Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 3 (1926) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 1-3
- Date
- 1926-01-01
- Page
- Seite 86 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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— 86 — mal aufgeführt zu werden. Ob und inwieweit solche Momente auch für die Torsionsspasmen und die amaurotische Idiotie mitspielen, muß bei der ungenauen Kenntnis, die wir zurzeit noch von der Pathogenese dieser Krankheiten haben, späterer Forschung vorbehalten bleiben. Für das intermittierende Hinken sind sie mit großer Wahrscheinlichkeit von Bedeutung. Der Häufigkeit der Verwandtenehen bei den Ostjuden mag eine gewisse Wichtigkeit zukommen; aber auch dafür fehlt jede statistische Unterlage. Literatur: Becker, R. Die Nervosität bei den Juden. Zürich 1919 Orell Füßli. Binswanger, Pathologie und Therapie der Neurasthenie. Jena 1896 Gustav Fischer. Bratz, Zur Aetiologie der Epilepsie. Neur. Centr. 1908 Nr. 22. Cohen, Martin, Report of a case of amaurotic ' family idiocy in an infant of non-jewish parentage. Arch. of ophthalm. Bd. 52. Nr. 2. 1923. Engländer, Die auffallend häufigen Krankheitserscheinungen der jüdischen Rasse. Wien 1902. Ewald, G., Das dystonische Syndrom. Ein Fall von Torsionsspasmus arischer Abstammung. Münch, med. W. 1922, S. 264. Fishberg, Die Rassenmerkmale der Juden. München. Ernst Reichardt. Flinker, Kretinismus bei den Juden. Die Umschau 1911. Nr. 11. Gutmann, M. J. Ueber den heutigen Stand der Rassen- und Krankheitsfrage der Juden. München 1920. Kutzinski, A., Ueber nervöse Entartung bei den Juden. Ost und West 1912. S. 905. Mendel, Kurt, Intermittierendes Hinken. Ztrbl. f. d. ges. Neurol. u. Psych. Bd. 27. Heft 2/3. Rosenthal, Curt, Die dysbasisch-dystatische Form der Torsionsdystonie. Arch. f. Psych, u. Nerv. Bd. 66. Heft 3/4. Schob, Kongenitale früh erworbene und heredofamiliäre organische Nervenkrankheiten. Kraus- Brugsch, Handbuch der spez. Pathol. u. Ther. Berlin-Wien 1924, Urban & Schwarzenberg. Sichel, M., Ueber die Geistesstörungen bei den Juden. Neurol. Ztrbl. 1908. Nr. 8. Sichel, M., Zur Aetiologie der Geistesstörungen bei den Juden. Mtsschrft. f. Psych, u. Neurol. Bd. 11. III. H. 4. Sichel, M., Die psychischen Erkrankungen der Juden im Krieg und Friedenszeiten. Monatsschrift f. Psych, u. Nerv. Bd. 55. 3—4. Torrance, Tay-Sachs disease Glasgow med. journ. Bd. 97. Nr. 4—6. 1922. Zur Anthropologie der Joden. Von Professor Hans Friedenthal, Leiter der Arbeitsstätte für Menschheitskunde an der Universität Berlin. (Schluß.) Wir finden häufig bei Forschern über d i e sogenannte jüdische Rasse die Meinung vertreten, daß, wenn die Juden auch ein Volk waren, aus mehreren Rassen gemischt, doch allmählich durch Inzucht eine neue jüdische Rasse entstanden sein könnte, da es ja bekannt ist, wie wenig fremdes Blut in die alten jüdischen Familien hineingeflossen ist, während es ebenso bekannt ist, wie viel jüdisches Blut aus dem jüdischen Volke durch Religionswechsel in die übrige Menschheit hineingewechselt ist. Verfasser möchte auf Grund der Vererbungslehre bei Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeitslehre auch diese bescheidenere Ansicht von der Rässigkeit des jüdischen Volkes