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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1926-01-01 · Heft 4-6 · p. Seite 130

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
3 (1926) (Neue Folge)
Issue
Heft 4-6
Date
1926-01-01
Page
Seite 130 (sequence 29)
Language
German
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- 130 — 1918 von Dr. J. Segall erschienen war, die auf 58 Seiten die Blutopfer des jüdischen Bevölkerungsteiles zeichnete, ist nunmehr eine kleine Schrift unter dem Titel „Jüdische Frontsoldaten aus Württemberg und Hessen" herausgekommen, die die jüdische Kriegsteilnehmer aus einem Sonderteil Deutschlands namentlich aufführt. Daß eine solche Schrift, viele Jahre nach Kriegsende bearbeitet, großen Schwierigkeiten der Herstellung begegnete, bedarf keines weiteren Hinweises. Mit peinlicher Genauigkeit wurden auf Grund von Zählblättern Namenslisten aufgestellt, die für jeden einzelnen Frontsoldaten die genaue Zeit seines Frontdienstes angeben. Die einzelnen Zählblätter stützen sich auf die Angaben der Frontsoldaten selbst oder ihrer Angehöriger; sie wurden sämtlich von früheren Offizieren geprüft, ob die betreffenden Truppenteile im Feuer standen und können, wie es im Vorwort heißt, jederzeit nachgeprüft werden. Die Sammlung der Zählblätter hat über 2 Jahre erfordert. Wenn wir vernehmen, daß auf insgesamt 10824 reichsdeutsche jüdische Einwohner W. und H. 1674 Frontsoldaten entfallen und von ihnen 270 gefallen sind, 533 verwundet, 581 befördert wurden und 1071 Frontauszeichnungen (darunter 581 mehrfache) erhielten, dürfte der Beweis wirklichen Opfersinnes erbracht sein. Dem Büchlein, ein Dokument schlichter Treue, ist weiteste Verbreitung zu wünschen. Herbert Philippsthal. Die Konfession in der Statistik der Bevölkerungsbewegung in Deutschland von H. A.[Krose, Bonn. Allgemeines Statistisches Archiv, Herausgegeben von Dr. Friedrich Zahn, Präsident des Bayrischen Statistischen Landesamts und Professor an der Universität München, 16. Band, erstes Heft, Seite 53—71. — Wenn wir zu den Ausführungen des bekannten katholischen Geistlichen und Konfessionsstatisters Stellung nehmen, geschieht es nicht, weil der Verfasser zu dem Thema etwas Neues zu sagen hat, sondern allein, weil Krose ständig die stiefmütterliche Behandlung der Konfessionsstatistik von Seiten der Reichsstatistik betont, eine Ansicht, die auch von uns geteilt wird. (Siehe Z. f. D. u. St. d. J., 1. H. 1926, Heft 4-6, S. 57 ffg.) Mit Recht wird es für unkonsequent erklärt, die Eheschließungen in der Reichsstatistik konfessionell zu scheiden, bei den Ehelösungen hingegen das Religionsbekenntnis unberücksichtigt zu lassen (S. 55). Auch lassen sich keine korrekte Fruchtbarkeitsziffern wegen Fehlens der Kombination von Religion mit Geschlecht, Alter und Familienstand berechnen, eine Lücke, die rnfolge der stark unterschiedlichen Fruchtbarkeit der Konfessionen äußerst bemerkenswert ist. Der Hinweis, daß die amtliche Statistik der Wanderbewegung in Deutschland noch sehr im Rückstand ist, entbehrt nicht der Berechtigung. Zum Schluß untersucht Krose die Frage, warum bei der Statistik der Bevölkerungsbewegung das Religionsbekenntnis weitgehend Berücksichtigung finden soll. „Man hat gesagt", heißt es wörtlich, „daß durch die Berücksichtigung der Religionsverschiedenheit bei all den vielgestaltigen Vorgängen der Bevölkerungsbewegung der konfessionelle Gegensatz unnötig hervorgehoben und verschärft werde. Wenn das der Fall wäre, würde man freilich besser tun, den religiösen Faktor ganz unberücksichtigt zu lassen. In Wirklichkeit ist es gerade umgekehrt. Wie durch die Statistik überhaupt, so werden auch durch die Konfessionsstatistik unbegründete Vorurteile und Befürchtungen beseitigt..... So verbreitet die Statistik nach allen Richtungen Klarheit, beseitigt die Vorurteile und trägt zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und zur Milderung der Gegensätze bei." Herbert PhilippsthaL Die Redaktion behält sich die Besprechung folgender Einsendungen vor: Zeitschrift des Preußischen Statistischen Landesamts, 1. und 2. Abteilung, 66. Jahrgang, Berlin 1926, herausgegeben von dem Präsidenten Dr. Saenger. Calendrier Israelite, pour l'annie 5687, herausgegeben von N. Levi und A. Rivet, Paris 1926. Ungarische Statistische Monatshefte, Heft 7—9 (Juli- Septb.), XXIX. Jahrgang, Budapest 1926. Revue Trimestrielle, annee 1926, herausgegeben vom Statistischen Zentralamt, Warschau. Statistisches Jahrbuch der Stadt Magdeburg, 1925. Herausgegeben vom Statistischen Amt der Stadt* Verlag Karl Peters, Magdeburg 1926. Folkräkingen den 31. 12. 1920 av Kungl. Statistika Central-Byrau, Stockholm 1925. Für die Redaktion verantwortlich: Herbert Philippsthal, Berlin-Charlottenburg. — Verlag von Max Sch i Idberger, Inhaber Arthur Schlesinger, Berlin W 62, Schillstraße 3. — Druck von E. Qrfiner. Bernau bei Berlin.

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