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Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden · 1925-01-01 · Heft 1 · p. Seite 40

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Journal
Zeitschrift für Demographie und Statistik der Juden
Volume
2 (1925) (Neue Folge)
Issue
Heft 1
Date
1925-01-01
Page
Seite 40 (sequence 42)
Language
German
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— 40 — was auf die zahlreichen jüdischen Individuen mit unternormalem Brustumfang zurückzuführen ist. Mit einem schwächeren Bandapparat des Fußes hängt sicherlich auch die Anlage zu Plattfuß zusammen, der keine vererbte rassenmäßige Anlage bei den Juden ist. Unter den Zirkulationsstörungen steht an erster Stelle die Arteriosclerose, die sogen. Gefäßverkalkung. Sie ist nach unseren heutigen Vorstellungen eine Abnutzkrankheit und zwar ganz besonders als Reaktion auf die feineren Schwankungen des Seelenlebens, denen die Juden in gesteigertem Maße ausgesetzt sind. In den Bereich der Arteriosclerose gehört auch das sogen, intermittierende Hinken (Claudicatio intermittens), an der Juden im besonderen Maße erkranken. Unter den Kranken W. E r b s waren von 50 Kranken 40 Juden. Immerhin V-,.-. |!~Y-se T-i i* ~ —+««*~ u „ ~U A~*~. ~i ^: Ildl „Udb j uucuiuiii üctcii ucm giciciicii Verfasser „kein Privileg für diese unerfreuliche Krankheit". Sie kommt insbesondere bei höheren Ständen vor. Allerdings berichten auch H. Oppenheim, Berlin, H i g i e r für Warschau. B 1 u m f i e 1 d für New-York sehr hohe Zahlen, doch gilt auch hier das für die Zuckerkrankheit Gesagte. Ein besonders geeignetes und gut untersuchtes Gebiet vererbungswissenschaftlicher Forschungen stellen die Augenerkranü s *~ i 4 -S k unge n aar. scnon oei aer gewonnlichen Kurzsichtigkeit spielt sicherlich die Erblichkeit eine Rolle. Juden sollen häufig davon befallen sein. Einem persönlichen Bericht des Münchner Kinderarztes Prof. von Pfaundler verdanke ich die Mitteilung, daß er chronische familiäre recidivierende C o n j u n k - t i v i t i s leichten Grades (ohne äußere Ursachen) besonders häufig bei jüdischen Kindern beobachtet habe. Die Häufigkeit des Glaukoms (Benedikt und Ron) wird von andern bestritten. (Sichel, Buhl und andere.) [(Gräfe Saemisch Handbuch der Augenheilkunde.)] Auch für die Retinitis pigmentosa, die besonders in Verwandtenehen vorkommt und die Farbenblindheit ist der Nachweis der behaupteten größeren Häufigkeit nicht erbracht. Aehnlich liegen die Verhältnisse bei den Hautkrankheiten. Favus, Lepra, Pemphigus, Psoriasis und A1 b i - n i s m u s sollen bei Juden häufiger sein. Nach modernen Gesichtspunkten untersucht wurde das Xeroderma pig m e n t o - s u m, das sogen, härmorrhagische Pigmentsarkom Kaposis (Siemens undCohn, Zeitschrift für induktive Abstammung- und Vererbungslehre 1925), das in 7—8 % der Fälle bei Juden vorkommen soll. Die Bedeutung als Rassekrankheit wird aber dadurch eingeschränkt, daß in den betreffenden D1.u.,«-..,„«4.,/,U«ft- U«: A^~, CUA^n 1 cillUHGii Diuivciwcuiuöwiicui uci ucn j-aicm der Kranken 3 mal so häufig, als bei Nichtjuden nachgewiesen wurde. Die Beschneidung hat unstreitbar eine hygienische Bedeutung und erklärt das seltene Auftreten der Balanitis bei den Juden ohne weiteres, einen Schutz gegen geschlechtliche Infektionen bietet sie dagegen nicht. Unter den eigentlichen Frauenkrankheiten waren bis jetzt die Angaben von A . T h e i 1 - h a b e r maßgebend, die besagten, daß Fl/t 17 e% ~* r^lU u H /hfli Äfl ß/ rtilof iVi v u in c: aciii nauiÄK i mv-j. x\j /q aüvi _ j _ _ _ u \ f Jüdinnen), Uteruskrebs dagegen sehr selten sei. (Von 89 an Carzinom gestorbenen jüdischen Frauen in München 1876—1908 starben nur sechs an Uterus Carzinom.) Dazu ist aber zu bemerken, daß die Angaben besonders in früherer Zeit über Sterblichkeit an Krebs häufig verschwiegen wurden. Das interessanteste Gebiet rassenpathologischer Art sind sicherlich die Nervenkrankheiten. Sie sind im allgemeinen die typischen erblichen Krankheiten. Wir

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