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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1927-01-01 · Heft 5-6 · p. Seite 69

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
4 (1927) (Neue Folge)
Issue
Heft 5-6
Date
1927-01-01
Page
Seite 69 (sequence 6)
Language
German
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betrifft, so verteilen sie sich nach Altersstufen folgendermaßen: Alter: 16—18: 6,7% 19-20: 11,7% 21-23: 11,9% 24—25: 15,0% 26—30: 22,7 % 31—35: 8,6% 36—40: 53% 41—45: 23% 46-50: 2,1 % 51-60: 2,2 % Mehr als 60: 13% Aus dieser Tabelle geht hervor, daß 68 % aller Arbeiter sich im Alter bis 30 Jahren befinden. Doch ist selbst trotz der verhältnismäßigen Niedrigkeit des Alters der jüdischen Arbeiterschaft im Lande gegenüber 1922 ein Fortschritt zu erblicken; damals waren 76,4 Prozent aller im Lande befindlichen Arbeiter unter 30 (heute 68 %). Die berufliche Gliederung der Arbeiterschaft Palästinas. Eines der wichtigsten Ergebnisse der jüdischen Aufbauarbeit in Palästina ist die Tatsache der Produktivierung der jüdischen Berufe gegenüber der beruflichen Zusammensetzung der Juden in Europa und Amerika. Bekanntlich sind die Juden in fast allen Ländern der Welt in den der Urproduktion näheren Berufen, besonders aber in der Landwirtschaft, Bau- und Schwerindustrie ersten Grades usw. in viel geringerem Maßstabe als die übrige Bevölkerung vertreten. Auf die historischen und sozialen Gründe dieser Erscheinung hinzuweisen, ist hier nicht der Platz und ist an anderen Stellen wiederholt geschehen (siehe z. B. B. Locker, „Z. f. D. u. St. d. J.", Neue Folge III, 15—22). Um zu überprüfen, inwieweit eine Veränderung der Berufe durch die Einwanderung nach Palästina in der Tat erfolgt, enthielt der Fragebogen unserer Zählung sowohl 1922 wie 1926 die Frage nach dem Hauptberuf des Arbeiters vor und nach der Einwanderung. Ein Vergleich der Ergebnisse aus den beiden Fragen ergibt die beruflichen Veränderungen nach der Einwanderung. Schon die Zählung von vor 4 Jahren ergab beträchtliche Veränderungen auf dem Wege der Produktivisierung der Berufe im Lande. So zeigte sich damals z. B., daß nur 5,2 % der Einwanderer vor der Einwanderung landwirtschaftlich gearbeitet hatten, nach der Einwanderung 15,7 %; im Bauhandwerk stellte sich das Verhältnis auf 1,2 % : 13,2 % und so noch in verschiedenen anderen Berufen (Holz, Textil usw.), während 36,1 % im Auslande überhaupt nicht ais Arbeiter tätig, 10,4 % Schüler waren usw. Im Ganzen waren in Landwirtschaft und Industrie (ohne Bauhandwerk) vor der Einwanderung 22,8 %, nach der Einwanderung 54,0 % tätig. Die große Einwanderung der letzten vier Jahre brachte gewisse Veränderungen in der Zusammensetzung der Berufe im Lande; allein der Prozeß der Produktivierung hielt auch weiter an, wie wir aus folgender Tabelle sehen, die die Berufe der Einwanderer (abzüglich der im Lande geborenen) vor und nach der Einwanderung enthält:- (s. Tabelle S. 70.) Aus der Tabelle geht der Uebergang von nicht körperlicher Arbeit zur Landwirtschaft und zum Bauhandwerk deutlich hervor. Doch ist dieser Prozeß in Wirklichkeit noch stärker, als aus der Tabelle ersichtlich, wenn man in Betracht zieht, daß von den 2149, die angaben, schon vor der Einwanderung als Landarbeiter gearbeitet zu haben, die große Mehrzahl dies nur während einiger Jahre in Hinblick auf ihre Uebersiedlung nach Palästina taten. Der Prozentsatz der Landarbeiter im Lande ist nach der Tabelle 17,8 %,

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