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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 2 · p. Seite 26

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 2
Date
1925-01-01
Page
Seite 26 (sequence 28)
Language
German
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- 26 - wanderer. Die palästinensische Auswanderung ist geringer als die syrische. Will man den Einfluß der Immigration auf die Bevölkerung und ihre Entwicklung noch von einem anderen Standpunkt aus betrachten, so wird es rätlich erscheinen, die Geburtenziffern und die Zahl der Todesfälle in den Jahren 1921—1925 zu vergleichen. Ein auffallendes Sinken der Geburtenziffer oder des Geburtenüberschusses bei den Arabern würde sicherlich in Zusammenhang mit verschlechterten Lebensbedingungen gebracht werden müssen; ein auffallendes Ansteigen dieser Ziffern würde auf eine Hebung des Lebens-Standarts hindeuten, die ebenso wie ein Sinken desselben in Verbindung mit dem eindrucksvollsten Ereignis palästinensischen Lebens: der Immigration gebracht werden :>>r*Ti Ii KlA Die Zahlen sind in der Tat lehrreich: rvTi^MTiiTi^Ä'i-a A •« 1^.141 I UUV11 1 tiA ä*-* J V4*M^fi£ Geborten | Todesfälle] üserschoB Beerte | Tadesülle |9bersebuB 1921 18803 11087 7717 2112 908 1204 1922 25167 11194 13973 2343 978 1371 1923 28292 15684 12518 3200 1310 1890 1924 31392 16476 14856 Ii96 242/ 1925 31748 17562 14186 3628 1446 2182 Wenn wir von den lediglich geschätzten Ziffern des lahres 1925 absehen, die sich %»""""" " voraussichtlich noch wesentlich ändern werden, sobald die Statistik der Regierung abgeschlossen sein wird, ist in den vier Jahren 1921—1924 eine annähernde Verdoppelung des Geburtenüberschusses sowohl bei Juden als auch bei Nichtjuden zu konstatieren. Der Geburtenüberschuß hat in den «r»4-.<~K-« T n 1-» ** 1 /-> 1—I .rA. \*% jTh r\ 1 r% 1-9 4" f\ 4 <Ck n 1 1 Q icu-tcia jdiii Cli eine nunt uitiv.iu, vii^ europäischen Länder, aber auch die Ziffern Aegyptens weitaus übersteigt Im Jahre der Volkszählung erreichte der Ueberschuß der Geburten Palästinas über die Todesfälle 1,92 %!! Im nächsten Jahr (1923) stieg der Ueberschuß sogar auf . . . .2,18 °;0 der Gesamtbevöükerunge Einige Vergleichsziffern zu diesen Zahlen, die hauptsächlich nach dem „Office International des Statistiques Demographien es" vom Waad Habriuth, Jerusalem^ zusammengestellt wurden, mögen die Bedeutung dieses Geburtenstandes in Erinnerung bringen: Geburtenüberschuß (in Zehntausenden) ist in Palästina . . (1921) 192 Ungarn ....... 86 Ägypten . . (1921) 167 Deutschland.....85 Holland.......144 England ....... 76 Neu-Seeland .... Hl Schweden......68 Vereinigte Staaten Iii Die Tatsache5 daß Palästina zugleich mit der steigenden jüdischen Einwanderung auch einen steigenden Geburtenüberschuß aufweist, obwohl schon vorher der Geburtenüberschuß höher war, als in irgend einem anderen Lande Europas oder des Orientes, würde an und für sich schon einen günstigen Einfluß der Immigration auf das Leben des Landes vermuten lassen; im Verein aber mit der oben erwähnten Stabilität der Auswanderungsziffer, die kaum ein halbes Prozent der Bevölkerung beträgt, wird diese Vermutung fast zur Gewißheit Es soll nicht vergessen werden, daß diese Ziffer des Geburtenüberschusses die natürliche Vermehrung der Gesam t bevölkerung «~» f| fX" W/ * £ '■* V* 1 ■« r " ■*» #~1 -4 ■« /-» Irl 1 *■* U*> t r\ <~\4-4 /~» augiui« w it uuti an w ii %a auvü in i aiaöiiiia die Ziffer des Geburtenüberschusses hauptsächlich durch die Kindersterblichkeitsziffer reduziert und neben der Seuchenbekämpfung, für die Engländer und Juden in Palästina so viel tun. ist die Bekämpfung der Kindersterblichkeit eines der wichtigsten Indizien für die Entwicklung eines Landes — nach oben oder nach unten. vIamit ö <r»T*-rt r» jt! ü 4- \ r^nLr1 »-Soc* — OLLiR aiao ima, 11* o* lci lio lühl <ui v cy burtenüberschusses weit obenan, so gilt leider fast das gleiche in bezog auf die Kindersterblichkeit. Diese betrug laut der gleichen Quelle per Tausend Lebendgeburten in Ungarn ....... 200 Indien......, . 197 Palästina......185. 1 A f\ Frankreich......85 England.......77 Vereinigte Staaten . 76 ___C* . _1___1 jmcu-otciauu Af\ . «±-£ Ägypten .... Deutschland .... 129 Hier ist ein Vergleich zwischen der Kindersterblichkeit bei Arabern und bei Juden sehr aufschlußreich: im Jahre 1924 war die Rate der arabischen Kindersterblichkeit 194 (!), also fast so hoch wie die indische, während die Kindersterblichkeit der Juden nur 105,7 betrug, also sich in der Mitte zwischen Deutschland und Frankreich hielt. Daß diese gewaltige Differenz tatsächlich einen Kulturunterschied und nicht eine Rasseneigentümlichkeit bedeutet, lehrt ein Vergleich der Kindersterblichkeit in den drei Jahren 1922

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