Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1925) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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bis J924 bei den Juden und Nichtjuden des des Heiligen Landes- Die Kindersterblichkeit per Tausend Lebendgeburten war bei Juden Nichtjuden 1099 T^fiPi •i f\c\*\ 109/t 125,8 ms 7 ~ im t B icm n * W Zur Erklärung des Sinkens der Kindersterblichkeit bei den Juden kann man die Tatsache einer außerordentlich starken Vermehrung der jüdischen Aerzte Palästinas heranziehen; da aber in diesen Jahren auch die Zahl der nichtjüdischen (arabischen) Aerzte nicht unwesentlich gewachsen ist (laut Report des Health-Departements, 1824, von 35 Aerzten im Jahre 1920 auf 196 im Jahre 1924), so würde die Steigerung der Kindersterblichkeit ein sehr ungünstiges Licht auf die Qualität dieser Aerzte werfen, wüßte man nicht, daß die Steigerung der Kindersterblich« keit nur am Papier in Erscheinung tritt: tatsächlich handelt es sich hierbei hauptsächlich um Verbesserung in der Registrierung von Todesfällen, nicht um Vermehrung, derselben. Nicht nur Todesfälle werden in Palästina, wie überhaupt im Orient, nur mangelhaft registriert, auch Geburten. Verzichtet die Statistik der palästinensischen Regierung überbauet auf Registrierung' der Beduinen *. GS des Berseeba-Distriktes, so gibt es selbst in den jüdischen Orten interessante Streiflichter für die Schwierigkeit einer zahlenmäßigen Erfassung der Bevölkerungsbewegung. In der größten jüdischen Stadt des Landes, in Tel Awiw, stellte es sich z. B. heraus, daß laut der städtischen Statistik 64 vom Hundert Geburten Knaben waren. X/' *-» r\!«k Ck *""! i\iiai/vii werden beschnitten, also angemeldet; Mädchengeburten werden offenbar in einem Viertel der Fälle weder den städtischen, noch den Regierungsbehörden angemeldet, verschwiegen. Sie verschwinden aus der Statistik. Mit diesem Vorbehalt einer inneren Unrichtigkeit sollen die vom Gesundheitsamt der zionistischen Executive zusammengestellten Ziffern der arabischen und jüdischen Bevölkeruno'sbewePiing «üifßrenofT|rn pn werden. - - - - 0 <_> & ** Sämtliche Zahlen dürften etwas zu niedrig sein. Juden Nichtjuden SS&BrtSB M8$!IiIgSi&gF$«haB SttSQ?tSS TStiSSfüli Ü&iFSiäif 1923 (per10000) 371 148 223 490 273 217 1924 (per10000) 385 127 280 533 280 253 Trotz der ungleich größeren Geburtenzahl der Araber gelang es den Juden, ihren Geburtenüberschuß dank hygienischer Maßnahmen und der sorgfältigen Pflege der Neugeborenen höher zu halten als der sehr respektable der Araber. Auch hier schneiden die des Klimas ungewohnten Juden dank ihrer größeren Intelligenz besser ab als die Eingeborenen. Die beiden Faktoren: Einwanderung und Geburtenüberschuß wirken gemeinsam an dam raschen Ansteigen des jüdischen Bevölkerunffskoeffizienten mit. Bei Kriegsende *J C3 — Anfang 1919 — machten die annähernd 55 000 Juden Palästinas etwa 8 o/o der Gesamtbevölkerung von schätzungsweise 680 000. Seither stieg der Anteil der Juden rasch: Gesamtbevölkerung Juden 1. 1. 1923 1. 1. 1924 1. 1. 1925 1. 1. 1926 760000 777 000 806000 853 000 85 000 91000 104 000 138 000 frozent der Gesamt bevöilc. 11,2% n,6°/o 12,9% 16,2% Tatsächlich ist aber die jüdische Bevölkerung, sowie ihr Koeffizient der Gesamtbevölkerung größer, in Regierungskreisen, wo man einen Ueberblick über die Zahl jener Touristen hat, die Palästina nicht wieder verlassen haben, nimmt man — wie erwähnt — deren Anzahl mit 15 000 bis 20 000 an, was sich annähernd mit den Schätzungen der zionistischen Immigrationsämter deckt, ja sogar diese übertrifft. Und wenn man auch die öfters gehörte Schätzung der Zahl der Juden per 157 000 ablehnen mag, so dürfte doch die Zahl von 150 000 eher zu niedrig als zu hoch sein. Wir dürfen per 1. Januar 1926 schätzen: Jodln ProiintmMItiiis 865000 150 000 17,3 o/o Es ist dies ein kolossales Wachstum; in runden Ziffern steigend vom 1. Jan. 1919: 8 o/0 1. „ 1923: 1. " 1925: bis 1. 1926: 11 °/b 13 o/o 17 o/o!!