Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Journal
- Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
- Volume
- 2 (1925) (Neue Folge)
- Issue
- Heft 2
- Date
- 1925-01-01
- Page
- Seite 25 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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leben und daß aus verschiedenen Gründen die Regierungsstatistik' diese Klasse nicht erfassen konnte. Wir werden später noch auf diesen Unistand zurückkommen, wollen ihn aber bei den folgenden Zahlen noch nicht berück sichtig eo. Interessant ist für Raiestina nicht nur die hohe Gesamtziffer der Einwanderung, ob wir nun die jüdische Einwanderung der v i e r Jahre 1922—1925 mit den Regierungsdaten per 61 922 annehmen wollen oder mit der ..illegalen" oder „Touristen-Einwanderung" auf 80 000 veranschlagen interessant ist das hohe Perzentverhältnis der Immigration zur Gesamtbevölkerung. (Die nicht-jüdische Immigration jener vier fahre betrug nur CÜ3 J %/ <J 2391 Köpfe, d. i. 3,7 o/0 der Oesamteinwanderung, so daß sie füglich außer Betracht bleiben kann.) Bei der Volkszählung im Oktober 1922 wurde die palästinensische Bevölkerungteils gezählt, teils geschätzt auf Juden Nicht juden Gesamtbevölkerung 83 792 673 390 751 182 « . 4 n nr? CL j. \ x& OD'\J Prozent der Gesamtbevölk. einem Anteil von 0?98 <y0 der Gesamtbevölkerung auf einen solchen von 4,19%, -das ist1 mehr als das Vierfache, mit dem Überrascheaden Ergebnis, daß diese rapid wachsende Immigration nicht nur nicht eine im selben Verhältnis steigende Auswanderung zur Folge hatte, sondern im Gegenteil wenigstens zeitweise von einem Sinken auch der absolute« Emigratioiisifferii begleitet war. An und für. sich war ja ein derartiges Phänomen vorauszusehen: es ist für Europäer eben leichter, in einem Lande mit 104 000 Juden zu leben und Arbeit zu finden, als in einen! so lohet! von nur 85 000 jüdischen, i. e. annähernd ebensoviel europäischen Einwohnern. Daß aber eine Aufnahmefähigkeit für eine Einwanderung von 32,5 % der europäischen Bevölkerung möglich sein würde, ohne von einem wesentlichen Steigern der Auswanderung (und ist erstaunlich: Kückwanderuno*) begleitet zu sein. Juden Nicht juden Ein- Aus- Ein- Auswanderung Wanderung Wanderung Wanderung; |~~\ •___ T°JCC_ - j_ * £ t 1 iL/iesc zjiicr ist iitSuxeiii ungenau, als oe* den Juden die kleinen nördlichsten Kolonien (Mefulla u. a*)? die zur Zeit der Zählung noch von den Franzosen okkupiert waren, nicht mitgerechnet wurden, bei den Arabern aber die gesamte Beduinenbevölkerung nicht gezählt sondern mit 103 331 Köpfen g e - schätzt wurde. Es wird daher keine Üngenauigkeit sein, wenn wir die Einwohner- Ziffern abrunden und die jüdische Bevölkerung per 1. Jänner 1923 (unter Einrechnung des Geburtenüberschusses von zwei Monaten und des Inimigrationsüberschusses r>**r iih Äftftt auf gerinn QppIph vpr. f,J-^.s. ZÄLßKZl UV/l? | CI.s.4.1. - * v 1922: lOO-i. *. » 1924: 1925: i,DUO 3 Afifi - JIV/W 7,844 7.421 12i856 (cca) 2,037 33,801 2,151 OS'* jiO-I 570 697 840 1,503 1,481 (cca) 473 1,949 '*7 \£$t\ ♦*♦-!) ~~7 äi * rv nx t-e JL^IVl,ü IUI Ii *_ JU? A Ii XJ.CIU T r% |-i t* J C* 411 anschlagen, die arabische Bevölkerung auf . r . . 675 000 Seelen. Unter Zugrundelegung dieser Schaetzung war somit die Immigration: jijyisoSii Prozeßt äe? EiDwanjüdischen fleraag 1923: 7 421 8,7% von 0 98% von (per 1,1.) 85 000 Juden 760000 Einwoh, 1 A 1 Ct i ___— 1 Aü n / ..^^ I«t.lw/Q VUii l,UJv/o VUli (per LI.)90845 Juden 777462 Einwoh, 1925 : 33 80! 32,5% von 4,19% von (per 1.1.) 104 091 Juden 805798 Einwoh, Die jüdische Immigration nach Palästina stieg somit in den letzten drei'. Jahren von IQ23 mit der sch w ä c h s t e n Einwanderungvon 7991 Seelen die Auswanderung aus Palästina staerker war als die AuswanderuHg! i •* t i t ' i f 1 /"VO-*" 1ifV'V^T" im starKsien imnugraiionsjanr iy^o; ^v^m (laut Report on P.A. 1923) stehhen anno 1925 nur 4100 Emigranten gegenüber. Einer. Vermehrunsr der jüdischen Einwanderer um KJ über 25 000 Köpfe entspricht eine Verminderung (!) der jüdischen Auswanderer um über ein Drittel; einer Vermehrung der nichtjüdischen (hauptsächlich syrischen) Einwanderung um 270 Seelen entspricht eine Vermehrung der nichtjüdischen Auswanderung um 370, also auch bei den. Arabern bleibt das Migrationsresui t a t an n ä h e r n d u n v er - ändert. So vorsichtig man auch diese Ziffern politisch verwerten mag ...... eines scheint schon jetzt klar aus den spärlichen Ziffern, die hier wiedergegeben sind, hervorzugehen: die jüdische Einwanderung tangiert in keiner Weise die nichtjüdische Bevölkerung in dem von ihr befürchteten Sinne einer „Verdrängung" der Eingeborenen zugunsten der Ein-