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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 4-6 · p. Seite 129

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 4-6
Date
1926-01-01
Page
Seite 129 (sequence 28)
Language
German
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- 129 Deutschland. Die Mischehen in Deutschland. Die Mischehen haben in Deutschland eine außerordentliche Höhe erreicht, wie nachfolgende Zahlen offenbaren: jüdische Ehen Mischehen Deutschland 1901-1910 38332 8225 1911-1924 52425 20266 Preußen 1911—1924 36930 15564 Bayern 1280 1911-1925 5064 Baden 1911 -1925 2 389 575 Württemberg 284 1911-1925 1029 Berlin 1911 1920 5 235 2964 1921-1924*) 5 598 3 215 Frankfurt a. M. 1911-1925 2891 922 Hamburg 1407 1911—1925 1875 *) Groß-Berlin rranhreidi. Schätzung der Zahl und Verteilung der Juden. Da Frankreich keine Konfessionsstatistik kennt, sind wir über die Zahl der französischen Juden vollkommen im Unklaren. Man schätzt sie auf 190 000 Seelen (ohne Algerien usw.). Die größte Anzahl wohnt in Paris (zirka 100000). In Elsaß- Lothringen dürften 40 000, in Lyon, Bordeaux und Marseille zusammen 20 000 Juden leben, in den nördlichen Departements, besonders in der Gegend von Lille, rechnet man 5—6000 jüdische Menschen, die fast sämtlich nach dem Weltkrieg eingewandert sind. Rumänien. Zahl und Verteilung der Juden. Rumänien hat durch den Krieg an Land und Volk stark gewonnen. Zu Altrumänien mit der Wallachei, Moldau und Dobrutscha sind Bessarabien, Bukowina, Siebenbürgen, Krischana, Marmrosch und Banat (Teil) hinzugekommen, so daß die Bewohnerzahl von 7 239 061 auf 17393149 Seelen stieg und Rumänien nunmehr 304244 qkm umfaßt, während es 1912 eine Ausdehnung von nur 131353 qkm besaß. Leider ermangelt es noch eines einheitlichen Volkszählungsergebnisses, so daß die Ziffern, die über Rumäniens Volk für die Nachkriegszeit bekannt geworden sind, durchaus nicht einwandfrei sind. In Altrumänien ist im vergangenen Jahrhundert (siehe Z. f. D. u. St. d. J., 12 J., Heft 7—12) nur einmal im Jahre 1899 eine Volkszählung im eigentlichen Sinne durchgeführt worden. Im Jahre 1859 wurde allein Zahl und Verteilung der Gesamtbevölkerung und der Hauptbevölkerungsklassen in großen Zügen ermittelt. Im Jahre 1899 zählte man 266 652 und 1912 241 088 Israeliten, die sich auf die einzelnen Landesteile folgendermaßen verteilten: Landesteil Gesamtzahl der Juden in % der Gesamtheit jüdische Stadtbew. in % der gesamt. Stadtbw. Moldau. . . 168325 7,9 123545 31,7 Walachei . . 63575 1,9 62 608 8,9 Oltenien . . 5052 9,3 4818 3,4 Dobrudscha . 4136 1,1 3844 3,9 241088 3,3 194815 14,9 In Bessarabien stieg die Zahl der Juden von 228 168 im Jahre 1897 auf 267 000 im Jahre 1920, v/as z. T. auf Einwanderung zurückzuführen ist. Ebenso in Siebenbürgen, Vorland und Banat, in welche Länder Juden aus Galizien in beträchtlicher Anzahl zuzogen. Im Jahre 1910 lebten in Siebenbürgen 64 074, in Banat und im siebenbürgischen Vorland 118220, 1920 zusammen 181340 jüdische Menschen. In Großwardein wohnten im Jahre 1920 17 880, Klausenburg 10 663 und Satmar 8959 Juden. Ueberhaupt leben von den oben aufgeführten 181 340 47% (85 665) in Städten über 10 000 Einwohner. In der Bukowina lebt fast die Hälfte der Juden mit 43 555 in der Landeshauptstadt Czernowitz. Man zählte in der Buk. im Jahre 1830 7726, 1880 67 418, im Jahre 1910 102900 und schließlich 1919 nur 92 354 Juden. Amerika. Judisches Zeitungswesen in den Vereinigten Staaten. Zu Beginn des Jahres 1926 zählte man in den V. St. v. N.-A. 98 jüdische Zeitungen und periodisch erscheinende Zeitschriften; unter ihnen 12 Tageszeitungen, 61 Wochenblätter, 14 Monatsschriften, 3 Zweimonatsschriften und 8 Vierteljahrsschriften. Literatur. Jüdische Frontsoldaten aus Württemberg und Hohenzollern. Herausgegeben vom Württemb. Landesverband des Zentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Stuttgart 1926. Nachdem im Jahre 1921 eine statistische Studie über die Teilnahme jüdischer Soldaten am Weltkrieg 1914 bis

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