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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 2 · p. Seite 36

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 2
Date
1925-01-01
Page
Seite 36 (sequence 38)
Language
German
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— 36 — nen. Im Hinblick' auf den Verlust der jüdischen Bevölkerung von 3662 Köpfen müssen wir als Ergebnis buchen, daß die Restsumme von 3332 Menschen aus der Auswanderungsbewegung resultiert. Nähere Einzelheiten können erst erbracht werden, wenn die Abschlußziffer für ganz Deutschland vorliegt. Herbert Philippsthal. Tschechoslovakei Das Verhältnis der Bevölkerung israelitischer Religion und jüdischer Nationalität in der Tschechoslova~ kischen Republik. Nach der Volkszählung vom 15. 2. 1921 bekannten sich zur jüdischen Nationalität, wie wir der cechostovakisch en Statistik, Band 9, entnehmen, nur eine schwache Mehrheit der Bevölkerung israelitischer Konfession; daneben bekannten sich zur jüdischen Nationalität vereinzelt auch Personen, welche nach dem Austritt aus der isreälitischen Religionsgesellschaft kbnfessionslos oder Bekenner einer christlichen Konfession geworden waren; es handelt sich hier allerdings nur um einen geringen Bruchteil. Der höchste Prozentsatz sich zur jüdischen Nationalität bekennender Israeliten ergibt sich in Karpathorußland. In der Slowakei und in Schlesien haben sich zur jüdischen Nationalität eine starke Hälfte5 in Mähren zwei Fünftel der Israeliten bekannt Am meisten haben sich die Israeliten an ihr nationales Milieu in Böhmen assimiliert, wo nur ein schwaches Siebentel sich zur jüdischen Nationalität bekannt Die Gesamtzahl der cech oslo v akisc h en Staatsangehörigen jüdischer Nationalität belief sich bei der letzten Volkszählung auf 180 855; davon entfallen 44/27 o/o auf Karpatho-Rußland, 39 % auf die Slovakei und nur ein Sechstel (16,73 o/o) auf Böhmen, Mähren und Schlesien zusammen. In Karpathorußland ist mehr als ein volles Achtel (13,35 o/o) der einheimischen Bevölkerung jüdischer Nationalität In der Slovakei, wo der Prozentsatz der Nationaljuden 2,38 beträgt, unterscheidet sich von den übrigen Gauen durch die Menge der jüdischen Bevölkerung der Gau Kosice: zur jüdischen Nationalität bekannten sich hier 5,28 <Vo der einheimischen Bevölkerung, dagegen im Gaue Bratislava bloß 2,25 % und in allen übrigen Gauen weniger ials 2 o/0. In den historischen Ländern erreicht der Prozentsatz der jüdischen Nationalität in keinem Gaue 1 o/o. Was die Bezirke anbelangt, verzeichnen nur die Gerichtsbezirke Mährisch-Ostrau und Stadt Brünn mehr als 2 o/0 einheimischer Bevölkerung; jüdischer Nationalität* In der Slovakei und in Karpathorußland bildet die jüdische Nationalität in einer ganzen Reihe von Bezirken bedeutende Minderheiten. So verzeichnen 20 Stuhlrichterbezirke der Slovakei und 2 Karpathorußlands nationaljüdische Minderheiten von 2 bis 5 o/o. 5 Bezirke der Slovakei (durchwegs im Gau Kosice) und 6 Karpathorußlands solche von 5 bis 10 o/0, 1 Stuhlrichterbezirke im Gau Kosice und 11 Stuhlrichterbezirke (von 19) Karpathorußlands' solche von 10 bis 20 o/0a Nach stärker ist die jüdische Nationalität in den Munizipalstädten und in den Städten mit geordnetem Magistrate vertreten. Von 37 solchen Städten in der Slovakei und in KarDathorußland hatte eine * (Mukacevo) eine relative Mehrheit der jüdischen Bevölkerung, 2 eine jüdische Minderheit von mehr als 20 *>/<>; 6 Städte zählten 10 bis 20 o/o Nationaljuden, 10 Städte 5 bis 10 o/o und 9 Städte 2 bis 5 o/0; nur in 9 Städten der Slovakei ist der Prozentsatz der Nationaliuden niedriger als 2 %. Für die Redaktion v er aal wörtlich: Dr. Jacob Sega!!, Berlin. — Verlag von Mas Schaidberger, Inhaber Arthtsr Schlesinger* Berlin w7 62, Sehiilstraßc 3. Druck? Louis Barchamtf Berlin Sw' 68, Llndensir. 16-17.

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