Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1925) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 34 (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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Im W.S. 1923/24 studierten 1901 Israeliten oder 6,3o/o auf den preußischen Universitäten, eine Zahl, die im Vergleich mit dem W.S. 11/12 einen Rückgang offenbart (2545 oder 8,9%); ohne Berücksichtigung der reichsausländischen Juden würde die Zahl bedeutend niedriger sein (W,S, 11/12=1356 5,60%). Den Rückgang jüdischer Studenten (nicht Studentinnen) wird folgende Tabelle demonstrieren: Auf 100 Studenten derselben Fakultät kamen Israeliten: «•kltilsios* ri»e«9«4_ juristische medizinische W.S, 1911/12 lh9 27 J 3,5 8.60 W. S. 1924/25 4 9 12,1 5J 5,70 Was nun die studierenden Frauen anbelangt ist zwar ihre starke Zunahme bemerkenswert, aber keineswegs verwunderlich, da bei einem Verlust von fast 2 Millionen Männern an Toten während des Krieges ein großer Teil deutscher Frauen einen Lebensberuf ergreifen muß. Bei den evangelischen Studentinnen beträgt bei einer Gegenüberstellung der zwei Wintersemester das Mehr der Frauen, die das Hochschulstudium ergriffen haben, 61,9, bei den Studentinnen katholischer Konfession sogar 203,5, während die Jüdinnen mit einem Plus von 105,8 o/o etwa die Mitte halten. Von sämtlichen studierenden Frauen sind ll,lo/0(W. S. 1911/12 —14o/0) jüdischen Glaubens. Von den übrigen Hochschulen wollen wir die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in diesem Zusammenhang übergehen, da die genauen Angaben in den einzelnen Jahrbüchern des Preußischen Statistischen Sonderamtes zu finden sind. Die technischen Hochschulen in Preußen — Vorkriegsuntersuchungen liegen nicht vor, soweit die konfessionelle Auswertung in Frage kommt — wurden in Berlin, Hannover, Aachen, Breslau im W.S. 1924/25 von 8519 (84 Frauen) Studierenden besucht und unter ihnen waren 321 (6 Frauen) 3,8<y0 jüdischen Glaubens. Auf den beiden forstlichen Hochschulen studierten keine Juden (Eberswalde und Hannover-Minden), während auf den zwei landwirtschaftlichen Hochschulen die Zahl der Israeliten unter 1409 (16 Frauen) 38 (1 Frau) oder 2,9% betrug. Die tierärztlichen Hochschulen in Berlin und Hannover zählten 1,26% Juden (319 christliche Studenten, 1 Studentin und 4 Juden). Die Bergakademie Klaustal ist fast vollkommen judenfrei (781=2). Die Handeishochschulen werden hingegen entsprechend der jüdischen Berufsgruppierung zahlreich aufgesucht. In Berlin und Königsberg studierten insgesamt 1871 männliche Personen und außerdem 271 Frauen. Als Israeliten wurden unter ihnen 92 Studenten und 15 Studentinnen statistisch festgestellt (4,9 und 5,5<y0). Herbert PhiiippsthaL Sfiddeutschland Yolkszählungs** ergebnisse* 1. Württemberg« Entsprechend der ungünstigen Bevölkemngsbilanz und infolge Ausbieibens einer nennenswerten Zuwanderung zeigt die jüdische Bevölkerung Württembergs nach der letzten Volkszählung einen beachtenswerten Rückgang, der relativ seit der Zählung des Jahres 1875 mit 6,8 auf 1000 der Gesamtbevölkerung und absolut seit dem Jahre 1880 mit der Höchstzahl von 13 326 jüdischen Seelen erstmalig festzustellen ist Im Jahre 1910 lebten noch 11982 oder 4,9, nach der Auszählung des Jahres 1925 nur 10825 oder 4,2 pro Mille jüdische Seelen im Freistaat Württemberg, während die Gesamtbevölkerung von 2 437 574 auf 2594 283 gestiegen ist oder um 6,4 % zugenommen hat. Die Bevölkerungsbilanz demonstriert folgende Tabelle, wobei die Geburten aus den Im Jahre Qeburt. a jüd. Ehen unehel. Geb. v RA g um|*i> M » i 1 Sterbefälle -f-öeb- —Sterbe nu-—v, KJ SJT S 34. «S Gib. l IQiifilsr, \................... 1Q10 175 2 155 + 22 14 1911 152 2 1d5 — 11 12 1f»IÖ lysA 183 4 151 ■*\4L - JU 15 1913 162 3 167 - 2 14 1914 155 3 169 — 11 13 1915 115 5 143 - 23 9,6 1916 106 2 177 — 69 9,2 1917 78 2 154 - 74 7,2 1918 78 1 236 —157 7,2 1919 111 4 168 — 53 IG 1920 157 2 166 — 7 14 1921 167 3 162 + 8 15 1922 149 S 157 — 7 14 itvn « ^A«W 14g 2 168 — 18 14 1924 146 - 163 — 17 14