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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 2 · p. Seite 35

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 2
Date
1925-01-01
Page
Seite 35 (sequence 37)
Language
German
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n — 35 Mischehen, da sie amtlich eicht publiziert werden, unbeachtet bleiben müssen.*) Vergleichen wir die jüdische Geburtenzahl in Württemberg mit der gesamtdeutschen Ziffer: Im Jahre 1913 betrug die Geourtenfrequenz 28,29 %o (bei den Juden in Württemberg, 14 %<>)• Sie fiel im Kriege im Jahre 1917 auf 14,36 (7,2) und 1918 auf 14,73 (7,2), erhob sich 1920 auf 29,73 (14), um 1922 auf 23,66(14) und 1923 auf 21,6 Voo (14) zu sinken. Uns ist kein europäisches Volk bekannt, das eine ungünstigere G e burtenr a t e a uf w eist. Selbst das als kinderarm bekannte Frankreich zeigt keinen solch tiefen Geburtenstand (1913 - 18,8, 1920 21,3, 1921 20,7 und 1922, 1923 19,4 %o Geburten.) ■ Die Eheschließungsziffer hat im Jahre 1924 mit 57 jüdischen „Ehen (27 Mischehen oder 47,3 o/o der jüdischen Ehen) die Vorkriegshöhe weit unterschritten.. Im Jahre. 1923 waren es noch 81 (25 oder 30,8 Die Wirtschaftsdepression tritt fühlbar in Erscheinung öayeni. Der ständige Rückgang der bayrischen Juden hat sich weiter fortgesetzt. Ihre Gesamtzahlist von 55 065 (0,8 o/0) im Jahre 1910 auf 49063 (0,7%) gefallen. Bei den Katholiken und Protestanten ist eine absolute Zunahme und relative Abnahme festzustellen. Katholiken: 4862 233 (70,6 <yo) — 5164 396 j (69,9 o/o); Protestanten: 1 942 385 (28,2 «/<>) -! 2110 467 (28,0 o/o). Genaue Ziffern sind uns 1 aus Bayern bis zum' Jahre 1.840 bekannt,; wo unter 100 ortanwesenden Personen 1/4; 1 1871 1,0; 1900 0,9 und 1925 nur noch 0,7 Israeliten gezählt wurden. Die rückläufige; Tendenz im letzten Jahrzehnt läßt sich nur j zum Teil .auf den Geburtenrückgang während j des Kriegest) zurückführen. Seit dem- Jahre i 1920 ist die Bilanz wieder aktiv. | Ehelich geboren mM S**ert tlMMi. ig||r m.m *) Es sei besonders darauf hingewiesen, daß I die Tabelle 25 im Heft Nr. 3/4 vom Mai/Juli 24; aus einem' technischen Versehen falsch gesetzt \ ist, weshalb der Inhalt nochmals gebracht wird, j f) „Zeitschrift für Demographie und Statistik der j Juden« Mai/Juni 1924, Heft Nr; 3/4, Seite 80. I!ahr s iM Rhm a. MIseitüsB Pior. -JÄX @e~ a isiö jfc*?1 janr i.ju.im |lefciW, v jüi J™ storbsi IsFaefl-Ä LebJsebTofseb. M.cli. M.j. Matter ff\f tu um 1921 718 19 34 37 14 lW 735 14,7 +33 1922 725 22 35 55 8 778 769 14,8 +11 1 O AHO 1 *7 1*3 <L 3 \ß*?J II 31 55 8 50 12 745 719 14,1 J-?* Der Passivität von 2347 Seelen während des Krieges steht ein Plus von 26,1 der Jahre 1910—1923 gegenüber und, schätzen wir die Qeburtenjrequenz des Jahres 1924 bis zur Volkszählung auf 100 Köpfe, bleibt eine Unterbilanz (Geburtenrückgang) von 1986 Personen (3,6 o/o). Da aber die Differenz aus der Volkszählung der Jahre 1910 und 1925 6002 Seelen (10,9 o/o) ausmacht, müssen wir als Schlußergebnis ein Minus von 4016 (7,3 0/0) feststellen, das allein durch Auswanderung! aus Bayern zu erklirren Ist. 3* Hessel. Die gesamte hessische Bevölkerung ist nach den Ergebnissen der Volkszählung zurückgegangen. Während noch im jähre 1910 24 063 (1,9 %) Juden das Hessen fand bevölkerten, betrug ihre Anzahl im Jahre 1925 nur noch 20 401 (1,5 %). Fragt man nach der Ursache dieser Erscheinung., so rnuß man in erster Linie einen Blick auf die Btvolkerungs- 1^ a 1 «-y \irn»«rlnn Al*% *vr*** *, ,x #•* A C 4-* »1"! %±Z<* isucm*. vvLiucii, uit wn au a.!«uv. i L\ oicuc uis zum Jayre 1919 gezeichnet haben. („Zeitschrift für Demographie und Statistik' der Juden*', Heft Nr. 3/4, S. 76.) Für die folgende Zeit erhalten wir unter Hinzufügung der Eheschließunffsziffern nachstehendes Bild: ...........II L! I.J. fejTI/^'iir's'il \Wü i aj>uv*dw3;i .gww« ajfli.; ais She iMisösi; Isn» I ■? _?___* . , 14.9aoien gragaii s™ mm mim M faul 1900 mlkf jjlSFSiiüi 1 3 8 1 ÜJSill iMSaa^ik «3U11. BMISBiW" iiieo | eissa I 1920 1921 1 nn<~i 1023 1924; | j 323 \ 34 I 3 j 322 | 31 9 | rn A T \ -i -f il .• Otl j li; 286! 14 1 4 | 291 } 23 1 4 15.8 j 346 I 40 16.9 220 - 24 ■9 rf r 'i r\; f*\ Ii x j-tj Up i £.63 ä Ii. 14 5 II 159 25 15,0 | 109 1 28 ,fv mm störten 314 291 307 15 33 S Bfliu +26 4-55 -f-b i ......-11 — II nun die Geburtenquote anlangt, so ergibt sie für die jähre 1910 bis 1923 zirka 4670 Seelen, hingegen belief sich clic Ziffer der Gestorbenen auf ca. 5000 Juden. Wir können also für Hessen ein bilanzmäßigem Defizit von 330 jüdischen Menschen errech-

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