Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 78 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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- 78 - Nach der Einwanderung sind organisiert: Es waren organisiert vor der Einwanderung Achduth-Haavodah dem Weltverband Poale-Zion-Z. S. angeschlossen (sozialistisch) Hapoel-Hazair der Hithachduth angeschlossen (nicht-sozialistisch) Linke kommunistische Poale- Zion Sonstige Unorganisiert Nicht beantwortet Hithachduth (Hapoel-Hazair-Zeire-Zion) nicht so- 326 1069 12 33 1301 — Weltverband Poale-Zion- Z. S. (sozialistisch). . . 1570 46 35 20 1216 _ Kommunistische Poale- 13 1 143 8 138 _ Haschomer Hazair . . . 35 16 20 9 578 _ 107 69 10 183 750 — 688 288 59 107 4 693 — Nicht beantwortet . . . 214 158 16 58 204 17 628 Summa 2953 1647 295 418 8880 17 628 in welche Parteien die vor der Einwanderung Unparteiischen eintraten. Die Tabelle ist für die Strömungen in der Arbeiterschaft in Palästina sehr lehrreich. Schließlich bleibt uns noch übrig, einige Zahlen über die im Lande befindlichen ehemaligen Mitglieder des „Hechaluz" zu geben (Hechaluz: die Organisation der jüdischen Jugend und Arbeiterschaft in der Diaspora zwecks geistiger und körperlicher Vorbereitung zur Uebersiedlung nach Palästina). Die Zahl der ehemaligen Mitglieder des „Hechaluz" beträgt 8692, d. h. über */4 sämtlicher in der „Allg. Arbeiterorganisation" organisierten Arbeiter. Von den 8692 sind 8081 in der „Allg. Arbeiterorganisation organisiert, in Parteien 2675 26,0 %. Von den Genossen des „Hechaluz" stammen 9771 aus Polen, 2342 aus Rußland, 205 aus Oesterreich, 135 aus Lettland, 497 aus Rumänien, 500 aus Litauen, 457 aus Galizien, 271 aus Deutschland, 515 aus anderen Ländern. Von den Genossen des „Hechaluz" sind 38 % in Kooperativen, Genossenschaflen und Siedlungen tätig, von den übrigen nur 17,5 %. In die Landwirtschaft gingen über: Von den Genossen des „Hechaluz": 39 %, von den übrigen 21,5 %. Besondere Vorbereitung für Palästina erhielten: 3610 42,0 %. Zur Geschichte des Hilfsvereins der Deutschen Juden. Von Arthur Goldschmidt, Berlin. (Schluß.) Auf Grund der Beschlüsse in einer Konferenz der jüdischen Hilfsorganisationen in London vom 14. Nov. 1905, an der Dr. Paul Nathan als Vertreter des Hilfsvereins teilnahm — er hatte bereits vorher, 1904, eine Informationsreise nach Rußland unternommen —, wurde ein Zentralberichtsbüro in Berlin beim Hilfsverein errichtet, das die Aufgabe hatte, das Material über die Geschehnisse in Rußland zu sammeln und auf Grund dieses Materials Vorschläge über die Höhe der Un-