Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 72 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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— 72 — Nach der Zählung waren beschäftigt: In der Stadt Arbeiter Auf dem Lande Arbeiter 1. In industriellen Kooperativen............... 2. In kleineren wirtschaftskommunistischen landwirtschaftlichen Siedlungs¬ und städtischen Baugruppen............... 3. In Vorbereitungsgruppen für landwirtschaftliche Ausbildung zwecks Uebernahme von Akkordarbeiten (Chawuroth)......... 4. In wirtschaftskommunistischen Landessiedlungsgruppen mit verschiedenen Abteilungen in Stadt und Land (Kibuzim-Arziim)........ 5. In noch nicht zusammenlebenden Vorbereitungsgruppen zur Ansiedlung (Irganin hitjaschwutim)................. 6. In kooperativen landwirtschaftlichen Siedlungsgenossenschaften (Moschawe-Owdim).................... 588 1064 19 495 306 75 2000 453 983 85 1238 Die kulturelle Einrichtung der Arbeiterschaft in den letzten 4 Jahren: Im Fragebogen der Zählung waren auch einige Fragen bezüglich der k u 11 u r e 11 e n Situation und Entwicklung der Arbeiterschaft enthalten. Die Fragen 15—17 befaßten sich mit der Vorbildung der Arbeiterschaft sowie der Kenntnis der hebräischen Sprache vor und nach der Einwanderung. Summa Vorbildung : Die Frage der Schul- und fachlichen Vorbildung ist in Palästina kompliziert, da die Einwanderer, die sich aus zahlreichen Ländern rekrutieren, natürlich die verschiedenste Vorbildung erhielten. Das Ergebnis dieser Rundfrage ist sehr interessant, wie die folgende Tabelle zeigt: Es halten: Absolute Zahlen In Prozenten Arbeiter Arbeiterinnen Arbeiter Arbeiterinnen) Im Durchschn. 770 288 4,4 4,3 4,4 6 755 2 960 38,3 44,5 , 40,4 5 470 1747 31,5 26,2! 30,0 Nur häusliche Vorbildung od. Vorbildung 1 im Cheder od. jüdischen Privatschulen 3 867 1390 22,2 20,9 21,8 206 58 1,2 0,9 1,1 331 214 1,9 3,2 I 2,3 3071 4 688 — — I — Es ergibt sich also, daß 4,4 % aller Arbeiter Hochschul- und 4 0,4 % Gymnasialvorbildung haben; der Prozentsatz der Arbeiterinnen mit Gymnasialvorbildung ist noch höher als der der Arbeiter. Dieses Resultat ist charakteristisch für denjenigen Teil der jüdischen Jugend in der Diaspora, der danach strebt, zum physischen Arbeiter in Palästina überzugehen. Die Zusammensetzung der jüdischen Arbeiterschaft im Lande ist wahrscheinlich einzigartig in der Welt, besonders auch, was die Vorbildung der Arbeiterinnen betrifft. Noch auffälliger und interessanter wird diese Tatsache, wenn wir die Unterschiede in dieser Beziehung für Stadt- und Landarbeiter besonders betrachten. Dann ergibt sich nämlich, daß besitzen: