Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 73 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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— 73 - Stadtarbeiter Landw. Lohnarbeiter Arbeiter in den landw. Eigensiedlungen der Arbeiterschaft Universitäts- und Gymnasialvorbildung . . . Nur häusliche oder keine Vorbildung. . . . 42,40/q 25,60/o 47,9% 21,1% 56,9o/o 18,6o/o Umgekehrt zu den Erscheinungen aller an- I Beziehung große Unterschiede zwischen den dem Länder ergibt sich aus dieser Tabelle,; aus Europa eingewanderten Arbeitern und daß es im besonderen Maße die intellektuel- : denen aus den Mittelmeerländern, aus dem lern Kreise der jüdischen Jugend sind, die j Jemen und den im Lande Geborenen bestesich in Palästina der Landwirtschaft zuwen- | hen. So hatten z. B.: den. Zu erwähnen ist noch, daß in dieser j Europäische Juden (Aschkenasim) Aus den Mittelmeer-Gebieten stammende Jemen 42,90/0 1,2% 10,5% 12,1% 4,8% 25,7% Wir sehen also, daß die Unterschiede in dieser Beziehung in den verschiedenen Gruppen der Arbeiterschaft sehr groß sind und daß vor der Kulturkommission der Arbeiterorganisation schwierige Aufgaben stehen. Kenntnis der hebräischen Sprache: Diese Frage erhält dadurch, daß ein erheblicher Prozentsatz der Einwanderer die offizielle Sprache der Juden des Landes, hebräisch, bei ihrer Einwanderung nicht beherrschen, ihre besondere Bedeutung. Es galt festzustellen, wieviele Arbeitereinwanderer bei ihrer Einwanderung hebräisch kannten und wieviele die Sprache im Lande erlernten, besonders auch im Vergleich zur Zählung vor 4 Jahren. Die Zahl der hebräisch Sprechenden (es bestehen in dieser Beziehung gewisse Abweichungen zwischen den hebräisch Sprechenden, Lesenden und Schreibenden, die wir hier angeben) stellte sich: 1922 1926 Vor der Einwanderung: 51,9 % 46,8 % Nach der Einwanderung: 75,9 % 70,1 % Anscheinend ergibt sich eine Verminderung der Prozentzahl der hebräisch Sprechenden im Lande während der letzten 4 Jahre von 75,9 % auf 70,1 %; allein der Grund liegt nicht im Lande selbst, sondern in dem gegenüber früher etwas andersartigen Menschenmaterial, das während der großen Einwanderung 1925 ins Land kam und von dem ein erheblicher Teil nicht hebräisch kannte. Wir sehen, daß die Prozentzahl derer, die vor der Einwanderung hebräisch verstanden, gesunken ist; dagegen blieb die Prozentzahl derer, die im Lande erst hebräisch lernten, vollkommen gleich (24 %). Hierin ist in Anbetracht der großen Einwanderung eine bedeutende Leistung der Sprachenkurse der Kulturkommission der Arbeiterschaft zu erblicken. Die Tatsache, daß nur 70 % der Arbeiterschaft hebräisch beherrschen, ist im wesent-