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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 5-6 · p. Seite 75

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 5-6
Date
1927-01-01
Page
Seite 75 (sequence 12)
Language
German
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- 75 — (Der Rest der Arbeiter beantwortete diese Frage nicht.) Wir sehen, daß von der städtischen Arbeiterschaft 74,1 % 8 Stunden und weniger arbeiten, von den Arbeitern 75,3 %, von den Arbeiterinnen 69,6 %. Der Unterschied ist also nicht sehr bedeutend. Dagegen ergibt sich aus einer weiteren Tabelle, daß von den organisierten Arbeitern nur 16,2% mehr als 8 Stunden arbeiten, von den unorganisierten dagegen: 48,0 %. Diese Zahlen sprechen lebhaft für die durch die Organisation vollbrachte Leistung. Das geht auch aus der Gruppeneinteilung der Arbeiter hervor: Es arbeiten mehr als 8 Standen: Von den europäischen Arbeitern (Aschkenasim, fast alle organisiert). . .......20,3 % Von den Sephardim (nur teilweise organisiert) 54,7 % Von den Jeminiten..........55,8 % Besondere Gruppen (Einwanderer aus Bagdad, Mesopotamien usw.)........69,0% In den Städten Tel-Awiw und Haifa mit in der überwiegenden Mehrzahl aschkenasischer Arbeiter, arbeiten mehr als 8 Stunden. Tel-Awiw Haifa In Jerusalem Organisierte . . 14,9% 10,53% 28,1% Unorganisierte . 33,0% 41,1% 66,9% Jerusalem mit in der Mehrzahl sephardischen Arbeitern und einem größeren Prozentsatz unorganisierter Arbeiter steht am letzten Platz der großen Städte. Die Arbeitszeit ist länger besonders im Kleinhandwerk (Schuster, Schneider, usw.), während in den Fabriken und auf den Bauten der 8-Stundentag vorherrscht. Die Arbeitszeit in den Kolonien. Die Arbeitszeit in den landwirtschaftlichen Kolonien ist entsprechend dem größeren Prozentsatz der Organisierten unter den jüdischen Arbeitern besser als in der Stadt. 81,9 % aller Arbeiter, die Angaben machten (3039), sind 8 Stunden beschäftigt (1,8 % weniger als 8 Stunden). Zwischen Arbeitern und Arbeiterinnen besteht kaum ein Unterschied in dieser Frage. Der Prozentsatz der organisierten Arbeiter, die mehr als 8 Stunden arbeiten, ist 16,2 %; der der unorganisierten: 26,4 %. Der Arbeitslohn in der Stadt und in den landwirtschaftlichen Kolonien: Ueber die Arbeitslöhne liegen vergleichende Angaben aus den Zählungen von 1922 und 1926 vor. Da das Lohnniveau in den Städten und den landwirtschaftlichen Kolonien von ganz verschiedenen Faktoren bestimmt wird, war es notwendig, zwischen beiden prinzipiell zu unterscheiden. Desgleichen unterschieden wir zwischen Tagelohnempfängern und solchen, die monatliches Gehalt bekamen. Tagelohn in der Stadt Tagelohn in den landw. Kolonien Absolute Zahlen In Prozenten Absolute Zahlen in Prozenten 1922 1926 1922 1926 1922 1926 1922 1926 Von 16—25 Piaster...... Von 26—35 Piaster ...... Von 36—80 Piaster...... 442 1105 2079 926 1152 1790 2318 1076 9,9 25,0 44,3 20,8 18,2 28,3 36,5 17,0 99 789 220 61 873 1200 281 95 8,5 67,5 18,9 5,1 35,6 48,9 11,5 4,0 Anmerkung: 100 Piaster 20Mark 1 engl.Pfund (ungefähr). Aus dieser Tabelle geht zweierlei hervor: erstens, daß die Löhne sowohl in der Stadt wie in den landwirtschaftlichen Kolonien in den letzten 4 Jahren starkgesun-

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