Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 77 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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- 77 — schnittlich 28 % auf 11—25 Lire (220—500 Mark) und nur eine geringe Zahl erhält höhere Gehälter. Parteigliederung: Im Fragebogen befanden sich auch Fragen über die Parteizugehörigkeit der gezählten Arbeiter vor und nach der Einwanderung. Selbstverständlich wurde diese Frage nicht restlos von allen Gezählten ausgefüllt und das Material enthält nur 80—90 Prozent Antworten. Trotzdem ergibt sich ein interessantes Vergleichsmaterial, wenn man die Zahlen vor und nach der Einwanderung vergleicht. Es zeigt sich, daß organisiert waren: Arbeiter Arbeiterinnen Zusammen 6082 968 7050 2852 553 3405 3250 415 3654 1374 294 1668 4604 709 5313 Es ergibt sich also, daß die Zahl der in Palästina in Parteien Organisierten kleiner ist als im Auslande und zwar sowohl bei den Arbeitern wie bei den Arbeiterinnen. Ungefähr 45 % der vor der Einwanderung Organisierten traten im Lande nicht in die Parteien ein, und nur 1j3 organisierte sich neu. Diese Erscheinung hat ihre Ursache ganz zweifellos in der Tatsache, daß während, in Polen besonders, die jüdische Gewerkschaftsorganisation nicht besonders stark ist und das geistige Leben ganz besonders der auf Palästina gerichteten Arbeiter sich in den Parteien konzentriert, im Lande dagegen die Gewerkschaftsorganisation, die ja in Wirklichkeit viel mehr ist als eine Gewerkschaftsorganisation im europäischen Sinne (sie ist im weiteren Sinne bekanntlich z. B. Kolonisations-Organisation) einen erheblichen Teil der ökonomischen und kulturellen Interessen der Arbeiterschaft befriedigt. Im Ganzen sind ungefähr 20—25 % aller in der „Allg. Arbeiterorganisation" zusammengefaßten Arbeiter in Parteien organisiert (nach der Zählung: 4604 Arbeiter und 709 Arbeiterinnen; zusammen: 5313; 8880 erklärten ausdrücklich, daß sie unparteiisch seien, 17 628 beantworteten die Frage nicht, sind aber sicher zu 90 % unorganisiert). Der Prozentsatz der in Parteien organisierten Arbeiter im Vergleich zu den in der „Allg. Arbeiterorganisation" Organisierten stellt sich in den „Landwirtschaftlichen Arbeitersiedlungen" nach den Ergebnissen der Zählung auf 20 %, in den Städten auf 21 %, in den landwirtschaftlichen Pflanzungskolonien, in denen die jüngeren, erst in den letzten Jahren eingewanderten Elemente vorwiegen, auf 31 %. Ueber die Verschiebungen, die in der Parteizugehörigkeit nach der Einwanderung eingetreten sind, unterrichtet die folgende Tabelle: (s. Tabelle S. 78.) Aus dieser Tabelle ist ersichtlich, in welchem Umfang Parteiübertritte aus einer Parteigruppe in die andere nach der Einwanderung eingetreten sind, in welchem Umfange bereits vor der Einwanderung Organisierte in ihren Parteien blieben und aus welchen Parteigruppen sich nach der Einwanderung Arbeiter nicht wieder organisierten; ferner: