Bei ruhiger unvoreingenommener Betrachtung ist aus der Tabelle zu folgern, daß die Juden eher höher stehen als die ärmeren englischen Schichten2), wobei sie 2) Der Anteil der geistig Regsameren (Summe der beiden ersten Intelligenzgruppen) beträgt bei den Juden 52,2 gegen nur 47,9% bei den ärmeren Schulen. (Anmerkung der Redaktion.) jedoch auch den besseren nicht in vielem nachgeben. Und wenn auch die Juden einen größeren Prozentsatz von geistig Trägen aufweisen, so ist dagegen Stumpfsinn unter ihnen viel seltener verbreitet. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Intelligenzprüfungen, wie sie heute gewonnen werden, überhaupt nur cum grano salis zu nehmen sind, was auch in unserem Beispiel durch die viel geringere Befähigung der jüdischen Mädchen und zwar nicht um im Vergleich auf den englischen, sondern auch mit den jüdischen Knaben bestätigt wird. Während die Verfasser auf letztere Erscheinung sehr viel Wert legen, ist für mich nur ein Beweis mehr dafür, daß die Unterlagen der ganzen Untersuchung nicht ganz sicher sind und an irgend etwas kranken müssen. Denn logisch kann ja an eine besondere Unfähigkeit der Jüdin nicht gedacht werden, da das mit einer Annahme geschlechtsgebundenen Intelligensmangels speziell bei den Juden verbunden wäre. Dabei wird der Standpunkt verteidigt, daß der Fähigkeitsgrad der Juden ein Rassenmerkmal sei, das als solches keine Verbesserung im neuen Milien zugängig sei. So dogmatisch ausgesprochen, ist diese Ansicht einstweilen wenigstens noch kaum annehmbar, um so mehr als die Juden nichts weniger als eine einheitliche Rasse mit spezifischen geistigen Merkmalen sind. Und gibt man auch die Richtigkeit zu, „that our alice Jewish boys do not form from the Standpoint of intelligence a group markedly superior to the natives", so ist doch der Schluß daraus, daß die Juden ins Land nicht zugelassen werden sollten, zu verantwortungsvoll, um so mehr als es wissenschaftlich nur scheinbar berechtigt ist. Die Verfasser wissen zwar, daß manch fremdjüdischer Akademiker seine Studien glänzend durchmacht, sie meinen jedoch, daß kein Tierzüchter Wert auf bloß einzelne