Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 4 (1927) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 5-6
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 70 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- 70 - Die Berufe der Arbeiter vor und nach der Einwanderung (nach der Zählung vom 1. September 1927) Berufe: Absolute Zahlen In Prozenten VorderEinw. Nach d. Einw. Vor der Einw. Nach d. Einw. 2149 5 331 7,2 17,8 459 2 691 1,6 8,9 403 6117 1,4 20,4 1931 1365 6,5 4,5 1664 1538 5,6 5,2 1034 1174 3,5 3,9 98 644 0,3 2,2 399 570 1,3 1.9 257 335 0,9 1,1 1427 1488 4,5 4,9 812 452 2,4 1,5 450 520 1,5 1,8 260 314 0,9 1,1 130 365 0,5 1,2 764 — 2,6 — 3125 94 10,4 0,3 21 — 0,1 — 252 117 0,9 3,1 14346 5866 47,9 19,6 Summa: 29 981 29981 100 100 wenn man dagegen die nicht in der Außenarbeit tätigen Frauen, von denen ein Teil in der Rubrik „Nicht beantwortet" erscheint, nicht in Rechnung zieht, so steigt der Prozentsatz der in der Landwirtschaft Tätigen bis auf 25 % aller in der Außenarbeit beschäftigten Arbeiter. Zu erwähnen ist auch die Steigerung der Zahl derer, die sich bereits vor der Einwanderung landwirtschaftlich vorbereitet hatten, gegenüber der Zählung von vor 4 Jahren; darin drückt sich die auf Palästina eingestellte, besonders von „Hec h a 1 u z " geleistete Vorbereitungsarbeit aus. Von besonderer Bedeutung ist die Erscheinung des Uebergangs zur Arbeit überhaupt, die aus der Tabelle hervorgeht. Von den 14 346, die ihren Beruf vor der Einwände- | rung nicht angaben, war kaum irgendjemand! als Arbeiter früher tätig, während nach der j Einwanderung nur noch 5866 ihren Beruf! nicht angaben, von ihnen die Mehrzahl in! der Hausarbeit Tätige (von den 5866 sind I 4399 Frauen); die Mehrzahl der übrigen 8480 finden sich nach der Einwanderung in den Berufen „Öffentliche Arbeit, Landarbeit, Bauarbeit oder sonstige Facharbeit" wieder. Außerdem ist zu verzeichnen der Uebergang von 764 Händlern, 3125 Schülern und 21 Arbeitgebern zur Arbeit (die 94, die nach der Einwanderung als Schüler tätig sind, sind Gewerbeschüler). Holz- und Metallarbeiter konnten ungefähr ihrer Vorbildung entsprechend im Lande Arbeit finden (die Zahl der Holzarbeiter stieg in den 4 Jahren von 707 auf 1412, die der Metallarbeiter von 967 auf 1724). Eine besondere Erwähnung verdient die Rubrik „TextilindustrieundKonfektion". Bekanntlich richtete sich die jüdische Einwanderung nach Amerika in den letzten 30 Jahren zu 60 % und mehr in die Berufe der Konfektion. In Palästina dagegen sehen wir eine absolute und prozentuale Verminderung der in diesen Berufen Beschäftigten (von 1931 auf 1365 nach der Einwan-